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Versicherungen für Lebensmittelgeschäfte, Dorfläden und Supermärkte

Im Lebensmittelhandel entscheidet die Kühlung über den Tag. Fällt nachts ein Verdichter aus, ist am Morgen die Tiefkühltruhe voller Ware wertlos, und durch die Gänge laufen jeden Tag Hunderte Menschen über Böden, auf denen schon mal ein Joghurt zerplatzt. Hier steht, welche Versicherung welchen dieser Schäden trägt und was das für einen Laden Ihrer Größe kostet.

Versicherungen für Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Zahlt die Versicherung, wenn nachts die Kühlung ausfällt und die Ware verdirbt?

Nur wenn Sie das ausdrücklich eingeschlossen haben. Die übliche Inhaltsversicherung zahlt bei Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruch, nicht aber für Ware, die wegen eines kaputten Kompressors oder eines Stromausfalls verdirbt. Dafür gibt es den Baustein Kühlgut oder Warenverderb, oft zusammen mit einer Maschinenversicherung für die Kühltechnik. Lassen Sie sich die Summe für Kühlware und die Wartezeit bis zur Leistung nennen.

Was in dieser Branche schiefgeht

  1. 01

    Kühlung fällt aus

    Ein defekter Verdichter oder ein Stromausfall über das Wochenende, und Tiefkühlware, Molkereiprodukte und Fleisch im Wert von mehreren tausend Euro müssen in den Container.

  2. 02

    Sturz im Gang

    Ausgelaufene Milch, zerbrochene Gläser, nasser Boden am Eingang: Stürze von Kundinnen und Kunden sind der häufigste Haftpflichtfall im Lebensmittelhandel.

  3. 03

    Verdorbene oder falsch gekennzeichnete Ware

    Wer Lebensmittel abgibt, haftet für Gesundheitsschäden, etwa durch überlagerte Ware, fehlende Allergenkennzeichnung an der Frischetheke oder Glassplitter.

  4. 04

    Einbruch und Raub

    Tabakwaren, Spirituosen und die Tageseinnahmen ziehen Einbrecher an. Zerstörte Türen und Kassen kosten oft mehr als die Beute.

  5. 05

    Brand im Technikraum

    Kühlaggregate, Backautomaten und Ladegeräte der Hubwagen laufen rund um die Uhr. Ein Brand trifft die Ware, und der Rauch macht auch das übrige Sortiment unverkäuflich.

  6. 06

    Wochen ohne Umsatz

    Nach einem großen Schaden bleibt der Markt zu, Löhne, Miete und Leasingraten für die Kühltechnik laufen aber weiter, und die Kundschaft gewöhnt sich an den Discounter nebenan.

Risiko-Radar
Haftung 4Feuer und Wasser 4Diebstahl 3Cyber 2Ausfall 4Gesundheit 3

Einschätzung im Vergleich zu anderen Branchen, 1 gering bis 5 hoch.

Welche Versicherungen Sie brauchen

Unverzichtbar

Betriebshaftpflicht

Zahlt, wenn Kunden im Laden stürzen oder durch verkaufte Lebensmittel zu Schaden kommen, einschließlich Produkthaftpflicht für Frischetheke und Eigenmarken.

Dringend empfohlen

Inhaltsversicherung

Ersetzt Regale, Kühltheken, Kassen und den ganzen Warenbestand nach Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruch, mit dem Baustein Kühlgut auch verdorbene Ware.

Betriebsunterbrechung

Trägt Löhne, Miete und entgangenen Gewinn, solange der Markt nach einem Sachschaden geschlossen bleibt.

Maschinenversicherung

Deckt Kühlaggregate, Tiefkühlzellen und Backstationen gegen Bedienungsfehler, Kurzschluss und Verschleißfolgen, die keine Sachversicherung zahlt.

Sinnvoll je nach Betrieb

Elektronikversicherung

Für Kassensysteme, Waagen und Pfandautomaten, die bei Überspannung oder durch einen umgestoßenen Kaffeebecher ausfallen.

Cyberversicherung

Hilft, wenn das Warenwirtschafts- oder Kassensystem verschlüsselt wird und der Laden nicht mehr kassieren kann.

Gewerbegebäude

Für Inhaber, denen das Marktgebäude selbst gehört, etwa der Dorfladen im eigenen Haus.

Betriebsrente (bAV)

Eine betriebliche Altersvorsorge hilft, Verkäuferinnen und Marktleiter zu halten, und wird steuerlich gefördert.

Was es kostet: Beispielpreise

Die Beiträge hängen vor allem an Verkaufsfläche, Umsatz, Warenwert und daran, wie viel Kühlware im Laden steht. Ein kleiner Dorfladen liegt deutlich unter einem Vollsortimenter mit Frischetheken.

