Versicherungen für Taxi, Mietwagen mit Fahrer und Fahrdienste
Ein Taxi fährt im Jahr so viel wie drei Privatautos, meist in der Stadt, oft nachts und immer mit Fremden an Bord. Deshalb kostet die Versicherung mehr, und deshalb lohnt der Vergleich besonders. Hier steht, was Pflicht ist, was es kostet und wo Taxiunternehmer Geld verschenken.
Warum kostet ein Taxi so viel mehr als mein Privatwagen?
Weil ein Taxi viel mehr fährt, meist in der Stadt, oft nachts und mit wechselnden Fahrern, und weil Fahrgäste jederzeit verletzt werden können. Versicherer führen Taxis deshalb in eigenen Tarifen. Günstiger wird es mit hoher Schadenfreiheitsklasse, festem Fahrerkreis, Selbstbeteiligung und einem Vergleich: Für dasselbe Fahrzeug liegen die Angebote oft mehrere hundert Euro auseinander.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Unfall mit Fahrgästen
Auffahrunfall im Berufsverkehr, Schleudertrauma auf der Rückbank: Verletzte Fahrgäste fordern Schmerzensgeld und Verdienstausfall.
02
Stillstand nach dem Unfall
Das Taxi steht in der Werkstatt, die Konzession verdient nichts, Fahrerlohn und Leasing laufen weiter.
03
Übergriffe und Raub
Nachtschichten, Bargeld, Fahrgäste unter Alkohol: Fahrer werden bedroht, verletzt oder ausgeraubt.
04
Fahrgastschäden am Fahrzeug
Beschmutzte Sitze, zerkratzte Türen, liegen gelassenes Gepäck mit Streit um den Wert.
05
Wechselnde Fahrer
Mehrere Fahrer je Taxi erhöhen das Risiko. Nicht gemeldete Fahrer können im Schaden zu Kürzungen führen.
06
Konzession und Recht
Streit mit der Genehmigungsbehörde, Bußgelder, arbeitsrechtliche Fragen mit Fahrern: Taxiunternehmer brauchen oft einen Anwalt.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Nicht vorgeschrieben, aber von Genehmigungsbehörden erwartet: für Schäden außerhalb des Fahrens, etwa beim Tragen von Gepäck oder Helfen beim Einsteigen.
Für Funkzentralen und Fahrdienste mit App, Buchungsdaten und Zahlungsabwicklung.
Was es kostet: Beispielpreise
Taxiversicherungen hängen stark von Region, Schadenfreiheitsklasse, Fahrerkreis und Selbstbeteiligung ab. Dieselbe Limousine kostet in München deutlich mehr als im Landkreis.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Kfz-Versicherung
Taxi-Kombi, Schadenfreiheitsklasse 25, nur Haftpflicht, 1.000 Euro Selbstbeteiligung, ländlich
ab etwa 450 Euro im Jahr
Kfz-Versicherung
Taxi-Kombi, Schadenfreiheitsklasse 25, nur hauptberufliche Fahrer, Berlin bis Frankfurt
etwa 850 bis 1.050 Euro im Jahr
Kfz-Versicherung
Taxi mit Haftpflicht und Vollkasko, mittlere Schadenfreiheitsklasse, Großstadt
etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Taxiunternehmen mit drei Konzessionen, 3 bis 5 Mio. Euro Deckung
etwa 150 bis 400 Euro im Jahr
Firmenrechtsschutz
Taxiunternehmer mit Verkehrs- und Arbeitsrechtsschutz
etwa 400 bis 900 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Kfz-Haftpflicht eines Großstadttaxis kostet im Jahr ungefähr so viel wie drei bis vier gute Schichten an Umsatz.
Die beiden ersten Beispiele stammen aus öffentlich genannten Tarifbeispielen eines spezialisierten
Vermittlers (Stand 2026);
die übrigen Werte sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis ohne Versicherungsteuer.
