Im Großhandel liegt das Geld in der Halle, auf dem Lkw und in den offenen Rechnungen Ihrer Kunden. Ein Brand im Lager, ein Unfall mit voller Ladung oder die Pleite eines großen Abnehmers treffen den Betrieb sofort. Dazu kommt die Haftung für Ware, die Sie importieren oder unter eigenem Namen verkaufen. Hier steht, was Sie absichern sollten und was es kostet.
Hafte ich für fehlerhafte Ware, die ich nur weiterverkaufe?
Ja, in bestimmten Fällen. Wer Ware aus Ländern außerhalb der EU einführt, gilt nach dem Produkthaftungsgesetz als Hersteller. Dasselbe gilt, wenn Sie Ware unter eigener Marke verkaufen oder den Hersteller nicht benennen können. Deshalb gehört in die Betriebshaftpflicht eines Großhändlers eine Produkthaftpflicht, bei Importen mit ausdrücklichem Einschluss und oft auch der Rückruf.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Brand im Lager
Kartonage, Folien, Paletten und Stapler-Ladegeräte: Ein Hallenbrand vernichtet in einer Nacht Ware im Wert von Hunderttausenden.
02
Ware unterwegs
Unfall, Diebstahl vom Lkw oder verrutschte Ladung: Auf dem Weg zum Kunden ist die Ware nicht über das Lager versichert.
03
Produkthaftung und Rückruf
Importierte Ware mit Mängeln, Lebensmittel mit Verunreinigung, Bauteile, die beim Kunden eine Anlage stilllegen: Das wird schnell sechsstellig.
04
Offene Rechnungen
Großhändler liefern auf Ziel. Geht ein großer Abnehmer in die Insolvenz, fehlt das Geld, während Ihre Lieferanten bezahlt werden wollen.
05
Stapler und Regale
Staplerunfälle, umstürzende Regale und schwere Lasten gehören zu den häufigsten Arbeitsunfällen in Lagern.
06
Warenwirtschaft offline
Ohne Warenwirtschaft und Webshop läuft keine Kommissionierung. Ein Angriff mit Verschlüsselung legt Lager und Versand tagelang still.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Deckt Stapler, Förderbänder und Kühlanlagen bei Bedienfehlern und Bruch, auch wenn kein Feuer im Spiel ist.
Was es kostet: Beispielpreise
Im Großhandel bestimmen Lagerwert, Umsatz, Warenart und Fuhrpark den Beitrag. Lebensmittel, Elektronik und Importe aus Drittländern werden anders bewertet als Baustoffe oder Textilien.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Großhandel mit 1 bis 2 Mio. Euro Umsatz, Produkthaftpflicht eingeschlossen
etwa 300 bis 900 Euro im Jahr
Inhaltsversicherung
Lagerbestand und Einrichtung im Wert von 500.000 Euro
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Betriebsunterbrechung
Ertragsausfall bis zwölf Monate, zusammen mit der Inhaltsversicherung
etwa 300 bis 900 Euro im Jahr zusätzlich
Transportversicherung
Eigene Auslieferung und Versand, Jahrespauschale
etwa 200 bis 800 Euro im Jahr
Warenkreditversicherung
Kundenforderungen von rund 2 Mio. Euro Jahresumsatz auf Ziel
etwa 1.500 bis 4.000 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Der Grundschutz aus Betriebshaftpflicht, Inhalt und Ertragsausfall kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei Tankfüllungen Ihres Auslieferungs-Lkw.
Richtwerte, Stand September 2026,
aus öffentlich genannten Tarifbeispielen für den Handel und unserer Angebotspraxis;
für den Großhandel gibt es kaum veröffentlichte Beispiele,
Sechs Schäden, wie sie in Großhandel und Lager vorkommen. Hier alle an einem einzigen Montag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt890.500 Euro
Die Warenwirtschaft ist verschlüsselt, keine Kommissionierung, keine Lieferscheine. Zwei Tage steht der Versand.
28.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Ein Kunde meldet: Die importierten Heizlüfter überhitzen, einer hat in einem Laden einen Brand ausgelöst.
45.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Auf der Autobahn verunglückt der eigene Lkw. Die Ladung Elektrogeräte ist Totalschaden.
38.000 Euro · Zahlt: Transportversicherung
Ein Staplerfahrer beschädigt das Rolltor und das Hydraulikaggregat des Staplers.