VersicherungBeispielRichtwert
BetriebshaftpflichtKleines Lebensmittelgeschäft, Umsatz unter 100.000 Euro, 3 Mio. Euro Deckungetwa 200 bis 350 Euro im Jahr
BetriebshaftpflichtSupermarkt mit Frischetheke und zehn bis zwanzig Angestelltenetwa 600 bis 1.800 Euro im Jahr
InhaltsversicherungEinrichtung und Ware im Wert von 150.000 Euro, mit Einbruchetwa 400 bis 1.000 Euro im Jahr
InhaltsversicherungZusatzbaustein Kühlgut für 30.000 Euro Kühlwareetwa 100 bis 300 Euro im Jahr zusätzlich
BetriebsunterbrechungErtragsausfall bis zwölf Monate, zusammen mit der Inhaltsversicherungetwa 150 bis 500 Euro im Jahr
CyberversicherungMarkt mit Warenwirtschaft und Kartenzahlung, 100.000 Euro Deckungetwa 400 bis 900 Euro im Jahr

Zum Vergleich: Der Grundschutz aus Betriebshaftpflicht und Inhaltsversicherung kostet einen kleinen Laden im Jahr ungefähr so viel wie sechs volle Einkaufswagen beim Wocheneinkauf einer Familie.

Richtwerte ohne Versicherungsteuer, Stand September 2026. Haftpflicht und Inhalt nach öffentlich genannten Beispielen für den Einzelhandel; Kühlgut, Ertragsausfall und größere Märkte sind Richtwerte aus unserer Angebotspraxis. Das genaue Angebot holen wir für Sie ein.

Quellen der Preisbeispiele

Unsere Vorschläge: drei Pakete

01

Start

Für: Dorfladen, Hofladen oder kleiner Feinkostladen ohne eigene Kühlzellen

  • Betriebshaftpflicht
  • Inhaltsversicherung

Zusammen etwa 350 bis 800 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

02

Markt

Für: Lebensmittelgeschäft mit Kühltheken und bis zu zehn Angestellten

  • Betriebshaftpflicht
  • Inhaltsversicherung
  • Betriebsunterbrechung
  • Maschinenversicherung

Zusammen etwa 1.000 bis 2.200 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

03

Rundum

Für: Supermarkt mit Frischetheken, Warenwirtschaft und Kartenzahlung

  • Betriebshaftpflicht
  • Inhaltsversicherung
  • Betriebsunterbrechung
  • Maschinenversicherung
  • Elektronikversicherung
  • Cyberversicherung

Zusammen etwa 2.500 bis 5.000 Euro im Jahr

Dieses Paket anfragen

Der schlimmste Tag im Supermarkt

Sechs Schäden, wie sie in Lebensmittelmärkten tatsächlich vorkommen, hier alle an einem Montag nach einem langen Wochenende. Tippen Sie sich durch und sehen Sie, welche Versicherung zahlt.

Schaden bis jetzt81.000 Euro
  1. Die Frühschicht findet die Tiefkühlzelle bei plus acht Grad. Der Verdichter ist am Samstag ausgefallen, die Ware muss vernichtet werden.

    14.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung

  2. Der Techniker stellt fest: Kompressor durchgebrannt, das Aggregat muss ersetzt werden.

    9.500 Euro · Zahlt: Maschinenversicherung

  3. Eine Rentnerin rutscht auf ausgelaufenem Speiseöl aus und bricht sich die Hüfte. Krankenhaus, Reha, Schmerzensgeld.

    28.000 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  4. Ein Kunde erkrankt an einer Salmonelleninfektion nach Hackfleisch aus der Bedientheke und fordert Verdienstausfall.

    6.500 Euro · Zahlt: Betriebshaftpflicht

  5. Das Kassensystem ist verschlüsselt, nur noch Barzahlung, die Warenwirtschaft steht. IT-Forensik und Wiederherstellung.

    12.000 Euro · Zahlt: Cyberversicherung

  6. Einbrecher hebeln die Lieferantentür auf und räumen das Tabakregal leer. Tür und Regal sind zerstört.

    11.000 Euro · Zahlt: Inhaltsversicherung

Welches Paket hätten Sie gehabt?

Davon bezahlt die Versicherung: 0 Euro
Aus eigener Tasche: 81.000 Euro

Beispielhafte Summen, ohne Selbstbeteiligung. Ob und wie viel gezahlt wird, hängt von den Bedingungen ab.

