Versicherungen für IT-Dienstleister, Systemhäuser und Softwareentwickler
Ein Update legt das Warenwirtschaftssystem des Kunden lahm, ein Backup-Skript läuft seit Monaten ins Leere, ein Admin vergisst die Installation auf der Hälfte der Rechner: IT-Fehler kosten fast nie Hardware, sondern den Umsatz des Kunden. Deshalb reicht eine normale Betriebshaftpflicht hier nicht. Hier steht, was Sie brauchen und was es kostet.
Brauche ich IT-Haftpflicht und Cyberversicherung, oder reicht eine?
Das sind zwei verschiedene Dinge. Die IT-Haftpflicht zahlt, wenn Ihr Fehler beim Kunden einen Schaden anrichtet und er Sie in Anspruch nimmt. Die Cyberversicherung zahlt Ihre eigenen Kosten, wenn Sie selbst angegriffen werden: Forensik, Wiederherstellung, Betriebsausfall. Wer Kundensysteme verwaltet, braucht beides, weil ein Angriff auf Sie sofort auch Ihre Kunden trifft.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Fehlerhafte Software
Ein Bug im Kassensystem, eine falsche Rundung in der Rechnungssoftware oder ein fehlerhaftes Update kosten beim Kunden Umsatz, Nacharbeit und Vertrauen.
02
Datenverlust
Ein Migrationsskript löscht Kundendaten, das Backup war seit Wochen defekt. Wiederherstellung und Mehrkosten gehen schnell in den sechsstelligen Bereich.
03
Administration
Vergessene Patches, falsch gesetzte Rechte oder ein nicht installiertes Sicherheitsupdate öffnen die Tür für Angreifer im Netz des Kunden.
04
Rechte Dritter
Fremder Code, Bibliotheken mit falscher Lizenz oder Bilder in einer App führen zu Abmahnungen und Schadenersatz wegen Urheber- und Markenrechten.
05
Angriff auf Sie selbst
Wer Fernwartungszugänge zu vielen Kunden hat, ist ein lohnendes Ziel. Ein kompromittiertes Konto öffnet alle Kundennetze auf einmal.
06
Hardware beim Kunden
Beim Einbau eines Servers fällt das Gerät aus dem Rack, beim Verlegen von Kabeln wird eine Wasserleitung angebohrt.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Für Streit um Abnahme, Honorar und Arbeitsverträge, der in Softwareprojekten häufig ist.
Was es kostet: Beispielpreise
Der Beitrag hängt von Umsatz, Tätigkeit und Deckungssumme ab. Administration und Rechenzentrumsnähe sind teurer als reine Beratung oder Webentwicklung.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Berufshaftpflicht
IT-Freelancer, Umsatz 80.000 Euro, 500.000 Euro Vermögensschäden mit Betriebshaftpflicht
etwa 300 bis 900 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Softwarehaus mit zehn Mitarbeitern, Umsatz 1,5 Mio. Euro, 2 Mio. Euro Deckung
etwa 2.500 bis 6.000 Euro im Jahr
Cyberversicherung
Einzelunternehmer bis 70.000 Euro Umsatz, 100.000 Euro Deckung
etwa 300 bis 500 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Server, Laptops und Testgeräte im Wert von 30.000 Euro
etwa 150 bis 450 Euro im Jahr
D&O-Versicherung
Geschäftsführung einer IT-GmbH, 1 Mio. Euro Deckung
etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die IT-Haftpflicht eines Freelancers kostet im Jahr ungefähr so viel wie drei bis zehn abgerechnete Entwicklerstunden.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen;
die Werte für Softwarehaus, Elektronik und D&O sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Sechs Dinge, die IT-Dienstleistern wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Montag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt248.000 Euro
Nach Ihrem nächtlichen Update startet die Warenwirtschaft eines Großhändlers nicht mehr. Zwei Tage kein Versand.
80.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Bei der Datenmigration für einen CRM-Kunden wurden Kontakte gelöscht, das Backup war defekt. Nacherfassung und Mehrkosten.
98.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Beim Einbau im Serverraum des Kunden rutscht ein Server aus den Schienen und beschädigt das Nachbargerät.
