Alles zur Versicherung: Risikoleben
Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?
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Kurz gesagt
Für übliche Summen von 100.000 Euro und mehr praktisch nicht. Ohne Gesundheitsfragen gibt es vor allem Sterbegeldtarife mit kleinen Summen bis etwa 15.000 Euro und einer Wartezeit von meist ein bis drei Jahren. Wer eine echte Familienabsicherung braucht, fährt fast immer besser, wenn er die Fragen ehrlich beantwortet und vorher anonym prüfen lässt, welcher Versicherer ihn annimmt.
Beiträge aus einem veröffentlichten Test von Sterbegeldtarifen und Tarifbeispielen, Stand der jeweiligen Quelle.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 65 Jahre, 3.000 Euro Sterbegeld, 20 Jahre Zahldauer | etwa 20 Euro im Monat |
| 65 Jahre, 7.000 Euro Sterbegeld, 20 Jahre Zahldauer | etwa 39 bis 53 Euro im Monat |
| Zum Vergleich: normale Police, 25 Jahre, 100.000 Euro, 30 Jahre Laufzeit, gesund | etwa 3 bis 4 Euro im Monat |
| Normaler Tarif mit Zuschlag wegen Vorerkrankung | etwa 25 bis 100 Prozent Aufschlag |
Stand Oktober 2026. Der Aufschlag bei Vorerkrankungen ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis und hängt stark von Diagnose und Versicherer ab. Die genauen Bedingungen ermitteln wir über eine anonyme Voranfrage.
Rechenbeispiel
So viel zahlen Sie ein, wenn Sie die ganze Zahldauer erleben.
| Monatsbeitrag | 39 bis 53 Euro |
| Zahldauer | 20 Jahre, also 240 Monate |
| Eingezahlt | 9.360 bis 12.720 Euro |
| Garantierte Auszahlung | 7.000 Euro |
Wer die Zahldauer erlebt, zahlt 2.360 bis 5.720 Euro mehr ein, als die Familie bekommt. Ein Sparplan wäre hier günstiger, sofern die Zeit reicht.
Eine Risikolebensversicherung zahlt eine große Summe, wenn Sie in der Laufzeit sterben. Ohne Fragen würden vor allem Menschen abschließen, die schon krank sind. Die Beiträge müssten für alle so stark steigen, dass sich der Schutz für Gesunde nicht mehr lohnt. Deshalb fragen Versicherer nach Erkrankungen, Behandlungen, Gewicht und Rauchen, meist für die letzten fünf oder zehn Jahre.
Wichtig zu wissen: verschweigen ist keine Lösung. Wer Fragen falsch beantwortet, riskiert, dass der Versicherer vom Vertrag zurücktritt und im Todesfall nichts zahlt. Bei Arglist kann das noch viele Jahre nach Abschluss passieren.
Ganz ohne Fragen bekommen Sie fast nur kleine Summen, die für die Bestattung gedacht sind. Für eine Familie mit Kredit reicht das nicht. Daneben gibt es Tarife mit wenigen, vereinfachten Fragen, oft bis zu einer begrenzten Summe, und Gruppenverträge über Arbeitgeber oder Kredite.
Die Tabelle zeigt, was Sie realistisch erwarten können.
| Weg | Typische Summe | Gesundheitsfragen | Haken |
|---|---|---|---|
| Sterbegeldtarif | etwa 3.000 bis 15.000 Euro | keine | Wartezeit, hoher Preis je Euro Schutz, oft zahlt man mehr ein, als ausgezahlt wird |
| Tarif mit vereinfachten Fragen | begrenzt, je nach Versicherer | wenige Fragen | teurer als ein normaler Tarif, Summe gedeckelt |
| Absicherung über den Kredit der Bank | Höhe der Restschuld | teils keine oder wenige | Ausschlüsse für bekannte Krankheiten, oft teuer |
| Normaler Tarif mit Risikovoranfrage | frei wählbar | vollständig | Zuschlag oder Ausschluss möglich, aber voller Schutz |
Wer keine Fragen beantwortet, bekommt fast immer eine Wartezeit. Stirbt man in dieser Zeit an einer Krankheit, zahlt der Versicherer je nach Tarif nur die eingezahlten Beiträge zurück oder einen Teil der Summe. Bei Tod durch einen Unfall gilt dagegen meist sofort der volle Schutz.
Gerade wer wegen einer schweren Erkrankung keine normale Police bekommt, sollte das nüchtern sehen: der Schutz greift voll erst, wenn die Wartezeit vorbei ist.
Viele Vorerkrankungen führen nicht zur Ablehnung, sondern zu einem Zuschlag oder werden gar nicht gewertet. Gut eingestellter Bluthochdruck, eine überstandene Depression oder ein höheres Gewicht bewerten Versicherer sehr unterschiedlich. Was der eine ablehnt, nimmt der andere mit kleinem Zuschlag an.
Deshalb lohnt die anonyme Risikovoranfrage: Wir schicken Ihre Angaben ohne Namen an mehrere Versicherer und sehen, wer zu welchen Bedingungen annimmt. Eine Ablehnung landet so nicht in Ihrer Akte, und Sie stellen erst dann einen Antrag, wenn das Ergebnis passt.
Wer heute gesund ist, sollte an morgen denken. Viele Tarife haben eine Nachversicherungsgarantie: bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Kauf einer Immobilie dürfen Sie die Summe ohne neue Gesundheitsfragen erhöhen. Die Grenzen je Anlass sind je nach Versicherer unterschiedlich.
Das ist der eigentliche Weg zu mehr Schutz ohne Gesundheitsprüfung: früh abschließen, solange Sie gesund sind, und später über die Garantie aufstocken.
Wenn nur die Bestattung abgesichert werden soll und Sie das Geld dafür auf einem Sparkonto zurücklegen können, brauchen Sie keine Sterbegeldversicherung. Bei höherem Einstiegsalter zahlen Sie dort oft mehr ein, als später ausgezahlt wird.
Und wenn niemand von Ihrem Einkommen abhängt, brauchen Sie überhaupt keinen Todesfallschutz, mit oder ohne Fragen.
Fragen und Antworten
Als Einzelvertrag praktisch nicht. Hohe Summen ohne Fragen gibt es allenfalls über Gruppenverträge, etwa beim Arbeitgeber, und dort meist mit Grenzen.
Die erste Zeit nach Abschluss, meist ein bis drei Jahre, in der bei Tod durch Krankheit nicht die volle Summe gezahlt wird.
Der Versicherer kann zurücktreten oder den Vertrag anfechten und im Todesfall die Zahlung verweigern. Bei Arglist gilt das auch nach vielen Jahren.
Ein Makler fragt mit Ihren Gesundheitsdaten, aber ohne Namen bei mehreren Versicherern an. Sie sehen die Bedingungen, bevor Sie einen echten Antrag stellen.
Oft nicht. Viele Erkrankungen führen zu einem Zuschlag oder werden nach einigen Jahren ohne Beschwerden gar nicht mehr gewertet.
Selten. Mit höherem Einstiegsalter zahlen viele mehr ein, als ausgezahlt wird. Sinnvoll kann sie sein, wenn Sie das Geld sonst nicht beiseitelegen würden.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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