Versicherungen für Luftfahrtunternehmen, Flugschulen und Instandhaltungsbetriebe
In der Luftfahrt schreibt das Gesetz vor, was versichert sein muss, noch bevor das erste Flugzeug rollt. Dazu kommen Hangar, Ersatzteile, Werkstatt und Menschen, deren Lizenz an ihrer Gesundheit hängt. Hier steht, was Pflicht ist, was sinnvoll ist und wo die Kosten liegen.
Welche Versicherung brauche ich mindestens, um ein Flugzeug zu betreiben?
Die Halterhaftpflicht nach § 43 LuftVG. Die Mindestsummen richten sich nach der höchstzulässigen Startmasse und stehen in der EU-Verordnung 785/2004; sie gelten auch für kleine Flugzeuge und Hubschrauber. Befördern Sie Fluggäste, etwa bei Rundflügen oder in der Ausbildung mit Mitfliegern, kommt eine Fluggasthaftpflicht je Sitz dazu. Ohne diese Nachweise gibt es keine Zulassung und keinen Start.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Landeunfall
Seitenwind, Bodenberührung beim Durchstarten, eingeknicktes Bugrad: In der Ausbildung sind Landeunfälle die häufigsten Schäden.
02
Absturz mit Drittschaden
Ein Absturz auf Wohngebiet, Straße oder Stromleitung verursacht Schäden, die das Luftfahrzeug um ein Vielfaches übersteigen.
03
Hangar und Vorfeld
Ein Flugzeug rollt gegen ein anderes, ein Hangartor schließt auf die Tragfläche, ein Tankwagen streift ein Leitwerk.
04
Fehler in der Instandhaltung
Ein falsch montiertes Teil, eine übersehene Prüfung: Instandhaltungsbetriebe haften für Folgen, die erst Monate später eintreten.
05
Tauglichkeit und Lizenz
Herz, Augen, Diabetes: Wer die medizinische Tauglichkeit verliert, darf nicht mehr fliegen, auch wenn er sonst arbeiten könnte.
06
Unwetter am Boden
Hagel auf dem Vorfeld und Sturm, der abgestellte Flugzeuge bewegt, treffen Luftfahrzeuge ohne Hangarplatz.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Die Luftfahrt-Halterhaftpflicht und Fluggasthaftpflicht ist Pflicht; für Flugplätze, Hangars und Instandhaltung kommt eine Luftfahrt-Betriebs- und Produkthaftpflicht dazu. Wir fragen dafür Spezialversicherer an.
Hält Flugschule oder Werft über Wasser, wenn der Hangar nach einem Brand ausfällt.
Was es kostet: Beispielpreise
Luftfahrtversicherungen werden fast immer einzeln kalkuliert. Entscheidend sind Startmasse, Sitzplätze, Neuwert, Einsatzart (privat, Schulung, gewerbliche Beförderung), Erfahrung der Piloten und Schadenverlauf.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Ultraleichtflugzeug, Halterhaftpflicht mit gesetzlicher Mindestdeckung
etwa 250 bis 600 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Einmotoriges Schulflugzeug bis 1.200 kg, Halter- und Fluggasthaftpflicht
etwa 1.000 bis 2.500 Euro im Jahr
Betriebshaftpflicht
Instandhaltungsbetrieb für Kleinflugzeuge, Luftfahrt-Produkthaftpflicht
etwa 2.000 bis 6.000 Euro im Jahr
Gewerbegebäude
Hangar mit Werkstatt, Neuwert 800.000 Euro
etwa 800 bis 2.000 Euro im Jahr
Drohnenversicherung
Gewerbliche Inspektionsdrohne bis 25 kg, 1 Mio. Euro Deckung
etwa 100 bis 400 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Die Halterhaftpflicht eines Ultraleichtflugzeugs kostet im Jahr ungefähr so viel wie zwei bis drei Flugstunden auf demselben Flugzeug.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer aus unserer Angebotspraxis, Stand September 2026.
Für Luftfahrzeuge gibt es kaum veröffentlichte Tarifbeispiele.