12.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ihr Fernwartungskonto ist übernommen. Forensik, Passwortwechsel bei 40 Kunden und drei Tage Notbetrieb.
35.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Überspannung nach einem Blitzeinschlag: Testserver und zwei Workstations im Büro sind zerstört.
14.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Ein Kunde verweigert die Abnahme und die Zahlung eines Projekts, Sie klagen die letzte Rate ein.
9.000 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 248.000 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Beschreiben Sie Ihre Tätigkeiten genau: Entwicklung, Administration, Hosting, Beratung und Schulung sind in vielen Tarifen einzeln versichert.
Wählen Sie mindestens 500.000 Euro für Vermögensschäden, bei Verträgen mit Konzernen oft 1 bis 3 Mio. Euro, wie es der Rahmenvertrag verlangt.
Achten Sie auf den Einschluss von Rechtsverletzungen wie Urheber-, Marken- und Datenschutzverstößen.
Verhandeln Sie Haftungsgrenzen und schließen Sie entgangenen Gewinn im Vertrag aus, soweit es geht; Vertragsstrafen zahlt keine Versicherung.
Prüfen Sie weltweiten Schutz, wenn Ihre Software im Ausland läuft oder Sie für Kunden in den USA arbeiten.
Sichern Sie Ihre eigenen Zugänge zu Kundennetzen mit Mehrfaktor-Anmeldung; viele Cyberversicherer fragen das vor Vertragsschluss ab.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir lesen IT-Klauseln genau
Als Makler vergleichen wir mehrere Versicherer und prüfen, ob Ihre Tätigkeit, Rechtsverletzungen und Auslandsschutz wirklich im Vertrag stehen.
Schadenbearbeitung aus eigener Hand
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Wir wissen, wie man einen Schaden meldet, damit der Versicherer schnell Forensik und Anwalt stellt.
Firma und Privates zusammen
IT-Haftpflicht, Cyber, Firmenwagen, Berufsunfähigkeit und Altersvorsorge betreuen wir an einer Stelle.
Familienbetrieb seit 1989
Für Sie kostenlos, die Vergütung trägt der Versicherer. Sie haben feste Ansprechpartner, nicht nur ein Kundenportal.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Was ist der Unterschied zwischen IT-Haftpflicht und Betriebshaftpflicht?
Die Betriebshaftpflicht zahlt Personen- und Sachschäden.
Die IT-Haftpflicht zahlt auch reine Vermögensschäden,
etwa Umsatzausfall beim Kunden nach einem Programmierfehler.
Für IT-Dienstleister ist sie der wichtigere Teil.
Was kostet eine IT-Haftpflicht?
Für Freelancer beginnen seriöse Tarife bei etwa 300 Euro im Jahr,
je nach Umsatz und Summe bis zu einigen tausend Euro.
Softwarehäuser mit Team zahlen meist mehrere tausend Euro.
Brauche ich als Freelancer über eine Agentur eine eigene Versicherung?
Ja, meist verlangen Projektvermittler den Nachweis einer eigenen IT-Haftpflicht mit Mindestsumme.
Die Police der Agentur schützt in der Regel nur deren Angestellte.
Sind Abmahnungen wegen Open-Source-Lizenzen versichert?
Wenn Rechtsverletzungen eingeschlossen sind,
übernimmt die Versicherung die Abwehr und berechtigte Forderungen.
Vorsätzliche Verstöße sind nie versichert.
Zahlt die Versicherung Verfügbarkeitsgarantien aus meinem SLA?
In der Regel nicht.
Zusagen über die gesetzliche Haftung hinaus,
Vertragsstrafen und pauschaler Schadenersatz sind ausgeschlossen.
Ist eine Cyberversicherung für IT-Firmen teurer?
Oft ja, weil IT-Dienstleister mit Zugängen zu vielen Kunden ein höheres Risiko tragen.
Mehrfaktor-Anmeldung, Backups außer Haus und dokumentierte Patches senken den Beitrag.
NAMMERT Versicherungsmakler
Angebote für IT-Dienstleister anfordern
Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.