9.500 Euro · Zahlt: Maschinenversicherung
Der größte Abnehmer meldet Insolvenz, offene Rechnungen über 120.000 Euro.
120.000 Euro · Zahlt: Warenkreditversicherung
Ein defektes Ladegerät setzt die Halle in Brand. Lager zerstört, sechs Wochen keine Lieferung.
650.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 890.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie Importe aus Nicht-EU-Ländern ausdrücklich in die Produkthaftpflicht aufnehmen, dazu Rückrufkosten, wenn Sie Lebensmittel, Elektrogeräte oder Kinderprodukte handeln.
Wählen Sie für Personen- und Sachschäden mindestens 5 Millionen Euro Deckung, bei Lieferungen an Industriekunden eher 10 Millionen.
Versichern Sie den Lagerbestand über eine Stichtags- oder Summenausgleichsregel, damit Saisonspitzen nicht zur Unterversicherung führen.
Rechnen Sie beim Ertragsausfall mit der Zeit, die ein Hallenneubau wirklich dauert: zwölf Monate reichen oft nicht, 18 bis 24 Monate sind sicherer.
Verlassen Sie sich beim Versand nicht auf die Haftung des Spediteurs: Sie ist gesetzlich auf wenige Euro je Kilogramm begrenzt.
Prüfen Sie eine Warenkreditversicherung, sobald einzelne Kunden mehr als zehn Prozent Ihres Umsatzes ausmachen.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir rechnen Ihren Stillstand mit
Als Makler vergleichen wir mehrere Versicherer und legen die Summen für Lager und Ertragsausfall mit Ihnen fest, statt sie zu schätzen. Das entscheidet im Großschaden über Hunderttausende.
Wir wissen, wie Schäden geprüft werden
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst und kennen Gutachter, Belege und Fristen. Das hilft Ihnen, wenn nach einem Hallenbrand jede Palette gezählt wird.
Lager, Flotte und Forderungen aus einer Hand
Sachversicherung, Fahrzeuge, Transport, Warenkredit und die Vorsorge Ihrer Leute laufen bei einem Ansprechpartner zusammen.
Familienbetrieb seit 1989
Kostenlos für Sie, denn die Vergütung zahlt der Versicherer. Und wenn es brennt, erreichen Sie Menschen, die Ihren Betrieb kennen.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Welche Versicherungen braucht ein Großhändler?
Betriebshaftpflicht mit Produkthaftpflicht,
Inhaltsversicherung für das Lager und eine Ertragsausfallversicherung sind die Grundlage.
Mit eigenen Fahrzeugen kommen Kfz- oder Flottenversicherung und eine Transportversicherung dazu.
Brauche ich eine Güterschadenhaftpflicht?
Nur, wenn Sie gewerblich Güter für andere mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen befördern.
Fahren Sie nur Ihre eigene Ware, ist das Werkverkehr, und die Pflicht nach § 7a GüKG gilt nicht.
Ihre Ware sichern Sie dann über die Transportversicherung.
Was kostet die Versicherung für einen Großhandel?
Ein kleiner Großhandel mit gemietetem Lager liegt für Haftpflicht,
Inhalt und Ertragsausfall meist zwischen 1.000 und 2.500 Euro im Jahr.
Mit Fuhrpark und Warenkredit werden es schnell 5.000 Euro und mehr.
Lohnt sich eine Warenkreditversicherung?
Vor allem,
wenn Sie auf Ziel liefern und einzelne Kunden einen großen Teil Ihres Umsatzes ausmachen.
Der Versicherer prüft Ihre Abnehmer und zahlt bei Insolvenz meist 70 bis 90 Prozent der Forderung.
Ist Ware beim Spediteur versichert?
Der Spediteur haftet nur begrenzt,
im Straßenverkehr in der Regel mit 8,33 Sonderziehungsrechten je Kilogramm, bei teurer,
leichter Ware viel zu wenig.
Eine eigene Transportversicherung schließt diese Lücke.
Sind meine Lagerarbeiter über die Firma versichert?
Arbeitsunfälle deckt die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW).
Freiwillig sinnvoll sind eine Gruppenunfallversicherung und eine betriebliche Altersvorsorge.
NAMMERT Versicherungsmakler
Angebote für Großhandel anfordern
Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.