Versicherungen für Hausverwaltung, WEG-Verwaltung und Mietverwaltung
Ein Verwalter bewegt fremdes Geld und trifft Entscheidungen über fremde Gebäude. Eine vergessene Gewährleistungsfrist, ein falsch umgesetzter Beschluss oder eine abgelaufene Gebäudeversicherung, und die Eigentümer fordern Schadenersatz. Für Wohnimmobilienverwalter ist die Vermögensschadenhaftpflicht deshalb Pflicht; was daneben sinnvoll ist, steht hier.
Für die Erlaubnis ja, für die Praxis oft nicht. Ein einziger Fall, etwa eine versäumte Gewährleistungsfrist bei einem neuen Dach oder ein falsch vergebener Sanierungsauftrag, kann bei großen Anlagen sechsstellig werden. Ab einigen hundert Einheiten empfehlen wir 1 Mio. Euro je Schaden oder mehr. Der Mehrbeitrag ist meist klein.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Fristen und Gewährleistung
Mängel am Gemeinschaftseigentum werden zu spät gerügt, die Gewährleistung ist abgelaufen. Die Eigentümer verlangen die Sanierungskosten vom Verwalter.
02
Beschlüsse falsch umgesetzt
Ein Auftrag wird ohne gültigen Beschluss vergeben, ein Angebot zu teuer angenommen, eine Sonderumlage falsch verteilt. Seit dem WEG-Recht von 2020 haben Verwalter mehr Befugnisse und mehr Verantwortung.
03
Fehlende Versicherung des Hauses
Die Gebäudeversicherung ist gekündigt oder unterversichert, dann kommt der Wasserschaden. Die Lücke fällt auf den Verwalter zurück.
04
Fremdes Geld
Hausgeldkonten, Rücklagen und Mietkautionen: Veruntreuung durch eigene Mitarbeiter und Betrug per gefälschter Rechnung sind reale Risiken.
05
Datenschutz und Cyberangriffe
Kontodaten, Mieterakten, Verbrauchswerte: Eine gehackte Verwaltersoftware betrifft tausende Menschen und legt Abrechnungen lahm.
06
Verkehrssicherung
Winterdienst, lose Geländer, defekte Spielplätze: Der Verwalter muss sie organisieren. Stürzt jemand, wird oft auch er in Anspruch genommen.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Die Vermögensschadenhaftpflicht ist für WEG- und Mietverwalter von Wohnraum gesetzliche Pflicht und deckt Fehler bei Fristen, Beschlüssen und Abrechnungen.
Hilft, gute Buchhalter und Objektbetreuer zu halten, die in der Branche knapp sind.
Was es kostet: Beispielpreise
Die Pflichtversicherung richtet sich vor allem nach dem Umsatz und der Zahl der verwalteten Einheiten. Für kleine und mittlere Verwaltungen sind die Beiträge überschaubar, mit höherer Deckung und Vertrauensschaden wird es entsprechend mehr.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Berufshaftpflicht
Verwalter mit 40 Einheiten und 50.000 Euro Umsatz, 500.000 Euro Deckung
etwa 120 bis 250 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Verwalter mit 300 Einheiten und 110.000 Euro Umsatz, 500.000 Euro Deckung
etwa 230 bis 460 Euro im Jahr
Berufshaftpflicht
Verwaltung mit 1.500 Einheiten und 500.000 Euro Umsatz
etwa 670 bis 1.200 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Büro mit bis zu fünf Mitarbeitern
etwa 80 bis 200 Euro im Jahr
Cyberversicherung
Hausverwaltung mit rund 500.000 Euro Umsatz, 500.000 Euro Deckung
etwa 500 bis 900 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Pflicht-Vermögensschadenhaftpflicht und Betriebshaftpflicht eines kleinen Verwalters kosten zusammen im Jahr etwa so viel, wie er für die Verwaltung einer einzigen Eigentumswohnung im Jahr bekommt.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026,
aus öffentlich genannten Tarifbeispielen von Vergleichsportalen und unserer Angebotspraxis.
Mit 1 Mio.
Euro Deckung je Schaden steigt der Beitrag um etwa ein Drittel bis die Hälfte.
Sechs Dinge, die Verwaltern wirklich passieren. Hier alle an einem einzigen Montag. Tippen Sie sich durch den Tag und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt147.400 Euro
Die Eigentümer einer WEG fordern die Kosten für die Flachdachsanierung, weil der Verwalter die Mängel erst nach Ablauf der Gewährleistung gerügt hat.
85.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Eine Mieterin stürzt auf dem vereisten Weg vor einem verwalteten Haus. Der Winterdienst war nicht beauftragt.