Konkrete Tipps vom Makler

  1. Schließen Sie Kühlgut oder Warenverderb ausdrücklich ein und lassen Sie sich sagen, ab wie vielen Stunden Ausfall die Versicherung zahlt.
  2. Nehmen Sie Produkthaftpflicht für Frischetheke, eigene Salate und Eigenmarken mit auf, sonst ist nur der reine Weiterverkauf versichert.
  3. Rechnen Sie den Warenbestand zum Einkaufspreis vor Weihnachten und Ostern hoch oder vereinbaren Sie eine Vorsorge für saisonale Spitzen.
  4. Glasversicherung für Schaufenster, Kühlmöbeltüren und Eingangsanlage ist oft ein eigener Baustein und in Märkten schnell nötig.
  5. Prüfen Sie, ob Stromausfall durch das Netz des Versorgers mitversichert ist, nicht nur ein Defekt im eigenen Haus.
  6. Wählen Sie mindestens 5 Millionen Euro Deckung für Personen- und Sachschäden, bei viel Kundschaft kostet der Sprung von 3 auf 5 Millionen meist wenig.

Warum NAMMERT für Ihren Betrieb

Wir lesen das Kleingedruckte zum Kühlgut

Ob Warenverderb gezahlt wird, entscheidet sich an wenigen Zeilen in den Bedingungen. Als Makler vergleichen wir mehrere Versicherer genau an dieser Stelle.

Wir wissen, wie Schäden reguliert werden

In der Bootsversicherung regulieren wir Schäden selbst. Wenn nach einem Kühlausfall über Stunden, Temperaturprotokolle und Warenwert gestritten wird, wissen wir, welche Belege zählen.

Markt, Lieferwagen und Privates aus einer Hand

Laden, Fahrzeuge, Altersvorsorge der Belegschaft und Ihre eigene Absicherung betreuen wir zusammen, mit einem Ansprechpartner.

Ein Familienbetrieb seit 1989

Wir wissen, was es heißt, jeden Tag selbst aufzuschließen. Unsere Beratung kostet Sie nichts, die Vergütung zahlt der Versicherer.

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Brauche ich für meinen Lebensmittelladen eine Betriebshaftpflicht?

Gesetzlich ist sie nicht vorgeschrieben. Bei täglich vielen Kunden und Lebensmitteln, die krank machen können, ist sie aber die wichtigste Versicherung, und Vermieter verlangen den Nachweis.

Ist Ladendiebstahl versichert?

In der Regel nein. Die Inhaltsversicherung zahlt bei Einbruch und Raub, also wenn jemand gewaltsam eindringt oder droht. Der unbemerkte Diebstahl während der Öffnungszeit gehört zum Geschäftsrisiko.

Was kostet die Versicherung für einen kleinen Supermarkt?

Für einen kleinen Laden liegen Haftpflicht und Inhalt zusammen meist bei 350 bis 800 Euro im Jahr. Mit Frischetheken, Kühltechnik und Ertragsausfall rechnen Sie eher mit 1.000 bis 2.200 Euro.

Wer zahlt bei einem Produktrückruf?

Rückrufkosten sind ein eigener Baustein und in der normalen Betriebshaftpflicht nicht enthalten. Für reine Händler reicht oft der Regress beim Hersteller, wer selbst herstellt oder abpackt, sollte ihn prüfen.

Ist ein Stromausfall versichert?

Nur wenn Kühlgut und Stromausfall ausdrücklich eingeschlossen sind. Viele Verträge zahlen nur bei einem Defekt im eigenen Haus, nicht bei einer Störung im öffentlichen Netz.

Muss ich meine Angestellten gegen Unfall versichern?

Das übernimmt die Berufsgenossenschaft BGHW, die Anmeldung ist Pflicht. Für die Freizeit können Sie eine Gruppenunfallversicherung anbieten.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Lebensmittelhandel anfordern

Die empfohlenen Versicherungen sind schon angekreuzt. Ändern Sie, was nicht passt, wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Betriebshaftpflichtversicherung

Inhaltsversicherung für Betriebe

Betriebsunterbrechungsversicherung

Maschinenversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

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Bäckerei

Zahlt die Versicherung, wenn der Backofen einfach kaputtgeht?

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Wer zahlt, wenn übers Wochenende die Kühlzelle ausfällt?

Kiosk

Sind meine Zigaretten bei einem Einbruch voll versichert?

Amtliche Einordnung

Diese Seite gilt für folgende Wirtschaftszweige der WZ 2025:

  • 47.11 Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nahrungs- und Genussmittel
  • 47.12 Sonstiger Einzelhandel mit Waren verschiedener Art
  • 47.21 Einzelhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
  • 47.23 Einzelhandel mit Fisch, Meeresfrüchten und Fischerzeugnissen
  • 47.27 Einzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2025 (WZ 2025). Alle Betriebsarten

Boot oder Yacht? Da sind wir nicht Makler, sondern Assekuradeur: eigene Tarife, eigene Schadenregulierung.

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