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Versicherungsmakler / Betriebsarten / Beratung und freie Berufe

Versicherungen für Unternehmensberater, Interim-Manager und Coaches

Sie verkaufen Rat, und Rat kann falsch sein. Empfiehlt eine Beraterin ein ungeeignetes Warenwirtschaftssystem oder rechnet ein Businessplan mit veralteten Zahlen, verlangt der Kunde den Schaden zurück. Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht, viele Auftraggeber verlangen den Nachweis aber im Rahmenvertrag. Hier steht, was Sie brauchen und was es kostet.

Versicherungen für Unternehmensberater und Coaches

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Wie hoch muss meine Deckungssumme sein?

Richten Sie sich nach dem größten Schaden, den ein Fehler bei Ihrem wichtigsten Kunden auslösen kann, und nach dem, was Rahmenverträge verlangen. Für Solo-Berater im Mittelstand sind 250.000 bis 500.000 Euro üblich, bei Projekten in Konzernen, IT-Einführungen oder Finanzierungen eher 1 Mio. Euro. Der Sprung von 300.000 auf 1 Mio. Euro kostet oft nur rund 300 Euro im Jahr.

Was in dieser Branche schiefgeht

  1. 01

    Falsche Empfehlung

    Eine Software, ein Standort oder ein Partner wird empfohlen und passt nicht. Umsatzausfälle beim Kunden werden schnell sechsstellig.

  2. 02

    Veraltete Zahlen

    Marktanalyse oder Businessplan beruhen auf alten Daten, die Bank finanziert zu knapp oder gar nicht. Der Kunde fordert den Schaden aus der geplatzten Investition.

  3. 03

    Verpasste Förderfrist

    Wer Förderanträge begleitet, haftet, wenn eine Frist oder ein Nachweis fehlt. Der verlorene Zuschuss ist ein klassischer Vermögensschaden.

  4. 04

    Vertraulichkeit

    Strategiepapiere, Gehaltslisten und Kundendaten gehen per Mail an den falschen Verteiler oder landen auf einem verlorenen Laptop.

  5. 05

    Arbeiten beim Kunden

    Beim Workshop im Kundenbüro kippt der Beamer um, ein Teilnehmer stolpert über ein Kabel: Das sind Personen- und Sachschäden, keine Vermögensschäden.

  6. 06

    Ausfall der eigenen Person

    Als Solo-Berater sind Sie das Produkt. Eine lange Krankheit beendet laufende Projekte und das Einkommen sofort.

Risiko-Radar
Haftung 4Feuer und Wasser 1Diebstahl 2Cyber 3Ausfall 2Gesundheit 3

Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.

Welche Versicherungen Sie brauchen

Unverzichtbar

Berufshaftpflicht

Die Vermögensschadenhaftpflicht zahlt, wenn Ihr Rat beim Kunden Geld kostet, und wehrt unberechtigte Forderungen ab.

Dringend empfohlen

Betriebshaftpflicht

Deckt Personen- und Sachschäden bei Workshops und im Kundenbüro; viele Tarife kombinieren sie günstig mit der Vermögensschadendeckung.

Cyberversicherung

Hilft bei Datenverlust, gehackten Konten und Meldepflichten, wenn Sie vertrauliche Unterlagen Ihrer Kunden speichern.

Berufsunfähigkeit

Sichert Ihr Einkommen, wenn Sie wegen Krankheit nicht mehr beraten können; Selbstständige haben sonst kaum gesetzlichen Schutz.

Sinnvoll je nach Betrieb

D&O-Versicherung

Für Interim-Manager mit Organstellung und Geschäftsführer einer Beratungs-GmbH, die persönlich haften.

Firmenrechtsschutz

Für Honorarstreit und Streit um Vertragsklauseln; die Haftpflicht wehrt nur Forderungen gegen Sie ab.

Elektronikversicherung

Ersetzt Laptop, Tablet und Präsentationstechnik auch unterwegs bei Diebstahl und Bruch.

Was es kostet: Beispielpreise

Der Beitrag richtet sich nach Jahresumsatz, Beratungsfeld und gewählter Deckungssumme. IT- und Finanzberatung sind teurer als Coaching oder Personalentwicklung.

VersicherungBeispielRichtwert
BerufshaftpflichtSolo-Berater, Umsatz 60.000 Euro, 300.000 Euro Deckungetwa 180 bis 350 Euro im Jahr
BerufshaftpflichtSolo-Berater, Umsatz 60.000 Euro, 1 Mio. Euro Deckungetwa 520 bis 900 Euro im Jahr
BerufshaftpflichtBeratung mit fünf Beratern, Umsatz 800.000 Euro, 1 Mio. Euroetwa 1.500 bis 4.000 Euro im Jahr
BetriebshaftpflichtBürohaftpflicht, 3 Mio. Euro, als Baustein zur Vermögensschadendeckungetwa 80 bis 200 Euro im Jahr zusätzlich
CyberversicherungKleine Beratung bis 100.000 Euro Umsatz, 100.000 Euro Deckungetwa 300 bis 500 Euro im Jahr

Zum Vergleich: Eine Vermögensschadenhaftpflicht mit 500.000 Euro Deckung kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei Beraterstunden.

Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen; das Beispiel für die Beratung mit fünf Beratern ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Das genaue Angebot holen wir für Sie ein.

