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Was kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Kurz gesagt

Ein Büro- oder Beratungsbetrieb zahlt oft nur 60 bis 200 Euro im Jahr. Handwerksbetriebe liegen meist bei 200 bis 600 Euro, Bau, Dach und Gerüst schnell über 1.000 Euro. Den Preis bestimmen vor allem die Branche, der Umsatz oder die Zahl der Mitarbeiter und die Deckungssumme, die mindestens 3 Millionen Euro betragen sollte.

Was kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung?

Was es kostet

Veröffentlichte Tarifbeispiele und Orientierungswerte, Jahresbeiträge, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Grafikdesigner allein, 35.000 Euro Umsatz, 3 Millionen Euro Deckungetwa 55 bis 90 Euro im Jahr
Büro, Beratung, Verwaltungetwa 60 bis 200 Euro im Jahr
Kleiner Friseursalon, 2 Mitarbeiter, 5 Millionen Euro Deckungetwa 170 bis 250 Euro im Jahr
Einzelhandel, kleiner Ladenetwa 120 bis 250 Euro im Jahr
Ausbauhandwerk, Standardgewerketwa 200 bis 450 Euro im Jahr
Elektrobetrieb, 4 Mitarbeiter, 280.000 Euro Umsatzetwa 400 bis 620 Euro im Jahr
Bau, Dachdecker, Gerüstbauab etwa 600 Euro, häufig über 1.000 Euro im Jahr

Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Ihr Beitrag hängt von Branche, Umsatz, Deckung und Vorschäden ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Elektroinstallateur mit vier Mitarbeitern

Ein Meisterbetrieb arbeitet in Wohnungen und Neubauten seiner Kunden. So setzt sich der Beitrag zusammen.

Jahresumsatz280.000 Euro
Deckungssumme pauschal5 Millionen Euro
Selbstbeteiligung500 Euro je Schaden
Grundschutz mit Tätigkeitsschäden und Schlüsselverlustetwa 400 bis 620 Euro

Rund 35 bis 55 Euro im Monat. Ein einziger Kabelbrand in einer Kundenwohnung kostet schnell ein Vielfaches davon.

Wovon der Beitrag abhängt

Der Versicherer fragt zuerst, was Sie beruflich tun. Eine Übersetzerin am Schreibtisch richtet selten großen Schaden an, ein Dachdecker auf dem Gerüst schon eher. Deshalb kann derselbe Umsatz je nach Branche das Zehnfache kosten.

Dazu kommen die Größe des Betriebs, gemessen am Umsatz oder an der Lohnsumme, die gewählte Deckungssumme, die Selbstbeteiligung und frühere Schäden. Bausteine wie Umweltschäden, Mietsachschäden an gemieteten Räumen oder Tätigkeitsschäden beim Kunden erhöhen den Preis, schließen aber oft die wichtigsten Lücken.

FaktorWirkung auf den Beitrag
Branche und Tätigkeitsehr stark, bis zum Zehnfachen
Umsatz oder Lohnsummedirekt, mehr Umsatz heißt mehr Beitrag
Deckungssumme 5 statt 3 Millionen Euromeist nur wenige Euro mehr
Selbstbeteiligung 250 bis 500 Eurosenkt den Beitrag spürbar
Vorschädenkönnen zu Zuschlägen oder Ablehnung führen
Zusatzbausteine wie Tätigkeitsschädenje nach Branche deutlich

Warum die Deckungssumme wenig kostet

Die meisten Schäden sind klein. Teuer wird es, wenn ein Mensch schwer verletzt wird und jahrelang Behandlung, Verdienstausfall und Rente anfallen. Dafür brauchen Sie die hohe Summe, und weil solche Fälle selten sind, kostet der Sprung von 3 auf 5 Millionen Euro meist wenig.

Achten Sie darauf, dass die Summe pauschal für Personen, Sachen und daraus folgende Vermögensschäden gilt und im Jahr mindestens zweimal zur Verfügung steht.

