Versicherungen für Zahnarztpraxen und Kieferorthopäden
Eine Zahnarztpraxis ist eine kleine Klinik: Behandlungseinheiten, digitales Röntgen, Scanner und Fräse, dazu Implantate, Narkose und Chirurgie. Die Berufshaftpflicht ist Pflicht, die teuren Lücken liegen oft woanders: eine Behandlungseinheit, die nach einem Wasserschaden ausfällt, eine Woche Praxisausfall oder ein Angriff auf die Röntgenbilder. Hier steht, was Sie brauchen und was es kostet.
Zahlt die Berufshaftpflicht, wenn ein Implantat nicht hält?
Nicht für das Implantat selbst. Ein Implantat, das nicht einheilt, ist zunächst ein Behandlungsrisiko und keine Haftung; die Neuversorgung ist eine Frage von Gewährleistung und Kulanz. Die Berufshaftpflicht zahlt, wenn Sie einen Fehler gemacht haben und der Patient dadurch einen Gesundheitsschaden hat, etwa einen verletzten Nerv, eine Entzündung durch mangelhafte Hygiene oder eine fehlende Aufklärung. Sie wehrt auch unberechtigte Forderungen ab.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Chirurgie und Implantate
Nervverletzungen, Kieferhöhlenperforation und Infektionen nach Implantationen gehören zu den teuren Haftpflichtfällen in der Zahnmedizin.
02
Aufklärung und Kostenplan
Fehlt die dokumentierte Aufklärung über Risiken und Alternativen, haften Sie auch ohne Behandlungsfehler.
03
Wasser an jeder Einheit
Jede Behandlungseinheit hat Wasser- und Absauganschlüsse. Ein Leck unter dem Boden richtet schnell große Schäden an.
04
Teure Technik
Behandlungseinheiten, DVT, Intraoralscanner und Fräse kosten schnell mehrere hunderttausend Euro.
05
Röntgenbilder und Daten
Digitale Röntgenbilder, Praxisverwaltung und Abrechnung sind ein Ziel für Erpressung, mit Meldepflicht nach der DSGVO.
06
Rücken, Augen, Nadelstiche
Zwangshaltung am Stuhl, Nadelstichverletzungen und Allergien auf Materialien betreffen Zahnärzte und Team.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Zahnmedizinische Fachangestellte sind gesucht; eine betriebliche Altersvorsorge hilft, sie zu halten.
Was es kostet: Beispielpreise
Allgemeinzahnärzte zahlen für die Berufshaftpflicht deutlich weniger als Oralchirurgen und Kieferorthopäden mit Chirurgie. Teurer als in vielen Arztpraxen ist dafür die Sachversicherung, weil die Technik mehr wert ist.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Berufshaftpflicht
Allgemeine Zahnheilkunde, Erstniederlassung
etwa 350 bis 900 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Etablierte Praxis mit Implantologie und angestellten Zahnärzten
etwa 1.500 bis 5.000 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Oralchirurgie oder Kieferorthopädie mit Eingriffen
etwa 5.000 bis 10.000 Euro im Jahr und mehr
Inhaltsversicherung
Praxisinventar mit drei Einheiten im Wert von 350.000 Euro
etwa 700 bis 1.600 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
DVT, Scanner und Röntgen im Wert von 150.000 Euro
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Der Grundschutz aus Berufshaftpflicht und Praxisinventar kostet im Jahr ungefähr so viel wie ein bis zwei Vollkeramikkronen.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026,
aus öffentlich genannten Tarifbeispielen und unserer Angebotspraxis.
Die Beiträge der Berufshaftpflicht hängen stark vom Behandlungsspektrum ab;
Sechs Dinge, die in Zahnarztpraxen wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Donnerstag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt147.000 Euro
Unter Behandlungszimmer 2 ist über Nacht ein Wasserschlauch geplatzt. Einheit und Fußboden sind durchnässt.
