Betriebshaftpflicht
Die Bewachungshaftpflicht ist Voraussetzung für die Erlaubnis nach § 34a GewO und deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie das Abhandenkommen bewachter Sachen.
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Im Bewachungsgewerbe ist die Haftpflicht keine Empfehlung, sondern Bedingung für die Erlaubnis. Ohne Nachweis gibt es keine Erlaubnis nach § 34a GewO. Doch die gesetzlichen Mindestsummen sind niedrig, und ein Einsatz an der Diskothekentür, ein verlorener Objektschlüssel oder ein verpasster Kontrollgang kostet schnell mehr. Hier steht, was Sie wirklich brauchen.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Für die Erlaubnis ja, für die Praxis meist nicht. 12.500 Euro für Vermögensschäden sind schnell verbraucht, wenn wegen eines vergessenen Kontrollgangs eine Produktion stillsteht, und 15.000 Euro für bewachte Sachen decken kaum ein Baustellenlager. Viele Auftraggeber verlangen deshalb 3 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden und 100.000 Euro für Vermögensschäden und Abhandenkommen. Diese Summen kosten meist nur wenig mehr.
Ein Gast wird beim Hinausbegleiten verletzt und wirft dem Türsteher übertriebene Gewalt vor. Schmerzensgeld, Anwalt und oft ein Strafverfahren folgen.
Der Kontrollgang fand nicht statt oder wurde nur abgezeichnet. Nach dem Einbruch fordert der Kunde den Schaden von Ihnen.
Objektschutz heißt oft Zugang zu allem. Ein verlorener Schlüssel oder weitergegebener Alarmcode kann eine ganze Schließanlage kosten.
Ein Alarm wird übersehen, die Feuerwehr zu spät gerufen. Die Folgeschäden sind reine Vermögensschäden und sprengen schnell die Mindestsumme.
Ein Mitarbeiter nutzt seinen Zugang für einen Diebstahl beim Kunden. Die normale Haftpflicht zahlt für Vorsatz nicht.
Angriffe, Hundebisse, Nachtschichten und Stürze beim Rundgang: Das Verletzungsrisiko für Sicherheitskräfte ist hoch.
Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.
Unverzichtbar
Die Bewachungshaftpflicht ist Voraussetzung für die Erlaubnis nach § 34a GewO und deckt Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie das Abhandenkommen bewachter Sachen.
Dringend empfohlen
Mit Strafrechtsschutz verteidigt er Sie und Ihre Leute nach Einsätzen mit Verletzten, dazu Arbeitsrecht bei Kündigungen.
Zahlt Ihren Sicherheitskräften eine Kapitalleistung nach schweren Verletzungen, auch über die Leistungen der VBG hinaus.
Revierfahrzeuge sind nachts viel unterwegs, ab drei Wagen lohnt eine Flottenpolice.
Sinnvoll je nach Betrieb
Für Leitstelle, Dienstplanung und Kundendaten, die bei einem Angriff ausfallen oder abfließen.
Ersetzt Funkgeräte, Kameras, Leitstellentechnik und Dienstkleidung im Büro nach Einbruch oder Feuer.
Sichert Videotechnik und Alarmempfang gegen Überspannung, Bedienfehler und Defekte ab.
Der Beitrag hängt von der Tätigkeit ab: Objektschutz ist günstiger als Veranstaltungsschutz, Türsteher- oder Personenschutz. Berechnet wird nach Lohnsumme oder Umsatz und nach den gewählten Summen.
| Versicherung | Beispiel | Richtwert |
|---|---|---|
| Betriebshaftpflicht | Einzelunternehmer im Objektschutz, gesetzliche Mindestsummen | etwa 315 bis 500 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Kleiner Sicherheitsdienst, 3 Mio. Euro pauschal, je 100.000 Euro für Vermögensschäden und bewachte Sachen | etwa 500 bis 1.200 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht | Betrieb mit 20 Beschäftigten, Objekt- und Veranstaltungsschutz | etwa 2.000 bis 5.000 Euro im Jahr |
| Firmenrechtsschutz | Mit Straf- und Arbeitsrechtsschutz, bis zehn Beschäftigte | etwa 500 bis 1.100 Euro im Jahr |
| Gruppenunfallversicherung | Zehn Sicherheitskräfte, je 100.000 Euro Invaliditätssumme | etwa 600 bis 1.500 Euro im Jahr |
Zum Vergleich: Die Bewachungshaftpflicht mit ordentlichen Summen kostet im Jahr ungefähr so viel wie drei bis vier Nachtschichten Objektschutz, die Sie einem Kunden berechnen.
Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026. Die Einstiegsbeiträge der Bewachungshaftpflicht stammen aus öffentlich genannten Tarifen, größere Betriebe, Rechtsschutz und Unfall sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis. Personenschutz mit Waffe und Geldtransport werden einzeln kalkuliert.
01
Für: Gründung, Einzelunternehmer im Objekt- oder Revierdienst
Zusammen etwa 315 bis 600 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen02
Für: Sicherheitsdienst mit bis zu zehn Beschäftigten und Veranstaltungen
Zusammen etwa 1.800 bis 3.800 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragen03
Für: Dienstleister mit Leitstelle, Revierfahrzeugen und vielen Objekten
Zusammen etwa 6.000 bis 14.000 Euro im Jahr
Dieses Paket anfragenSechs Dinge, die Sicherheitsdiensten wirklich passieren. Hier alle in einer einzigen Schicht von Freitag auf Samstag. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, wer zahlt.
Auf einer Baustelle, die Sie bewachen, verschwinden Kupferkabel. Der Kontrollgang ist im Protokoll abgezeichnet, aber nicht gelaufen.
Beim Einlass eines Konzerts stürzt ein Besucher über eine Absperrung, die Ihr Team falsch aufgestellt hat. Kieferbruch.
Ein Gast wird an der Clubtür zu Boden gebracht und zeigt den Mitarbeiter an. Verteidigung im Strafverfahren.
Ein Mitarbeiter verliert den Generalschlüssel eines Bürokomplexes auf dem Rundgang.
Ein Randalierer greift eine Sicherheitskraft an. Schwere Augenverletzung mit bleibender Sehminderung.
Die Leitstelle verpasst einen Wasseralarm in einer Lagerhalle. Die Ware des Kunden steht stundenlang im Wasser.
Welches Paket hätten Sie gehabt?
Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.
Wir sorgen dafür, dass Ihr Nachweis für die Erlaubnis stimmt, und holen als Makler zugleich Angebote mehrerer Versicherer ein, die die Forderungen Ihrer Auftraggeber erfüllen.
In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Wenn nach einem Einbruch um Protokolle und Kontrollgänge gestritten wird, wissen wir, worauf Versicherer schauen.
Haftpflicht, Revierfahrzeuge, Unfallschutz und Rechtsschutz betreuen wir zusammen, damit keine Lücke zwischen den Verträgen bleibt.
Unsere Beratung kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer. Sie haben einen festen Ansprechpartner statt wechselnder Callcenter.
Fragen und Antworten
Ja. Wer gewerbsmäßig Leben oder Eigentum Dritter bewacht, braucht die Erlaubnis nach § 34a GewO, und dafür eine Haftpflichtversicherung mit den Mindestsummen aus § 14 der Bewachungsverordnung.
1 Million Euro für Personenschäden, 250.000 Euro für Sachschäden, 15.000 Euro für das Abhandenkommen bewachter Sachen und 12.500 Euro für reine Vermögensschäden.
Für Einzelunternehmer im Objektschutz beginnt sie bei etwa 315 Euro im Jahr. Mit praxisgerechten Summen liegen kleine Betriebe meist zwischen 500 und 1.200 Euro.
Reine Detekteien fallen nicht unter § 34a GewO und haben keine Pflicht. Eine Betriebshaftpflicht mit Vermögensschäden ist trotzdem sinnvoll, etwa bei Fehlern in Ermittlungsberichten.
Die Haftpflicht zahlt berechtigte Ansprüche und wehrt unberechtigte ab. Für die Verteidigung im Strafverfahren brauchen Sie einen Rechtsschutz mit Strafrechtsbaustein. Bei Vorsatz zahlt keine Haftpflicht.
Nur, wenn es vereinbart ist. Subunternehmer brauchen eine eigene Erlaubnis und eine eigene Bewachungshaftpflicht; lassen Sie sich beides vor dem Einsatz zeigen.
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Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.

Wer haftet, wenn auf einer Veranstaltung ein Gast verletzt wird: die Agentur, der Kunde oder die Location?

Hafte ich, wenn jemand auf einem Gehweg stürzt, den ich räumen sollte?

Was passiert, wenn meine Mitarbeiterin den Generalschlüssel eines Kunden verliert?
Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige der WZ 2025:
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten
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