Versicherungen für Segelschulen und Sportbootschulen
In einer Segel- oder Sportbootschule fährt am Ruder immer jemand, der es gerade erst lernt. Ausbildungsboote legen hart an, Jollen kentern, und bei der Prüfungsfahrt ist die Nervosität größer als das Hafenbecken. Die Boote gehören in eine Versicherung für Ausbildungsboote, der Schulbetrieb an Land in eine eigene Haftpflicht, und Ihre Schüler brauchen einen Unfallschutz, den sie gesetzlich nicht haben.
Sind unsere Schulboote über eine normale Bootsversicherung versichert?
Nein, eine private Bootsversicherung schließt Schulbetrieb und wechselnde Fahrer aus. Ausbildungsboote brauchen einen Tarif, der Schulbetrieb, Prüfungsfahrten und Schüler am Ruder ausdrücklich einschließt, je Boot ein eigener Vertrag. Diesen Tarif haben wir als Assekuradeur selbst entwickelt; Schäden nehmen wir selbst auf und reichen sie vollständig beim Versicherer ein.
Was in dieser Branche schiefgeht
01
Anlegemanöver
Das Hafenmanöver ist Teil jeder Prüfung und die häufigste Schadensquelle: Fender zu spät, Gas zu viel, und die Nachbaryacht hat eine Macke im Gelcoat.
02
Kentern und Verletzungen
Jollen kentern, Großbäume schlagen um, Hände geraten zwischen Leine und Winsch. Anfänger kennen die Gefahren an Bord noch nicht.
03
Schüler ohne Unfallschutz
Anders als Schulkinder sind Kursteilnehmer nicht gesetzlich unfallversichert. Bei einem schweren Unfall zählt, was die Schule freiwillig abgeschlossen hat.
04
Wetter im Kurs
Ein Gewitter zieht schneller auf als gedacht. Die Frage, ob der Ausbilder hätte abbrechen müssen, landet im Schadenfall schnell vor Gericht.
05
Technik im Unterricht
Funkgeräte für den SRC-Kurs, Kartenplotter, Beamer und Simulator: teuer, empfindlich und oft im Kofferraum unterwegs zum nächsten Kursort.
06
Der Ausbilder fällt aus
Viele Schulen hängen an ein oder zwei Ausbildern. Ein Bandscheibenvorfall im Mai kostet die halbe Saison.
Risiko-Radar
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Deckt den Schulbetrieb an Land: Theorieunterricht, Steg, Einweisung und Schäden in gemieteten Schulungsräumen. Die Haftung aus dem Führen der Boote liegt in der Versicherung der Ausbildungsboote.
Den größten Posten bilden die Ausbildungsboote. Sie rechnen wir als Assekuradeur im eigenen Tarif je Boot nach Wert, Bootstyp und Revier. Die folgenden Beispiele betreffen den Schulbetrieb, der daneben versichert wird.
Versicherung
Beispiel
Richtwert
Betriebshaftpflicht
Segelschule mit Theorieunterricht und bis zu fünf Ausbildern
etwa 150 bis 350 Euro im Jahr
Gruppenunfallversicherung
Kursteilnehmer bei Kurs und Prüfung, rund 400 Teilnehmer im Jahr
etwa 200 bis 500 Euro im Jahr
Inhaltsversicherung
Schulungsraum, Westen und Ausrüstung im Wert von 30.000 Euro
etwa 150 bis 350 Euro im Jahr
Elektronikversicherung
Funkgeräte, Plotter und Beamer im Wert von 10.000 Euro mit Außenversicherung
etwa 150 bis 300 Euro im Jahr
Berufsunfähigkeit
Ausbilder, 35 Jahre, 1.500 Euro Monatsrente
etwa 1.100 bis 2.200 Euro im Jahr
Zum Vergleich: Haftpflicht und Unfallschutz für die Teilnehmer kosten im Jahr zusammen etwa so viel wie zwei Plätze in einem Kurs zum Sportbootführerschein.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026,
aus öffentlich genannten Tarifbeispielen vergleichbarer Betriebe und unserer Angebotspraxis.
Die Beiträge für Ausbildungsboote nennen wir Ihnen nach Bootsliste.
Sechs Dinge, die neben dem Boot wirklich passieren, hier an einem einzigen Prüfungstag. Schäden an den Ausbildungsbooten bearbeiten wir in der Bootsversicherung im eigenen Haus; hier sehen Sie, was der Schulbetrieb daneben tragen muss.
Schaden bis jetzt45.000 Euro
Im Schulungsraum ist über Nacht ein Wasserrohr geplatzt. Parkett und Wand des Vermieters sind durchnässt.
6.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Ein Prüfling rutscht beim Übersteigen auf die Jolle aus, bricht sich das Handgelenk und fällt drei Monate im Beruf aus.