42.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Das DVT meldet einen Fehler nach einem Spannungsstoß, die Röhre ist defekt.
18.000 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Nach einer Weisheitszahnentfernung hat ein Patient ein taubes Kinn. Er wirft fehlende Aufklärung vor.
35.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Die Praxissoftware ist verschlüsselt, Röntgenbilder und Abrechnung sind nicht erreichbar.
22.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Beim Anpassen einer Brücke fällt ein Instrument in den Rachen, der Patient muss in die Klinik.
6.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Die Praxis bleibt nach dem Wasserschaden eine Woche nur halb besetzt, Gehälter und Leasing laufen weiter.
24.000 Euro · Zahlt: Betriebsunterbrechung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 147.000 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Passen Sie die Deckungssumme an § 95e SGB V an, sobald Sie Zahnärzte anstellen: dann gelten 5 statt 3 Millionen Euro je Fall.
Nennen Sie alle Leistungen im Vertrag: Implantologie, Sedierung, Laser, ästhetische Behandlungen wie Unterspritzungen und ein eigenes Praxislabor.
Versichern Sie DVT, Scanner und Einheiten über eine Elektronikversicherung mit Neuwert, auch geleaste Geräte.
Prüfen Sie die Praxisausfallversicherung auf einen Tagessatz, der Gehälter, Miete und Leasing wirklich deckt.
Achten Sie auf eine lange Nachhaftung, wenn Sie die Praxis abgeben: Ansprüche aus Behandlungen können Jahre später kommen.
Sichern Sie Röntgenbilder und Praxisdaten täglich getrennt vom Netz, das verlangen viele Cyberversicherer.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir sehen auf Ihr Behandlungsspektrum
Als Makler vergleichen wir mehrere Versicherer und achten darauf, dass Implantologie, Sedierung und ästhetische Leistungen im Vertrag stehen, bevor es ein Patient prüft.
Wir begleiten jeden Schaden
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Wir wissen, wie ein Versicherer nach einem Wasserschaden Geräte und Ausfall bewertet.
Praxis, Labor und Privates zusammen
Berufshaftpflicht, Praxistechnik, Vorsorge fürs Team und Ihre private Absicherung laufen bei einem Ansprechpartner zusammen.
Seit 1989 in Familienhand
Unsere Beratung ist kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer. Sie erreichen Menschen, die Ihre Praxis kennen.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Ist die Berufshaftpflicht für Zahnärzte Pflicht?
Ja.
Die Berufsordnungen der Landeszahnärztekammern schreiben sie vor,
und für Vertragszahnärzte legt § 95e SGB V Mindestsummen fest: 3 Millionen Euro je Fall,
mit angestellten Zahnärzten 5 Millionen.
Was kostet die Berufshaftpflicht für Zahnärzte?
Bei Erstniederlassung ab etwa 350 Euro im Jahr,
etablierte Allgemeinpraxen meist 1.500 bis 5.000 Euro.
Oralchirurgen und Kieferorthopäden mit Chirurgie zahlen deutlich mehr.
Sind geleaste Behandlungseinheiten versichert?
Oft verlangt der Leasinggeber eine eigene Versicherung.
Nehmen Sie geleaste Geräte in die Elektronik- oder Inhaltsversicherung auf und prüfen Sie,
wer im Schaden das Geld bekommt.
Bin ich für Fehler meines Praxislabors versichert?
Wenn das Labor im Vertrag steht, ja.
Ein eigenes Praxislabor, das Zahnersatz herstellt, muss ausdrücklich genannt sein.
Brauche ich eine Praxisausfallversicherung?
Wenn die Praxis ohne Sie nicht läuft, fast immer.
Sie zahlt die Kosten weiter, wenn Sie krank sind oder die Praxis nach einem Schaden ruht.
Sind meine ZFA bei der Arbeit versichert?
Ja, über die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW),
auch bei Nadelstichverletzungen.
Sie selbst können sich dort freiwillig versichern.
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Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.