14.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Die Verwaltersoftware ist verschlüsselt, Abrechnungen und Kontodaten von 800 Eigentümern sind betroffen.
28.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Ein Beschluss zur Fassadensanierung wird angefochten, weil die Einladung fehlerhaft war. Neue Versammlung, Gutachter, Verzugskosten beim Handwerker.
12.000 Euro · Zahlt: Berufshaftpflicht
Eine Eigentümergemeinschaft beruft Sie vorzeitig ab. Sie klagen auf Ihre Vergütung für die restliche Vertragslaufzeit.
7.500 Euro · Zahlt: Firmenrechtsschutz
Ein Objektbetreuer tritt beim Rundgang eine morsche Kellertür ein, die Tür eines Mieters ist beschädigt.
900 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 147.400 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Wählen Sie mindestens 1 Mio. Euro je Schaden, sobald Sie Anlagen mit mehr als 100 Einheiten verwalten. Die Pflichtsumme ist nur die Untergrenze.
Achten Sie auf die Mitversicherung von Tätigkeiten als Mietverwalter für Gewerbe, Sondereigentumsverwalter und Baubetreuer, wenn Sie das anbieten.
Schließen Sie eine Vertrauensschadenversicherung gegen Veruntreuung durch Mitarbeiter ab. Sie ist eine eigene Deckung und nicht Teil der Vermögensschadenhaftpflicht.
Führen Sie einen Fristenkalender für Gewährleistung und Versicherungsverträge der Objekte und prüfen Sie jährlich die Gebäudesumme.
Prüfen Sie, ob Ihr Vertrag nach der Kündigung eine Nachhaftung hat, denn Fehler werden oft erst Jahre später entdeckt.
Denken Sie an die Weiterbildungspflicht von 20 Stunden in drei Jahren nach § 34c GewO; ohne Nachweis gefährden Sie die Erlaubnis.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Wir kennen Erlaubnispflichten
Als Versicherungsmakler arbeiten wir selbst unter einer Gewerbeerlaubnis mit Pflichtversicherung und Weiterbildungsnachweis. Wir wissen, was eine Aufsicht sehen will.
Mehrere Versicherer im Vergleich
Bei der Vermögensschadenhaftpflicht unterscheiden sich Tarife bei Nachhaftung, Ausschlüssen und Mitversicherung der Sondereigentumsverwaltung. Wir legen die Angebote nebeneinander.
Schaden verstehen wir von innen
In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Das hilft Ihnen, wenn Eigentümer Forderungen stellen und der Versicherer die Pflichtverletzung prüft.
Auch für die Objekte
Gebäude-, Haftpflicht- und Elementarversicherungen Ihrer WEG vergleichen wir gern mit. Seit 1989 ein Familienbetrieb, kostenlos für Sie.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Ist die Vermögensschadenhaftpflicht für WEG-Verwalter Pflicht?
Ja.
Wer das gemeinschaftliche Eigentum von Wohnungseigentümern oder für Dritte Mietwohnungen
verwaltet, ist Wohnimmobilienverwalter nach § 34c GewO und muss nach § 15 MaBV mindestens 500.000
Euro je Schaden und 1 Mio.
Euro im Jahr versichern.
Gilt die Pflicht auch für Gewerbeimmobilien?
Nein, die Pflicht betrifft Wohnimmobilien.
Wer nur Büros und Läden verwaltet, braucht keine Erlaubnis nach § 34c GewO,
sollte die Vermögensschadenhaftpflicht aber trotzdem haben.
Was kostet die Versicherung für eine Hausverwaltung?
Die Pflichtversicherung beginnt für kleine Verwalter bei etwa 120 Euro im Jahr.
Eine Verwaltung mit einigen hundert Einheiten zahlt für Vermögensschaden, Betriebshaftpflicht,
Cyber und Rechtsschutz meist 1.000 bis 2.000 Euro.
Wer zahlt, wenn ein Mitarbeiter Hausgeld veruntreut?
Nicht die Vermögensschadenhaftpflicht, die Vorsatz ausschließt.
Dafür gibt es die Vertrauensschadenversicherung,
die gerade bei Verwaltern mit Treuhandkonten sinnvoll ist.
Haftet der Verwalter für den Winterdienst?
Er muss ihn organisieren und überwachen.
Hat er keinen Dienst beauftragt oder die Kontrolle versäumt, kann er neben der Gemeinschaft haften.
Das deckt die Betriebshaftpflicht.
Brauche ich als Mietverwalter eine eigene Versicherung, wenn der Eigentümer versichert ist?
Ja.
Die Versicherungen des Eigentümers schützen das Haus und ihn selbst,
nicht Ihre Fehler als Verwalter.
Für Wohnraum ist Ihre eigene Vermögensschadenhaftpflicht Pflicht.
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