Im Onlinehandel steht der Laden auf einem Server, und die Ware kommt oft direkt aus Fernost. Wer importiert, haftet wie ein Hersteller, und wer Kundendaten speichert, ist Ziel für Angreifer. Hier steht, welche Versicherung Ihren Shop gegen die typischen Schäden absichert und was das kostet.
Hafte ich als Händler, wenn ein Produkt aus China jemanden verletzt?
Ja, sehr wahrscheinlich. Wer Ware aus einem Land außerhalb der EU einführt, gilt nach dem Produkthaftungsgesetz als Hersteller, und der Geschädigte kann sich direkt an Sie halten. Deshalb muss Ihre Betriebshaftpflicht eine Produkthaftpflicht für Importware enthalten, am besten mit weltweiter Deckung, wenn Sie ins Ausland verkaufen.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Importierte Produkte
Ein Ladegerät, das überhitzt, ein Spielzeug mit verschluckbaren Kleinteilen: Als Importeur haften Sie für Schäden, als hätten Sie das Produkt selbst gebaut.
02
Hacker im Shop
Verschlüsselte Warenwirtschaft, abgegriffene Kundendaten oder manipulierte Zahlungsseiten: Ein Angriff legt den Shop still und zieht Meldepflichten nach der DSGVO nach sich.
03
Shop offline
Fällt der Shop mitten im Weihnachtsgeschäft zwei Tage aus, fehlt der Umsatz, der das halbe Jahr trägt.
04
Brand im Lager
Kartons, Folie und Lithium-Akkus auf engem Raum: Ein Lagerbrand vernichtet den Bestand und oft auch die Packstation.
05
Schäden auf dem Transport
Zerbrochene Keramik, verlorene Pakete, Ware, die nie ankommt: Paketdienste haften nur begrenzt, und den Ersatz schulden Sie dem Kunden.
06
Abmahnungen und Streit
Fehlerhafte Impressen, Widerrufsbelehrungen oder Markenrechte führen schnell zu Abmahnungen, deren Abwehr teuer ist.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Zahlt, wenn verkaufte Ware jemanden verletzt oder etwas beschädigt, wenn die erweiterte Produkthaftpflicht für Importware und Auslandsversand enthalten ist.
Schützt vor Zahlungsausfall, wenn Sie Geschäftskunden auf Rechnung beliefern.
Was es kostet: Beispielpreise
Für kleine Shops ist die Haftpflicht günstig, teurer werden Cyber- und Transportschutz. Der Beitrag richtet sich nach Umsatz, Sortiment, Anteil der Importware und Lieferländern.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Kleiner Onlineshop mit Produkthaftpflicht, Versand in die EU
etwa 80 bis 300 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Shop mit eigener Importware aus Asien und Versand weltweit
etwa 300 bis 1.200 Euro im Jahr
Cyberversicherung
Onlineshop mit 250.000 Euro Umsatz, 100.000 bis 250.000 Euro Deckung
etwa 400 bis 900 Euro im Jahr
Transportversicherung
Versand eigener Ware an Privatkunden
etwa 180 bis 600 Euro im Jahr
Inhaltsversicherung
Lager mit Ware und Packtechnik für 50.000 Euro
etwa 100 bis 300 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Betriebshaftpflicht und Cyberschutz kosten einen kleinen Shop im Jahr ungefähr so viel wie das Porto für 150 Pakete.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026,
aus öffentlich genannten Tarifbeispielen und unserer Angebotspraxis.
Sortiment und Importanteil können den Beitrag deutlich verschieben;
Sechs Schäden, die Onlinehändler wirklich erleben, hier alle an einem Montag im Dezember. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt87.200 Euro
Der Shop zeigt nur noch eine Lösegeldforderung, Bestellungen und Kundendaten sind verschlüsselt. Forensik, Wiederherstellung, Meldung an die Datenschutzbehörde.
18.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Drei Tage kein Verkauf mitten im Weihnachtsgeschäft. Der entgangene Gewinn wird über die Cyberversicherung ersetzt.
