Versicherungen für Filmproduktionen, Videoproduktion und Kino
Am Set treffen teure Technik, fremde Drehorte und viele Menschen aufeinander, oft unter Zeitdruck. Ein umgestürzter Scheinwerfer im Denkmal, eine erkrankte Hauptdarstellerin, eine beschädigte Festplatte mit drei Drehtagen: Hier steht, was davon versichert sein sollte und was das kostet.
Reicht eine Jahrespolice, oder brauche ich für jeden Film eine eigene Versicherung?
Beides hat seinen Platz. Haftpflicht und Technik laufen sinnvoll als Jahresvertrag für alle Drehs. Personenausfall, Filmmaterial und Requisiten versichert man bei größeren Produktionen meist je Projekt, weil Budget, Darsteller und Drehzeit jedes Mal anders sind. Bei Werbe- und Imagefilmen genügt oft der Jahresvertrag mit Sammeldeckung.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Fremde Drehorte
Parkett, Stuckdecken, Möbel im Mietobjekt: Lichtstative, Dolly-Schienen und Kabeltrommeln hinterlassen Spuren, und Vermieter rechnen genau ab.
02
Technik unterwegs
Kameras, Optiken und Licht sind oft gemietet und reisen im Transporter von Drehort zu Drehort. Diebstahl aus dem Fahrzeug ist ein Klassiker.
03
Ausfall von Menschen
Erkrankt die Hauptdarstellerin oder die Regie, stehen Team, Technik und Location bezahlt, aber ohne Dreh da.
04
Material und Daten
Eine defekte Festplatte vor der Sicherung, ein verlorener Koffer mit Speicherkarten: Drehtage müssen wiederholt werden.
05
Unfälle am Set
Stunts, Höhen, Pyrotechnik und Fahrzeuge bringen Verletzungsgefahr für Team, Komparsen und Passanten.
06
Rechte
Musik ohne Lizenz, erkennbare Marken, Personen ohne Einwilligung: Eine Klage kann die Auswertung eines fertigen Films stoppen.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Für Kinos und Studios: Miete und Löhne laufen weiter, wenn nach einem Brand geschlossen ist.
Was es kostet: Beispielpreise
Die Jahresbeiträge richten sich nach Umsatz, Wert der Technik und Art der Drehs. Produktionsbezogene Deckungen wie Personenausfall oder Filmmaterial werden individuell nach Budget und Risiko berechnet.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Kleine Produktionsfirma für Werbe- und Imagefilme, 3 Mio. Euro Deckung mit Mietsachschäden
etwa 400 bis 1.200 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Eigene Kamera- und Lichttechnik 50.000 Euro, weltweit, 1.000 Euro Selbstbeteiligung
etwa 800 bis 1.600 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Videograf mit Ausrüstung im Wert von 15.000 Euro
etwa 300 bis 500 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Vermögensschäden und Rechtsverletzungen bis 250.000 Euro
etwa 400 bis 1.000 Euro im Jahr
Gruppenunfallversicherung
Je Darsteller oder Crewmitglied für die Drehzeit, Invalidität 100.000 Euro
etwa 60 bis 150 Euro im Jahr je Person
Zum Vergleich: Medienhaftpflicht und Technikversicherung einer kleinen Produktionsfirma kosten im Jahr ungefähr so viel wie zwei Drehtage mit Kamerateam.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026.
Die Werte zur Technik leiten sich aus öffentlich genannten Beitragssätzen für Kamera- und
Filmtechnik ab,
die übrigen sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis.
Produktionsversicherungen je Projekt kalkulieren wir nach Ihrem Budget.
Sechs Dinge, die in Produktionen wirklich passieren, hier alle an einem Drehtag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt67.500 Euro
Aus dem Transporter vor dem Hotel werden zwei Optiken und ein Monitor gestohlen.
18.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Die Dolly-Schiene hinterlässt Kratzer auf dem Eichenparkett der gemieteten Villa.
7.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Komparse stürzt von einer Rampe und bricht sich den Knöchel.
6.000 Euro · Zahlt: Gruppenunfallversicherung
Ein Scheinwerfer kippt und beschädigt eine Stuckdecke im denkmalgeschützten Treppenhaus.
12.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Der Auftraggeber stellt fest, dass die Hintergrundmusik nicht lizenziert ist. Der Spot muss neu vertont und die Kampagne verschoben werden.
15.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Der Laptop mit dem unveröffentlichten Rohschnitt wird verschlüsselt, es kommt eine Lösegeldforderung.
9.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 67.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie Mietsachschäden an Drehorten, Studios und gemieteten Fahrzeugen ausdrücklich einschließen, mit einer Summe, die zu Ihren Locations passt.
Gemietete Technik muss in der Geräteversicherung stehen; Verleiher verlangen oft den Nachweis vor der Ausgabe.
Prüfen Sie die Bedingungen für Diebstahl aus dem Fahrzeug: nachts, unbeaufsichtigt und ohne Alarmanlage ist oft ausgeschlossen.
Für größere Produktionen lohnt eine Produktionsversicherung mit Personenausfall und Filmmaterial je Projekt.
Pyrotechnik, Drohnen, Stunts, Wasser- und Luftaufnahmen müssen dem Versicherer vorher gemeldet werden.
Klären Sie Musik- und Bildrechte vor dem Dreh schriftlich; die Versicherung zahlt nicht, wenn wissentlich ohne Lizenz gearbeitet wurde.
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Als Makler holen wir Angebote mehrerer Versicherer ein und kombinieren Jahresvertrag und Projektdeckungen so, dass nichts doppelt und nichts fehlt.
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Locations und Verleiher wollen die Bestätigung oft am Vortag. Sie haben bei uns feste Ansprechpartner statt einer Hotline.
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Die Vergütung zahlt der Versicherer. Neben der Firma kümmern wir uns auf Wunsch auch um Ihre private Absicherung.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Welche Versicherung braucht eine Filmproduktion unbedingt?
Eine Medienhaftpflicht mit Miet- und Tätigkeitsschäden.
Ohne Nachweis gibt es bei vielen Drehorten und Behörden keine Drehgenehmigung.
Ist gemietetes Equipment versichert?
Nur wenn es in der Geräteversicherung eingeschlossen ist.
Viele Verleiher verlangen genau diesen Nachweis, sonst haften Sie für den vollen Neuwert.
Was passiert, wenn ein Darsteller krank wird?
Die Mehrkosten für Verschiebung oder Abbruch deckt nur eine Personenausfallversicherung,
die für die Produktion abgeschlossen wird.
Die Haftpflicht zahlt hier nicht.
Sind Komparsen und freie Crew über die Berufsgenossenschaft versichert?
Wer bei Ihnen beschäftigt ist, auch kurzfristig, ist über die Berufsgenossenschaft versichert.
Für Selbstständige und für Leistungen darüber hinaus hilft eine Gruppenunfallversicherung.
Was kostet die Versicherung einer kleinen Produktionsfirma?
Haftpflicht, Technik und Vermögensschäden liegen für kleine Firmen meist bei 3.000 bis 7.000 Euro
im Jahr, abhängig vom Technikwert und den Drehs.
Brauchen Kinos andere Versicherungen?
Kinos brauchen vor allem Betriebshaftpflicht,
Inhalt mit Projektions- und Tontechnik und Betriebsunterbrechung,
weil nach einem Schaden die Einnahmen sofort wegfallen.
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