9.000 Euro · Zahlt: Gruppenunfallversicherung
Die Tasche mit sechs Handfunkgeräten und dem Plotter wird am Kursort aus dem Auto gestohlen.
4.200 Euro · Zahlt: Elektronikversicherung
Beim Einweisen am Steg stolpert eine Zuschauerin über eine lose Leine und stürzt ins Wasser, Brille und Handy sind hin, das Knie verletzt.
3.800 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht
Die Onlineanmeldung ist gehackt, Adressen und Ausweiskopien der Teilnehmer sind abgeflossen.
7.500 Euro · Zahlt: Cyberversicherung
Brand im Materialschuppen: Westen, Ölzeug und Lehrmaterial sind verbrannt.
14.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 45.000 Euro
Beispielhafte Summen ohne Selbstbeteiligung.
Was gezahlt wird, regeln die Bedingungen.
Konkrete Tipps vom Makler
Versichern Sie Ausbildungsboote in einem Tarif, der Schulbetrieb, wechselnde Fahrer und Prüfungsfahrten ausdrücklich nennt, je Boot ein eigener Vertrag.
Schließen Sie eine Gruppenunfallversicherung für Ihre Teilnehmer ab: Kursteilnehmer sind gesetzlich nicht unfallversichert.
Ausbilder auf gecharterten Yachten brauchen eine Skipperhaftpflicht, am besten mit Regress des Vercharterers eingeschlossen.
Führen Sie ein Kursbuch mit Wetterlage, Teilnehmern und Sicherheitseinweisung. Das hilft, wenn später die Frage kommt, ob Sie hätten abbrechen müssen.
Lassen Sie Technik mit Außenversicherung versichern, wenn Sie an wechselnden Orten unterrichten.
Nutzen Sie unser kostenloses Ausbildungspaket mit Formularen und Rechnern für den Unterricht, auch ohne Kunde bei uns zu sein.
Warum NAMMERT für Ihren Betrieb
Ausbildungsboote mit eigenem Tarif
Bei Booten haben wir ein eigenes Deckungskonzept und einen eigenen Tarif für Schulbetrieb, Prüfungsfahrten und Schüler am Ruder. Sie bekommen die Deckung von denen, die auch den Schaden aufnehmen und vollständig beim Versicherer einreichen.
Schäden bearbeiten wir im Haus
Nach einem missglückten Anlegemanöver sprechen Sie mit uns, nicht mit einer fernen Schadenabteilung. Wir kennen Werften, Gutachter und die Schäden, die Anfänger verursachen.
Wir kennen die Ausbildung
Unser Ausbildungspaket mit Formularen und Rechnern für den SBF- und SKS-Unterricht nutzen Schulen und Vereine kostenlos. Wir wissen, wie Ihr Kursalltag aussieht.
Makler für alles an Land
Für Haftpflicht, Unfallschutz der Teilnehmer, Technik und Ihre Berufsunfähigkeit holen wir als Makler Angebote mehrerer Versicherer ein, abgestimmt auf die Bootsverträge. Seit 1989 als Familienbetrieb.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten
Muss eine Segelschule versichert sein?
Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht.
Hafenbetreiber, Raumvermieter und Charterfirmen verlangen aber fast immer einen
Haftpflichtnachweis,
und ohne Versicherung der Boote wäre jeder Kurs ein Wagnis.
Sind Schüler bei einem Unfall im Kurs versichert?
Gesetzlich nicht, anders als Kinder in der Schule.
Hat der Teilnehmer keine eigene Unfallversicherung,
hilft nur eine Gruppenunfallversicherung der Schule oder ein Anspruch gegen die Schule,
wenn sie ein Fehler trifft.
Wer zahlt, wenn ein Schüler beim Anlegen eine fremde Yacht beschädigt?
Die Haftpflicht des Ausbildungsbootes.
Bei uns versicherte Schulboote betreuen wir im Schadenfall selbst,
der Schaden an der fremden Yacht wird direkt mit deren Eigner abgewickelt.
Ist der Ausbilder auf einer gecharterten Yacht versichert?
Die Versicherung des Vercharterers deckt das Boot, nicht den Ausbilder.
Für seine persönliche Haftung als Skipper braucht er eine eigene Skipperhaftpflicht.
Können wir Boote aus dem Verein für die Ausbildung nutzen?
Ja, aber nur, wenn die Versicherung des Vereinsboots den Schulbetrieb einschließt.
Sprechen Sie das vor dem ersten Kurs an, sonst ist der Schulungseinsatz nicht gedeckt.
Was kostet die Versicherung für eine Segelschule?
Für Haftpflicht und Unfallschutz der Teilnehmer meist etwa 350 bis 850 Euro im Jahr.
Die Ausbildungsboote kommen je Boot dazu, den Beitrag rechnen wir nach Ihrer Bootsliste.
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