Quellen der Preisbeispiele

Unsere Vorschläge: drei Pakete

01

Solo

Für: Coach, Trainerin oder Berater ohne Angestellte

  • Berufshaftpflicht
  • Betriebshaftpflicht

Zusammen etwa 250 bis 500 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

02

Projekt

Für: Berater mit Konzernkunden, Rahmenverträgen und sensiblen Daten

  • Berufshaftpflicht
  • Betriebshaftpflicht
  • Cyberversicherung
  • Firmenrechtsschutz

Zusammen etwa 1.000 bis 2.200 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

03

Beratungshaus

Für: GmbH mit mehreren Beratern und Geschäftsführung

  • Berufshaftpflicht
  • Betriebshaftpflicht
  • Cyberversicherung
  • D&O-Versicherung
  • Firmenrechtsschutz
  • Elektronikversicherung

Zusammen etwa 3.000 bis 7.500 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

Der schlimmste Tag in der Beratung

Sechs Dinge, die Beratern wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Mittwoch. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.

Schaden bis jetzt185.700 Euro
  1. Ein Handelskunde meldet sich: Das empfohlene Warenwirtschaftssystem fällt ständig aus, er fordert seine Umsatzeinbußen.

    120.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht

  2. Im Workshop beim Kunden stolpert ein Teilnehmer über das Kabel Ihres Beamers und bricht sich das Handgelenk.

    9.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  3. Der Förderantrag, den Sie begleitet haben, war unvollständig. Der Zuschuss für die neue Halle ist verloren.

    40.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht

  4. Ihr Mailkonto ist übernommen, an alle Kunden gehen Rechnungen mit falscher Bankverbindung. Forensik und Benachrichtigung.

    7.500 Euro · Zahlt: Cyberversicherung

  5. Aus dem Auto am Bahnhof werden Laptop und Tablet gestohlen, mitten in der Angebotsphase.

    3.200 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung

  6. Ein Kunde zahlt die Schlussrechnung nicht und behauptet Mängel am Konzept. Sie klagen Ihr Honorar ein.

    6.000 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz

Welches Paket hätten Sie gehabt?

Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 185.700 Euro

Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.

Konkrete Tipps vom Makler

  1. Lesen Sie Rahmenverträge vor der Unterschrift: Verlangt der Kunde eine bestimmte Deckungssumme, muss Ihre Police sie ausdrücklich erreichen.
  2. Lassen Sie sich bestätigen, dass Ihr tatsächliches Beratungsfeld versichert ist, etwa IT-Einführung, Fördermittel oder Personalberatung; allgemeine Formulierungen reichen nicht.
  3. Wählen Sie eine Police mit Rückwärtsdeckung, damit Fehler aus der Zeit vor Vertragsbeginn nicht offen bleiben.
  4. Achten Sie auf weltweiten Schutz, wenn Sie für Kunden im Ausland arbeiten; viele Tarife schließen USA und Kanada aus.
  5. Vermeiden Sie unbegrenzte Haftung im Vertrag und vereinbaren Sie eine Haftungsgrenze in Höhe Ihrer Deckungssumme.
  6. Prüfen Sie als Interim-Manager, ob die Firma, für die Sie arbeiten, Sie in ihre D&O einschließt, oder schließen Sie eine eigene ab.

Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

Wir finden den Tarif für Ihr Beratungsfeld

Als Makler vergleichen wir mehrere Versicherer. Wir achten darauf, dass Ihre tatsächliche Tätigkeit im Vertrag steht und nicht nur ein allgemeines Berufsbild.

Wir kennen die andere Seite des Schadens

In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Wir wissen, welche Unterlagen ein Versicherer bei einem Beratungsfehler sehen will, und helfen beim Aufbereiten.

Betrieb und privat zusammen

Vermögensschadenhaftpflicht, Berufsunfähigkeit, Auto und Altersvorsorge verwalten wir für Sie an einer Stelle.

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Sie zahlen uns nichts, die Vergütung trägt der Versicherer. Und Sie haben feste Ansprechpartner statt einer Hotline.

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Brauche ich als Unternehmensberater eine Berufshaftpflicht?

Gesetzlich nicht, praktisch ja. Beratungsfehler sind reine Vermögensschäden, die eine normale Betriebshaftpflicht nicht zahlt. Viele Auftraggeber schreiben den Nachweis zudem in den Vertrag.

Was kostet die Vermögensschadenhaftpflicht für Berater?

Bei 60.000 Euro Umsatz und 300.000 Euro Deckung ab etwa 180 Euro im Jahr, mit 1 Mio. Euro Deckung ab etwa 520 Euro. Beratungsfeld und Umsatz verändern den Beitrag stark.

Brauchen Coaches die gleiche Versicherung?

Coaches und Trainer haben meist kleinere Vermögensschadenrisiken, dafür mehr Personenkontakt bei Seminaren. Eine Kombination aus Betriebshaftpflicht und kleiner Vermögensschadendeckung passt oft.

Zahlt die Versicherung Vertragsstrafen?

In der Regel nicht. Vertragsstrafen, Garantien und Zusagen über die gesetzliche Haftung hinaus sind ausgeschlossen. Verhandeln Sie solche Klauseln deshalb vor der Unterschrift.

Bin ich als Interim-Manager über die Firma versichert?

Nur wenn Sie in deren D&O als versicherte Person gelten. Mit einer Organstellung als Geschäftsführer haften Sie persönlich, deshalb gehört das vor Projektbeginn geklärt.

Gilt meine Versicherung auch für Projekte im Ausland?

Das hängt vom Tarif ab. Europa ist meist eingeschlossen, weltweite Deckung mit USA und Kanada muss ausdrücklich vereinbart werden.

NAMMERT Versicherungsmakler

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Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

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Betriebshaftpflichtversicherung

Berufshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht

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4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

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Sind meine Mitarbeiter in der Lohn- und Finanzbuchhaltung mitversichert?

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Brauche ich IT-Haftpflicht und Cyberversicherung, oder reicht eine?

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Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige der WZ 2025:

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  • 70.20 Unternehmensberatung
  • 72.20 Forschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und Kunstwissenschaften

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten

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