Eine Druckmaschine steht still, und mit ihr der ganze Betrieb. Dazu Papier, Lösemittel und Farbe unter einem Dach, und Kunden, die für jeden Fehldruck eine Rechnung schicken. Hier steht, was eine Druckerei versichern sollte und was es kostet.
Zahlt die Versicherung, wenn wir einen Auftrag falsch drucken?
Den eigenen Neudruck zahlt keine Versicherung, das ist Ihr Unternehmerrisiko. Entsteht dem Kunden darüber hinaus ein Schaden, etwa weil ein Mailing mit falschem Datum verschickt wurde oder vom Kunden gelieferte Verpackungen verdorben sind, kann die Betriebshaftpflicht zahlen, wenn Bearbeitungs- und Vermögensschäden eingeschlossen sind. Genau diese Einschlüsse fehlen in Standardtarifen oft.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Maschinenschaden
Ein Fremdkörper im Druckwerk, ein Lagerschaden, ein Bedienfehler: Ersatzteile kommen aus dem Ausland, die Maschine steht Wochen.
02
Brand
Papier, Lösemittel, Farben und heiße Trockner unter einem Dach. Ein Brand in der Druckerei greift schnell auf das ganze Gebäude über.
03
Fehldruck mit Folgen
Falsche Preise im Beileger, ein vertauschter Barcode auf Etiketten: Der Kunde verlangt mehr als den Neudruck, etwa Porto und entgangenen Umsatz.
04
Kundenware
Veredelung, Bedrucken von Textilien oder Verpackungen: Wird Material des Kunden verdorben, geht es um dessen Wert.
05
Hände in der Maschine
Schneidemaschinen, Falzmaschinen und Walzen gehören zu den unfallträchtigsten Arbeitsplätzen im Gewerbe.
06
Druckdaten
Druckvorstufe und Webshop halten Kundendaten. Ein Verschlüsselungsangriff stoppt die Produktion und berührt den Datenschutz.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Ergänzt den Schutz der Berufsgenossenschaft für Mitarbeiter an Schneide- und Falzmaschinen, auch in der Freizeit.
Was es kostet: Beispielpreise
Am meisten kosten Maschinen und Ertragsausfall, weil dort das große Geld steckt. Die Haftpflicht ist vergleichsweise günstig, solange keine Verpackungen für Lebensmittel oder Arzneien gedruckt werden.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Copyshop mit ein bis zwei Mitarbeitern, 3 Mio. Euro Deckung
etwa 150 bis 350 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Offsetdruckerei mit acht Mitarbeitern, Bearbeitungsschäden eingeschlossen
etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr
Maschinenversicherung
Druckmaschine im Wert von 300.000 Euro
etwa 1.500 bis 3.500 Euro im Jahr
Inhaltsversicherung
Einrichtung, Papier und Ware 250.000 Euro
etwa 600 bis 1.400 Euro im Jahr
Betriebsunterbrechung
Ertragsausfall zwölf Monate, 500.000 Euro Deckungsbeitrag
etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Betriebshaftpflicht eines Copyshops kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei bis drei bedruckte Roll-ups für einen Messestand.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026.
Die Maschinenwerte orientieren sich an veröffentlichten Beispielbeiträgen von etwa 1 Prozent des
Versicherungswerts für fahrbare Geräte; stationäre Maschinen liegen meist darunter.
Die übrigen Werte sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis.
Sechs Ereignisse, die Druckereien tatsächlich kennen, alle an einem Donnerstag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt281.500 Euro
Ein Schraubenschlüssel gerät ins Druckwerk. Zylinder und Gummituchwalze sind beschädigt.
48.000 Euro · Zahlt: Maschinenversicherung
Die Maschine steht vier Wochen, Aufträge gehen an die Konkurrenz, Löhne und Leasing laufen weiter.
65.000 Euro · Zahlt: Betriebsunterbrechung
Auf 200.000 Beilegern steht ein falsches Aktionsdatum. Der Handelskunde verlangt Porto und Verteilkosten.
23.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Der Workflowserver ist verschlüsselt, die Druckvorstufe steht still.
16.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Bei der Veredelung werden 5.000 gelieferte Faltschachteln eines Kunden unbrauchbar.
9.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Lösemittelgetränkte Putzlappen entzünden sich, das Papierlager brennt.
120.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 281.500 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Lassen Sie Bearbeitungsschäden an Kundenware und Vermögensschäden aus Druckfehlern ausdrücklich in die Betriebshaftpflicht schreiben.
Versichern Sie Druckmaschinen zum Neuwert in der Maschinenversicherung und melden Sie jede Neuanschaffung sofort.
Stimmen Sie Betriebsunterbrechung und Maschinenversicherung aufeinander ab, damit auch der Stillstand nach Maschinenbruch gedeckt ist.
Wer Verpackungen für Lebensmittel oder Arzneien druckt, braucht eine erweiterte Produkthaftpflicht mit Rückrufkosten.
Lagern Sie Lösemittel und ölige Lappen in geprüften Behältern; Brandschutzauflagen des Versicherers sind oft Voraussetzung für die Leistung.
Prüfen Sie Leasingverträge: Oft ist der Leasinggeber als Versicherter einzutragen.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir rechnen Stillstand mit
Maschinenbruch und Ertragsausfall gehören in einer Druckerei zusammen. Als Makler vergleichen wir mehrere Versicherer und achten darauf, dass zwischen den Verträgen keine Lücke bleibt.
Wir wissen, wie Schadenbearbeitung läuft
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Diese Erfahrung hilft, wenn Gutachter über Neuwert oder Reparatur einer Druckmaschine verhandeln.
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Maschinen, Halle, Fahrzeuge, Mitarbeitervorsorge und Ihre privaten Verträge laufen bei uns zusammen.
Seit 1989 ein Familienbetrieb
Wie viele Druckereien sind auch wir ein Familienbetrieb. Unsere Beratung kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Was kostet eine Versicherung für eine Druckerei?
Ein Copyshop kommt mit etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr aus.
Eine Druckerei mit großer Maschine und Ertragsausfall liegt meist bei 3.000 bis 7.500 Euro.
Brauche ich eine Maschinenversicherung, wenn ich eine Inhaltsversicherung habe?
Ja.
Die Inhaltsversicherung zahlt bei Feuer, Wasser und Einbruch, nicht aber bei Bedienfehlern,
Fremdkörpern oder Maschinenbruch.
Das sind in der Druckerei die häufigeren Schäden.
Ist ein Fehldruck versichert?
Der eigene Neudruck nicht.
Folgeschäden beim Kunden können über die Betriebshaftpflicht laufen,
wenn Vermögens- und Bearbeitungsschäden eingeschlossen sind.
Welche Berufsgenossenschaft ist zuständig?
Die BG ETEM.
Sie ist Pflicht für jeden Betrieb mit Angestellten und hat eigene Regeln für Schneide- und
Druckmaschinen.
Muss ich meine geleaste Druckmaschine selbst versichern?
Meist ja,
der Leasingvertrag schreibt eine Maschinenversicherung vor und der Leasinggeber wird als
Versicherter eingetragen.
Deckt die Versicherung Ausfall nach einem Maschinenschaden?
Nur wenn eine Betriebsunterbrechung für Maschinenbruch vereinbart ist.
Die klassische Ertragsausfallversicherung deckt oft nur Feuer, Wasser und Einbruch.
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Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.