Versicherungen für Sägewerk, Hobelwerk und Holzindustrie
Späne, Holzstaub und trockene Stapel machen ein Sägewerk zu einem der brandgefährlichsten Betriebe überhaupt. Gleichzeitig laufen Gatter, Bandsägen und Trockenkammern unter hoher Last, und ohne sie steht der Rundholzplatz voll. Hier steht, wie Sie Werk, Holz und Ertrag absichern und was es kostet.
Warum bekommen Sägewerke so schwer eine Feuerversicherung?
Weil Versicherer in Sägewerken mit häufigen und großen Bränden rechnen. Viele verlangen Funkenlöschanlagen in der Absaugung, getrennte Brandabschnitte und Abstand der Lager zum Werk, bevor sie überhaupt anbieten. Wer diese Punkte vorab dokumentiert, bekommt mehr Angebote und bessere Beiträge. Als Makler fragen wir gezielt die Versicherer an, die Holzbetriebe noch zeichnen.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Funken in der Absaugung
Ein Fremdkörper im Stamm schlägt Funken, die Glut wandert in das Spänesilo. Solche Brände beginnen oft Stunden nach Feierabend.
02
Staubexplosion
Feiner Holzstaub in Filtern und Silos kann explodieren und ganze Gebäudeteile zerstören.
03
Trockenkammer überhitzt
Fällt die Regelung aus, verbrennt oder reißt das Holz in der Kammer, im schlimmsten Fall brennt die Kammer.
04
Gatter und Bandsäge
Ein Metallsplitter im Stamm zerstört Sägeblatt und Führung. Große Aggregate haben lange Lieferzeiten.
05
Stürme und Holzpreise
Nach Sturmwürfen gibt es viel Holz, aber auch umgestürzte Stapel und beschädigte Dächer auf dem eigenen Platz.
06
Schwere Unfälle
Rückschlag an der Säge, rollende Stämme, Stapler auf dem Platz: Die Holzindustrie hat viele schwere Arbeitsunfälle.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Zahlt zusätzlich zur Berufsgenossenschaft bei bleibenden Verletzungen an Händen und Beinen.
Was es kostet: Beispielpreise
In der Holzindustrie macht die Feuerversicherung den größten Teil des Beitrags aus. Sie hängt von Brandschutz, Bauweise, Abständen und der Menge an Holz auf dem Platz ab.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Kleiner Lohnschnittbetrieb mit zwei Beschäftigten
etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Sägewerk mit 30 Beschäftigten und Hobelwerk
etwa 2.500 bis 6.000 Euro im Jahr
Inhaltsversicherung
Sägelinie, Trockenkammern und Vorräte im Wert von 2 Mio. Euro
etwa 6.000 bis 16.000 Euro im Jahr
Betriebsunterbrechung
Ertragsausfall mit 24 Monaten Haftzeit
etwa 2.500 bis 7.000 Euro im Jahr
Maschinenversicherung
Gatter, Bandsäge und Hobelmaschine mit 900.000 Euro Neuwert
etwa 3.000 bis 8.000 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Der Grundschutz aus Haftpflicht, Feuer und Ertragsausfall kostet ein mittleres Sägewerk im Jahr ungefähr so viel wie 60 bis 100 Kubikmeter Fichtenschnittholz.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026.
Für Sägewerke gibt es kaum veröffentlichte Tarife,
weil jeder Betrieb nach Besichtigung kalkuliert wird.
Die Spannen stammen aus unserer Angebotspraxis und aus Beispielen vergleichbarer Betriebe.
Sechs Schäden, wie sie in Sägewerken vorkommen, zusammengelegt auf einen trockenen Augusttag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt2.419.800 Euro
Ein alter Granatsplitter im Eichenstamm zerstört Blatt und Rollen der Blockbandsäge.
21.000 Euro · Zahlt: Maschinenversicherung
Staub aus der Späneanlage legt sich auf die Autos auf dem Nachbarparkplatz, der Lack ist beschädigt.
