Alles zur Versicherung: Risikoleben
Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?
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Kurz gesagt
Ja, jederzeit zum Ende der laufenden Versicherungsperiode, bei monatlicher Zahlung also meist zum Monatsende. Geld bekommen Sie dabei in der Regel nicht zurück, denn eine reine Risikolebensversicherung spart nichts an. Kündigen Sie nie, bevor ein neuer Vertrag angenommen ist, und prüfen Sie vorher, ob eine kleinere Summe oder eine Beitragspause reicht.
Was ein Neuabschluss nach der Kündigung kostet, aus Tarifbeispielen und Tests, gesunde Nichtraucher.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| 25 Jahre, 200.000 Euro, 30 Jahre Laufzeit | etwa 6 bis 7 Euro im Monat |
| 35 Jahre, 250.000 Euro, 30 Jahre Laufzeit | etwa 20 bis 60 Euro im Monat |
| Rückzahlung bei Kündigung einer reinen Risikolebensversicherung | meist 0 Euro |
| Summe von 300.000 auf 150.000 Euro senken | Beitrag sinkt etwa um 40 bis 50 Prozent |
Stand Oktober 2026. Die Spanne für 35 Jahre beruht auf dem Testergebnis, dass teure Tarife fast dreimal so viel kosten wie günstige. Die Wirkung einer Summensenkung ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis, weil Versicherer feste Kostenanteile behalten.
Rechenbeispiel
Eine Familie zahlt 30 Euro im Monat für 300.000 Euro Schutz. Der Kredit ist auf 120.000 Euro gesunken, und sie will sparen.
| Kündigen | 30 Euro gespart, aber kein Schutz für die Kinder mehr |
| Summe auf 150.000 Euro senken | etwa 15 bis 18 Euro im Monat |
| Ersparnis durch Senken | etwa 12 bis 15 Euro im Monat |
| Neuabschluss später mit 150.000 Euro | höheres Alter, neue Gesundheitsfragen |
Senken statt kündigen spart rund die Hälfte und lässt Kredit und Kinder abgesichert, ohne neue Gesundheitsprüfung.
Das Gesetz erlaubt die Kündigung jederzeit zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode. Bei monatlicher Zahlung ist das in der Regel das Monatsende, bei jährlicher Zahlung das Ende des Versicherungsjahres. Die genaue Frist steht in Ihren Bedingungen, häufig ist es ein Monat.
Kündigen Sie schriftlich mit Versicherungsnummer, gewünschtem Termin und der Bitte um Bestätigung. Ist der Vertrag an eine Bank abgetreten, sprechen Sie vorher mit ihr. Sonst kann die Bank eine andere Sicherheit verlangen.
Eine Risikolebensversicherung ist wie eine Versicherung für das Auto: Sie zahlen für den Schutz in der Zeit, in der er gilt. Ein Rückkaufswert ist im Gesetz nur für Verträge vorgeschrieben, bei denen die Zahlung sicher kommt, etwa eine Kapitallebensversicherung. Bei der Risikolebensversicherung ist das nicht so.
Bei langen Laufzeiten mit gleichbleibendem Beitrag kann trotzdem ein kleiner Betrag angespart sein, weil Sie in jungen Jahren etwas mehr zahlen, als Ihr Risiko kostet. Ob davon etwas ausgezahlt wird, steht in den Bedingungen. Rechnen Sie nicht damit.
Oft gibt es einen besseren Weg als die Kündigung. Die Tabelle zeigt die Möglichkeiten und was sie bedeuten.
| Möglichkeit | Was passiert | Wann sinnvoll |
|---|---|---|
| Kündigen | Schutz endet, kein Geld zurück | niemand braucht mehr Schutz, Kredit getilgt, Kinder selbstständig |
| Summe senken | Beitrag sinkt, Schutz bleibt in kleinerer Höhe | Kredit teilweise getilgt, Bedarf kleiner |
| Laufzeit kürzen | Vertrag endet früher, oft geringerer Beitrag | Kinder werden früher selbstständig als geplant |
| Beiträge stunden | Zahlung pausiert für eine vereinbarte Zeit, Schutz läuft meist weiter | kurzer finanzieller Engpass |
| Beitragsfrei stellen | keine Beiträge mehr, Schutz sinkt stark oder entfällt | nur wenn eine Mindestleistung erreicht wird, bei reinem Todesfallschutz selten |
| Wechseln | neuer Vertrag, alter erst danach kündigen | deutlich günstiger bei gleichem Schutz und guter Gesundheit |
Ein Wechsel kann sich lohnen, denn Tarife unterscheiden sich stark. Bei gleichem Schutz kosten teure Verträge mehr als dreimal so viel wie günstige. Aber der neue Vertrag rechnet mit Ihrem heutigen Alter und heutigen Gesundheitszustand.
Drei Dinge beginnen außerdem neu: die Gesundheitsfragen, die Frist, in der der Versicherer bei falschen Angaben zurücktreten kann, und die Selbsttötungsklausel. Sie schließt in den ersten drei Jahren die Leistung bei Suizid in der Regel aus. Kündigen Sie den alten Vertrag deshalb erst, wenn der neue schriftlich angenommen ist.
Ist der Kredit abbezahlt, verdienen die Kinder selbst und hat der Partner ein eigenes Auskommen, wird der Schutz überflüssig. Dann ist jeder Beitrag verschenkt, und die Kündigung ist richtig.
Ehrlich gesagt kündigen viele zu früh. Wer im Engpass kündigt und zwei Jahre später erkrankt, bekommt oft keinen neuen Vertrag mehr oder nur mit hohem Zuschlag. Ein Gespräch über Stundung oder kleinere Summe kostet nichts.
Fragen und Antworten
In der Regel nicht. Die Beiträge haben den Schutz bezahlt, angespart wird bei einer reinen Risikolebensversicherung nichts.
Sie können zum Ende der laufenden Versicherungsperiode kündigen. Die genaue Frist steht in Ihren Bedingungen, oft ist es ein Monat.
Ja, innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Unterlagen ohne Angabe von Gründen.
Der Versicherer mahnt und setzt eine Frist. Zahlen Sie nicht, kann er kündigen, und im Todesfall ist der Schutz gefährdet. Besser ist eine geordnete Kündigung oder Stundung.
Nein, eine Erkrankung nach Abschluss ist kein Kündigungsgrund. Der Schutz bleibt, solange Sie zahlen und Ihre Angaben bei Abschluss stimmten.
Bei vielen Versicherern ja, indem Sie die Summe herabsetzen. Der Beitrag sinkt dann entsprechend.
Wenn Sie gesund sind und der neue Beitrag deutlich niedriger ist, oft ja. Rechnen Sie mit Ihrem heutigen Alter und kündigen Sie erst nach der Annahme.
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Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?
Was kostet eine Risikolebensversicherung?
Mit 30 Jahren als Nichtraucher zahlen Sie für 200.000 Euro über 30 Jahre meist 9 bis 16 Euro im Monat. Raucher zahlen …
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Wie lange sollte eine Risikolebensversicherung laufen?
So lange, wie jemand von Ihrem Einkommen abhängt: bei Kindern bis das jüngste etwa 25 Jahre alt ist, beim Kredit bis z …
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