14.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Eine importierte Powerbank überhitzt im Kinderzimmer eines Kunden. Brandschaden an Möbeln und Teppich.
9.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Eine Palette handgemachter Keramik kommt beim Großkunden zerbrochen an. Der Spediteur haftet nur nach Gewicht.
3.200 Euro · Zahlt: Transportversicherung
Ein früherer Mitarbeiter klagt auf Überstundenvergütung, der Streit geht vors Arbeitsgericht.
4.500 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Im Lager lädt ein E-Scooter-Akku aus der Retoure und fängt Feuer. Ware und Regale verbrennen.
38.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 87.200 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Achten Sie darauf, dass die Produkthaftpflicht Importware aus Nicht-EU-Ländern ausdrücklich einschließt, und zwar für alle Länder, in die Sie liefern.
Fragen Sie, ob Schäden in den USA und Kanada mitversichert sind, wenn Sie über internationale Marktplätze verkaufen: dort gelten oft Ausschlüsse.
Wählen Sie eine Cyberversicherung, die auch den Ertragsausfall bei Shopausfall zahlt, nicht nur Kosten für Forensik und Datenrettung.
Versichern Sie Retouren und Lithium-Akkus im Lager bewusst mit und halten Sie sich an Brandschutzauflagen für das Laden von Akkus.
Prüfen Sie beim Transport den Wert pro Sendung: Die Haftung der Paketdienste endet oft bei 500 Euro, der Versicherungsschutz sollte darüber reichen.
Lassen Sie Marktplatz-Verkäufe über Amazon, eBay oder Etsy im Vertrag nennen, manche Versicherer fragen das gesondert ab.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir lesen die Produkthaftpflicht Zeile für Zeile
Bei Importware entscheidet der Einschluss für Nicht-EU-Produkte und Auslandsschäden. Als Makler vergleichen wir genau diese Klauseln bei mehreren Versicherern.
Wir kennen den Weg eines Schadens
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Wir wissen, welche Belege ein Versicherer nach einem Transportschaden oder Lagerbrand braucht, und helfen Ihnen, sie vollständig einzureichen.
Digitale und analoge Risiken aus einer Hand
Shop, Lager, Fahrzeug, Altersvorsorge und Ihre private Absicherung betreuen wir zusammen, damit keine Lücke zwischen zwei Verträgen entsteht.
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Sie sprechen mit Menschen, nicht mit einem Chatbot. Unsere Arbeit ist für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Brauche ich als Onlinehändler eine Betriebshaftpflicht?
Gesetzlich nicht, aber sie ist die wichtigste Versicherung, sobald Sie Ware verkaufen,
die jemanden verletzen oder etwas beschädigen kann.
Für Importeure ist sie praktisch unverzichtbar.
Was kostet eine Betriebshaftpflicht für einen Onlineshop?
Kleine Shops beginnen bei etwa 80 Euro im Jahr.
Mit viel Importware und weltweitem Versand kann der Beitrag auf mehrere hundert bis über tausend
Euro steigen.
Sind Abmahnungen versichert?
Meist nicht.
Die übliche Firmenrechtsschutzversicherung schließt Wettbewerbs- und Markenrecht aus.
Einige Versicherer bieten Abmahnschutz als eigenen Baustein, oft mit Obergrenzen.
Lohnt sich eine Cyberversicherung schon für kleine Shops?
Oft ja, weil kleine Shops seltener eigene IT-Abteilungen haben.
Einfacher Schutz beginnt bei einigen hundert Euro im Jahr,
und im Schaden stellt der Versicherer auch Fachleute.
Wer zahlt, wenn ein Paket verloren geht?
Zunächst Sie, denn bis zur Übergabe beim Verbraucher tragen Sie das Risiko.
Der Paketdienst haftet begrenzt, eine Transportversicherung schließt die Lücke darüber.
Ist Dropshipping versichert?
Nur wenn es im Vertrag so beschrieben ist.
Auch ohne eigenes Lager gelten Sie gegenüber dem Kunden als Verkäufer und bei Nicht-EU-Lieferanten
oft als Importeur.
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