7.800 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Die Regelung der Trockenkammer fällt aus. 80 Kubikmeter Lärche reißen und sind nur noch Brennholz.
26.000 Euro · Zahlt: Maschinenversicherung
Gelieferte Dachlatten waren falsch sortiert und brechen auf einer Baustelle. Ein Dachdecker stürzt.
65.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Glut aus der Absaugung setzt das Spänesilo und die Halle in Brand.
1.400.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Bis die neue Sägelinie steht, vergehen 14 Monate. Kunden und Löhne müssen gehalten werden.
900.000 Euro · Zahlt: Betriebsunterbrechung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 2.419.800 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Investieren Sie in Funkenerkennung und Löschanlage in der Absaugung; viele Versicherer zeichnen ohne sie nicht oder nur mit hohem Selbstbehalt.
Versichern Sie Rund- und Schnittholz auf dem Freilager ausdrücklich mit eigener Summe und prüfen Sie den Sturmeinschluss.
Wählen Sie im Ertragsausfall mindestens 24 Monate Haftzeit; der Wiederaufbau einer Sägelinie dauert lange.
Rechnen Sie Aufräumkosten und Abbruch hoch genug ein; nach einem Sägewerksbrand ist allein die Entsorgung sechsstellig.
Prüfen Sie die Produkthaftpflicht für Bauholz und Konstruktionsvollholz, besonders wenn Sie Festigkeitsklassen sortieren.
Melden Sie Photovoltaik auf den Hallendächern mit an, sie verändert die Brandbewertung und muss eigens versichert sein.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir kennen die Versicherer, die Holz noch zeichnen
Der Markt für Sägewerke ist klein. Als Makler fragen wir gezielt mehrere Versicherer an und bereiten Brandschutzunterlagen so auf, dass Angebote zustande kommen.
Wir begleiten jeden Schaden
In der Bootsversicherung entwickeln wir das Deckungskonzept selbst und nehmen Schäden selbst auf. Das hilft, wenn nach einem Großbrand Werte und Ausfallzeiten verhandelt werden.
Werk, Wald und Fuhrpark
Viele Sägewerke haben auch Wald oder Lohnunternehmen. Wir bündeln das bei einem Ansprechpartner.
Familienbetrieb seit 1989
Holzbetriebe sind oft seit Generationen in Familienhand, wir seit 1989. Unsere Arbeit kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Was kostet eine Feuerversicherung für ein Sägewerk?
Das hängt stark von Brandschutz und Werten ab.
Für ein mittleres Werk mit 2 Mio.
Euro Inhalt sind 6.000 bis 16.000 Euro im Jahr ein realistischer Rahmen.
Ist Holz auf dem Lagerplatz versichert?
Nur wenn es ausdrücklich im Vertrag steht.
Freilager werden oft mit eigener Summe und eigenen Bedingungen für Sturm und Brand versichert.
Deckt die Maschinenversicherung Fremdkörper im Stamm?
Ja, Schäden durch Fremdkörper sind ein typischer Fall der Maschinenversicherung.
Verschleißteile wie Sägeblätter werden aber oft nur als Folgeschaden ersetzt.
Warum ist der Ertragsausfall so wichtig?
Nach einem Großbrand sind Kunden schnell bei anderen Werken.
Der Ertragsausfall zahlt Löhne und Fixkosten weiter, damit Sie Mitarbeiter und Kunden halten.
Haften wir für Staub beim Nachbarn?
Ja, wenn der Staub Sachen beschädigt oder Grenzwerte überschritten werden.
Das zahlt die Betriebshaftpflicht, schrittweise Immissionen können aber ausgeschlossen sein.
Wer zahlt bei einem Unfall an der Säge?
Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall zahlt Behandlung, Reha und Rente.
Eine Gruppenunfallversicherung kann eine zusätzliche Kapitalleistung bringen.
NAMMERT Versicherungsmakler
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Die empfohlenen Versicherungen sind angekreuzt.
Ändern Sie, was nicht passt; wir vergleichen.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.