Die Kaskoversicherung des Luftfahrzeugs kommt hinzu und liegt je nach Wert und Einsatz oft bei
Sechs Ereignisse, wie sie Flugschulen und Luftfahrtbetriebe tatsächlich kennen, alle an einem Samstag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Schaden bis jetzt90.000 Euro
Beim Herausziehen aus dem Hangar streift die Tragfläche eines Schulflugzeugs das Leitwerk eines eingestellten Gastflugzeugs.
18.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Flugschüler setzt bei Seitenwind hart auf, das Bugrad knickt ein, ein Zaun am Platzrand wird beschädigt.
4.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Mitflieger beim Rundflug verletzt sich beim Aussteigen am Flügel.
3.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Fluglehrer stürzt von der Tragfläche beim Betanken und bricht sich das Handgelenk.
8.000 Euro · Zahlt: Gruppenunfallversicherung
Hagel beschädigt die Ersatzteile im offenen Lager und das Dach des Hangars.
26.000 Euro · Zahlt: Gewerbegebäude
Beim Fliegerarzt wird bei der Inhaberin eine Herzrhythmusstörung festgestellt, die Tauglichkeit ruht. Die Rente mit Fluguntauglichkeitsklausel zahlt im ersten Jahr.
30.000 Euro · Zahlt: Berufsunfähigkeit
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 90.000 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Prüfen Sie, ob Ihre Halterhaftpflicht die Mindestsummen der EU-Verordnung für die tatsächliche Startmasse erfüllt, besonders nach Umbauten.
Fluggäste und Flugschüler müssen in der Fluggasthaftpflicht je Sitz erfasst sein; Rundflüge gegen Entgelt brauchen eine gewerbliche Deckung.
Eine Hangarhaftpflicht deckt Schäden an eingestellten fremden Flugzeugen, die die Halterhaftpflicht nicht erfasst.
Instandhaltungsbetriebe brauchen eine Luftfahrt-Produkthaftpflicht; allgemeine Betriebshaftpflichtverträge schließen Luftfahrtprodukte fast immer aus.
Berufsunfähigkeit und Unfall müssen Luftfahrtrisiken und Fluguntauglichkeit ausdrücklich einschließen, sonst fehlt der Schutz genau im Beruf.
Wer gewerblich mit Drohnen arbeitet, braucht eine eigene Drohnenhaftpflicht; sie ist gesetzlich vorgeschrieben.
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Luftfahrtrisiken zeichnen nur wenige Versicherer. Als Makler fragen wir mehrere an und vergleichen Summen, Selbstbehalte und Ausschlüsse.
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In der Bootsversicherung bearbeiten wir Schäden selbst. Nach einem Landeunfall bringen wir Gutachter, Versicherer und Werft an einen Tisch, damit Ihr Flugzeug schnell wieder fliegt.
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Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Ist die Luftfahrt-Haftpflicht Pflicht?
Ja.
Nach § 43 LuftVG muss jeder Halter eines Luftfahrzeugs eine Haftpflichtversicherung unterhalten,
die Mindestsummen stehen in der EU-Verordnung 785/2004.
Brauchen Flugschulen eine Fluggasthaftpflicht?
Wenn Flugschüler oder Mitflieger an Bord sind, ja.
Die Deckung wird je Sitz vereinbart und ist neben der Halterhaftpflicht nötig.
Was kostet die Versicherung eines Schulflugzeugs?
Halter- und Fluggasthaftpflicht liegen für ein einmotoriges Schulflugzeug nach unserer Erfahrung
meist bei 1.000 bis 2.500 Euro im Jahr,
die Kasko kommt je nach Wert hinzu.
Deckt eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung den Lizenzverlust?
Nicht automatisch.
Piloten brauchen eine Klausel, die den Verlust der Fliegertauglichkeit als Leistungsfall anerkennt.
Welche Berufsgenossenschaft ist zuständig?
Für Luftfahrtunternehmen und Flugschulen die BG Verkehr.
Sie ist Pflicht für angestellte Piloten, Fluglehrer und Techniker.
Brauche ich für Drohnen eine eigene Versicherung?
Ja.
Auch Drohnen sind Luftfahrzeuge,
die Halterhaftpflicht ist Pflicht, bei gewerblicher Nutzung als gewerbliche Deckung.
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