Wo Sparen teuer wird

Günstige Tarife lassen oft Schäden an Sachen weg, an denen Sie gerade arbeiten, etwa die Wand, in die Sie ein Loch bohren, oder das Kundenauto in der Werkstatt. Für Handwerker ist genau das der häufigste Schaden.

Auch Schlüsselverlust, Mietsachschäden an Ihren Geschäftsräumen und Schäden durch ausgelaufene Stoffe fehlen in einfachen Tarifen häufig. Ein paar Euro Unterschied im Jahr sind hier kein guter Grund für den billigeren Vertrag.

Wann eine andere Versicherung besser passt

Wer vor allem berät, plant oder programmiert, verursacht selten Sachschäden, aber eher reine Geldschäden durch Fehler. Dafür gibt es die Vermögensschadenhaftpflicht oder Berufshaftpflicht. Viele Freiberufler brauchen beides, oft in einem Vertrag kombiniert.

Schritt für Schritt

  1. Ihre Tätigkeit genau beschreiben, auch Nebentätigkeiten.
  2. Umsatz oder Lohnsumme des letzten Jahres bereitlegen.
  3. Deckungssumme von mindestens 3 Millionen Euro, besser 5 Millionen Euro festlegen.
  4. Prüfen, welche Bausteine Ihre Branche braucht, etwa Tätigkeitsschäden oder Mietsachschäden.
  5. Angebote mit gleichem Umfang vergleichen, nicht nur den Preis.

Checkliste

  • Deckungssumme mindestens 3 Millionen Euro pauschal
  • Alle Tätigkeiten Ihres Betriebs im Vertrag genannt
  • Schäden an bearbeiteten Sachen beim Kunden eingeschlossen
  • Mietsachschäden an gemieteten Geschäftsräumen eingeschlossen
  • Verlust fremder Schlüssel eingeschlossen, wenn Sie welche bekommen
  • Umsatz oder Mitarbeiterzahl jährlich richtig gemeldet

Häufige Fehler

  • Nur den günstigsten Tarif wählen und Tätigkeitsschäden übersehen
  • Eine neue Tätigkeit aufnehmen, ohne sie dem Versicherer zu melden
  • Umsatz zu niedrig angeben und im Schaden Ärger bekommen
  • Glauben, die Privathaftpflicht decke auch das Nebengewerbe

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Betriebshaftpflicht im Monat?

Für Büroberufe und kleine Dienstleister oft 5 bis 15 Euro, für Handwerksbetriebe meist 20 bis 50 Euro, für Bau und Dach deutlich mehr.

Was kostet sie für ein Kleingewerbe?

Wer allein arbeitet und wenig Umsatz macht, zahlt je nach Branche oft 60 bis 200 Euro im Jahr. Handwerkliche Tätigkeiten kosten mehr.

Kann ich die Betriebshaftpflicht von der Steuer absetzen?

Ja, der Beitrag ist eine Betriebsausgabe und mindert Ihren Gewinn. Fragen Sie im Zweifel Ihre Steuerberatung.

Warum ist mein Beitrag gestiegen?

Oft ist der gemeldete Umsatz oder die Lohnsumme gewachsen, denn danach richtet sich der Beitrag. Auch Schäden im Vertrag oder eine neue Tarifkalkulation können der Grund sein.

Lohnt sich eine hohe Selbstbeteiligung?

Wenn Sie kleine Schäden selbst tragen können, ja. Sie senkt den Beitrag, und viele kleine Meldungen belasten den Vertrag ohnehin.

Ist die Betriebshaftpflicht teurer als die Berufshaftpflicht?

Das hängt vom Beruf ab. Die Betriebshaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden, die Berufshaftpflicht reine Geldschäden durch Beratungsfehler. Für Beratungsberufe kann Letztere teurer sein.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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