Ihr Beitrag hängt von Fahrzeug, Region und Schadenverlauf ab.
Sechs Dinge, die Taxiunternehmer wirklich erleben, alle in einer Freitagsschicht. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt39.500 Euro
Auffahrunfall auf dem Weg zum Flughafen. Der Fahrgast klagt über Nackenschmerzen und fällt zwei Wochen aus.
9.500 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Die Heckklappe des vorderen Wagens und die Front des Taxis sind beschädigt.
7.800 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Beim Einladen eines Rollators stürzt eine ältere Fahrgästin am Bordstein.
6.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Radfahrer wird beim Aussteigen eines Fahrgasts von der Tür getroffen.
11.000 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Die Gegenseite bestreitet nach dem Unfall vom Morgen jede Schuld, ein Anwalt wird nötig.
2.800 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Ein betrunkener Fahrgast tritt gegen die Tür, Delle und Lackschaden.
1.900 Euro · Zahlt: Kfz-Versicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 39.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Wählen Sie in der Kfz-Haftpflicht eine hohe Pauschaldeckung, üblich sind 100 Mio. Euro; der gesetzliche Mindestbetrag reicht bei schweren Personenschäden nicht.
Melden Sie alle Fahrer und deren Alter; nicht gemeldete Fahrer können im Schaden zu Rückforderungen führen.
Eine höhere Selbstbeteiligung in der Kasko senkt den Beitrag spürbar, kleine Schäden zahlen viele Unternehmer ohnehin selbst.
Vandalismus durch Fahrgäste ist nur in der Vollkasko versichert; bei Nachtbetrieb lohnt sie sich deshalb eher.
Prüfen Sie ab drei Fahrzeugen einen Flottenvertrag, besonders wenn einzelne Fahrzeuge schlechte Schadenfreiheitsklassen haben.
Mietwagen mit Fahrer brauchen denselben Schutz wie Taxis; die Nutzung muss dem Versicherer als Personenbeförderung gemeldet sein.
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Nicht jeder Versicherer schreibt Taxen. Als Makler fragen wir die an, die es tun, und legen Ihnen Haftpflicht, Kasko und Selbstbeteiligung nebeneinander.
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Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Welche Versicherung ist für ein Taxi Pflicht?
Die Kfz-Haftpflicht mit mindestens 7,5 Mio.
Euro für Personenschäden, 1,3 Mio.
Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden.
Empfehlenswert sind deutlich höhere Pauschalsummen.
Was kostet eine Taxiversicherung?
Die Haftpflicht beginnt bei sehr guter Schadenfreiheitsklasse bei etwa 450 Euro im Jahr auf dem
Land und liegt in Großstädten meist bei 850 bis 1.050 Euro.
Mit Vollkasko sind 1.500 bis 3.500 Euro üblich.
Kann ich meinen Schadenfreiheitsrabatt vom Privatwagen übernehmen?
Bei vielen Versicherern ja, zum Teil mit Abschlägen.
Das kann den Beitrag des ersten Taxis erheblich senken und gehört zum Vergleich dazu.
Brauche ich als Taxiunternehmer eine Betriebshaftpflicht?
Gesetzlich nicht, aber Genehmigungsbehörden erwarten sie oft.
Sie deckt Schäden, die nicht beim Fahren entstehen, etwa beim Tragen von Gepäck.
Sind meine Fahrer bei der Arbeit unfallversichert?
Angestellte Fahrer über die BG Verkehr.
Als Unternehmer sind Sie es nur,
wenn Sie sich dort freiwillig versichern oder eine private Unfallversicherung haben.
Gilt das auch für Mietwagen mit Fahrer und Fahrdienste?
Ja, auch hier ist die Kfz-Haftpflicht Pflicht,
und die Nutzung zur Personenbeförderung muss im Vertrag stehen.
Private Tarife gelten dafür nicht.
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