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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Pflegezusatz

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?

Kurz gesagt

Für ein Pflegetagegeld mit bis zu 1.500 Euro im Monat in Pflegegrad 5 zahlen Sie mit 40 Jahren etwa 32 bis 64 Euro im Monat, mit 50 etwa 52 bis 99 Euro und mit 60 etwa 86 bis 160 Euro. Der geförderte Pflege-Bahr beginnt bei 15 Euro, leistet aber wenig. Je früher Sie abschließen, desto günstiger bleibt der Beitrag.

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?

Was es kostet

Monatsbeiträge aus öffentlich genannten Tarifbeispielen, Pflegetagegeld mit bis zu 1.500 Euro im Monat.

BeispielRichtwert
40 Jahre, einfacher bis leistungsstarker Tarifetwa 32 bis 64 Euro
50 Jahre, einfacher bis leistungsstarker Tarifetwa 52 bis 99 Euro
60 Jahre, einfacher bis leistungsstarker Tarifetwa 86 bis 160 Euro
Pflege-Bahr, Mindestbeitrag mit Zulageab 15 Euro
Eigenanteil Pflegeheim, erstes Jahr, Bundesschnitt3.364 Euro im Monat

Richtwerte, Stand September 2026. Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und gewählter Leistung ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Abschluss mit 45 oder mit 55

Dieselbe Leistung, zehn Jahre später abgeschlossen. Beitrag in der Mitte zwischen einfachem und starkem Tarif, bis zum 85. Lebensjahr gezahlt.

Abschluss mit 45, etwa 60 Euro im Monat, 40 Jahreetwa 28.800 Euro
Abschluss mit 55, etwa 95 Euro im Monat, 30 Jahreetwa 34.200 Euro
Leistung bei Pflegegrad 5 im Heim1.500 Euro im Monat
Das deckt von der Heimlücke im Schnittetwa drei Viertel bei 1.400 Euro Rente

Wer zehn Jahre später abschließt, zahlt insgesamt mehr und muss dann noch gesund genug sein. Beitragserhöhungen über die Jahre sind hier nicht eingerechnet.

Beiträge nach Eintrittsalter

Der Beitrag wird beim Abschluss nach Ihrem Alter festgelegt. Er kann später steigen, wenn die Kosten der Versicherer steigen, aber nicht allein, weil Sie älter werden. Deshalb ist früh abschließen günstiger.

Die Werte gelten für eine Leistung von bis zu 1.500 Euro im Monat in Pflegegrad 5. Die günstigen Tarife zahlen in den niedrigen Graden deutlich weniger.

EintrittsalterEinfacher TarifLeistungsstarker Tarif
20 Jahreetwa 10 Euroetwa 14 Euro
30 Jahreetwa 20 Euroetwa 43 Euro
40 Jahreetwa 32 Euroetwa 64 Euro
50 Jahreetwa 52 Euroetwa 99 Euro
60 Jahreetwa 86 Euroetwa 160 Euro

Warum gleiche Leistung unterschiedlich kostet

Der Unterschied liegt in den Pflegegraden 1 bis 3. Ein einfacher Tarif zahlt dort vielleicht 10 Prozent der vollen Leistung, ein starker Tarif 50 Prozent. Viele Menschen werden aber lange in diesen Graden zu Hause gepflegt.

Dazu kommen Beitragsbefreiung im Pflegefall, Leistung bei Demenz und eine Einmalzahlung bei Eintritt der Pflege. Jeder Punkt kostet etwas, spart aber im Ernstfall viel.

Der Pflege-Bahr

Bei geförderten Tarifen zahlen Sie mindestens 10 Euro, der Staat legt 5 Euro dazu. Es gibt keine Gesundheitsprüfung, dafür eine Wartezeit von bis zu fünf Jahren.

Die Mindestleistung liegt bei 600 Euro im Monat in Pflegegrad 5. Das reicht für eine Heimlücke von über 3.000 Euro bei Weitem nicht. Für Gesunde ist ein normales Pflegetagegeld meist die bessere Wahl, für Menschen mit Vorerkrankungen kann der Pflege-Bahr der einzige Weg sein.

Wie viel Leistung Sie brauchen

Rechnen Sie den Eigenanteil im Heim in Ihrem Bundesland minus Ihre spätere Rente. Die Differenz ist Ihre Lücke. Ein Tagessatz von 50 Euro bringt etwa 1.500 Euro im Monat.

Wählen Sie keinen Betrag, den Sie später nicht zahlen können. Ein Vertrag, der mit 70 gekündigt wird, hat Ihnen nichts gebracht.

Wann Sie sie nicht brauchen

Mit sehr geringem Einkommen und ohne Vermögen zahlt im Pflegefall das Sozialamt, ein eigener Vertrag schützt dann wenig. Auch wer eine hohe Pension und großes Vermögen hat, kann die Lücke oft selbst tragen.

Kinder werden für die Pflege der Eltern erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro brutto herangezogen.

Schritt für Schritt

  1. Eigenanteil im Heim in Ihrem Bundesland nachsehen.
  2. Spätere Rente grob schätzen und die Lücke ausrechnen.
  3. Tagessatz so wählen, dass er die Lücke in Grad 4 und 5 deckt.
  4. Leistung in Grad 2 und 3 vergleichen, nicht nur Grad 5.
  5. Beitrag prüfen, den Sie auch als Rentner zahlen können.
  6. Gesundheitsfragen vollständig beantworten.

Checkliste

  • Leistung in Pflegegrad 2 und 3 mindestens 30 Prozent
  • Beitragsbefreiung im Pflegefall
  • Demenz ohne Einschränkung eingeschlossen
  • Keine Wartezeit bei normalem Pflegetagegeld
  • Beitrag dauerhaft bezahlbar
  • Nachversicherung ohne neue Gesundheitsprüfung möglich

Häufige Fehler

  • Nur auf den Beitrag schauen und die schwache Leistung in den niedrigen Graden übersehen
  • Den Pflege-Bahr für ausreichend halten
  • So lange warten, bis eine Vorerkrankung den Abschluss verhindert
  • Einen Tagessatz wählen, der im Rentenalter nicht mehr bezahlbar ist

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Pflegezusatzversicherung mit 50?

Für bis zu 1.500 Euro im Monat etwa 52 bis 99 Euro, je nach Leistung in den niedrigen Pflegegraden.

Steigt der Beitrag mit dem Alter?

Nicht wegen des Alters allein, aber bei steigenden Kosten der Versicherer. Erhöhungen sind in der Pflegeversicherung häufig.

Kann ich die Pflegezusatz von der Steuer absetzen?

Als Vorsorgeaufwand ja, oft wirkt sich das aber nicht aus, weil der Höchstbetrag schon durch Kranken- und Pflegepflichtbeiträge ausgeschöpft ist.

Was ist günstiger, Pflegetagegeld oder Pflegekostenversicherung?

Die Beiträge sind ähnlich. Das Tagegeld ist freier verwendbar und wird daher meist vorgezogen.

Gibt es eine Pflegezusatz ohne Gesundheitsfragen?

Ja, der geförderte Pflege-Bahr. Dafür gilt eine Wartezeit von bis zu fünf Jahren und die Leistung ist niedrig.

Muss ich im Pflegefall weiter zahlen?

In vielen Tarifen nicht, wenn Beitragsbefreiung vereinbart ist. Achten Sie beim Abschluss darauf, ab welchem Pflegegrad sie gilt.

Quellen

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