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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Hausrat

Wie versichert man den Hausrat in einer WG?

Kurz gesagt

Wie man den Hausrat in einer WG versichert, hängt vom Zusammenleben ab. Meist hat jeder einen eigenen Vertrag für sein Zimmer mit Anteil an Küche und Bad, ab etwa 2 Euro im Monat. Ein gemeinsamer Vertrag ist günstiger, wenn alle darin namentlich stehen. Studierende sind oft über die Eltern mit Grenzen versichert. Diebstahl durch Mitbewohner ohne Einbruch zahlt keiner der Wege.

Wie versichert man den Hausrat in einer WG?

Was es kostet

Richtwerte aus veröffentlichten Preisangaben für WG-Zimmer und Studierende.

BeispielRichtwert
WG-Zimmer, einfacher Tarifab etwa 1,84 Euro im Monat
WG-Zimmer mit Anteil der Gemeinschaftsräume, rund 30 m², guter Tarifetwa 30 bis 60 Euro im Jahr
Gemeinsamer Vertrag für 90 m², geteilt durch dreietwa 20 bis 40 Euro je Person im Jahr
Schutz über die Hausrat der Eltern0 Euro zusätzlich, mit Obergrenze

Richtwerte, Stand Oktober 2026.

Die Einstiegspreise stammen aus öffentlich genannten Angaben;

die Beiträge für 30 m² und den geteilten Vertrag sowie die Grenzen der Außenversicherung sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.

Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Studentin, Zimmer in einer Dreier-WG, Erstwohnsitz am Studienort

Ihr Zimmer hat 18 m², Küche, Bad und Flur haben 36 m². Weil die WG ihr Erstwohnsitz ist, greift der Vertrag der Eltern nicht.

Eigenes Zimmer18 m²
Anteil Gemeinschaftsräume (36 m² durch 3)12 m²
Versicherungssumme (30 × 650 Euro)19.500 Euro
Beitrag eigener Vertragetwa 30 bis 60 Euro im Jahr

Rund 3 bis 5 Euro im Monat für Laptop, Rad, Kleidung und Möbel. Ein gemeinsamer Vertrag wäre billiger, muss aber bei jedem Wechsel angepasst werden.

Drei Wege, den Hausrat in der WG zu versichern

Eigener Vertrag: Jeder versichert seine eigenen Sachen. Die Wohnfläche ist das eigene Zimmer plus ein Anteil an Küche, Bad und Flur. Zieht jemand aus, bleiben die anderen Verträge unberührt. Das ist der einfachste und sauberste Weg.

Gemeinsamer Vertrag: Ein Vertrag für die ganze Wohnung, alle Mitbewohner stehen namentlich darin und teilen den Beitrag. Das spart Geld, aber bei jedem Wechsel in der WG muss der Vertrag angepasst werden, und im Schadenfall wird über eine Summe für alle abgerechnet.

Vertrag des Hauptmieters: Hat nur der Hauptmieter einen Vertrag, sind die Sachen der Untermieter nicht automatisch dabei. Darauf sollten Sie sich nicht verlassen.

WegVorteilNachteil
Eigener Vertrag je Personunabhängig, klare Zuordnungetwas teurer als geteilt
Gemeinsamer Vertraggünstiger je KopfAnpassung bei jedem Ein- und Auszug, nicht überall möglich
Nur Vertrag des HauptmieterskeinerSachen der Mitbewohner meist nicht versichert
Über die Elternkostet nichts extraObergrenze, nur ohne eigenen Haushalt

Schutz über die Eltern: wann er reicht

Viele Hausratverträge der Eltern schließen Kinder in Ausbildung ein, die auswärts wohnen. Das gilt in der Regel nur, solange das WG-Zimmer nicht der Erstwohnsitz ist und der Lebensmittelpunkt bei den Eltern bleibt.

Der Schutz ist dann eine Außenversicherung mit Grenze, oft ein Teil der Versicherungssumme der Eltern. Für ein Zimmer mit Laptop, Rad und ein paar Möbeln reicht das häufig. Für teure Technik oder Instrumente rechnen Sie besser nach.

Was in der WG nicht versichert ist

Die Hausratversicherung zahlt bei Einbruchdiebstahl, also wenn jemand gewaltsam eindringt. Nimmt ein Mitbewohner oder ein Partygast etwas mit, ohne etwas aufzubrechen, ist das einfacher Diebstahl und nicht versichert.

Auch Schäden, die Sie Mitbewohnern oder dem Vermieter zufügen, gehören nicht in die Hausrat, sondern in die Privathaftpflicht. Möbel, die dem Vermieter gehören, versichert er selbst.

Wann Sie keinen eigenen Vertrag brauchen

Wenn Sie wenig besitzen und alles ohne Mühe neu kaufen könnten, ist eine Hausratversicherung verzichtbar. Das gilt etwa für ein möbliertes Zimmer, in dem Ihnen nur Kleidung und ein günstiger Laptop gehören.

Auch wenn die Außenversicherung der Eltern greift und deren Grenze zu Ihren Sachen passt, ist ein eigener Vertrag doppelt bezahlt. Prüfen Sie das bei jedem Umzug neu.

Schritt für Schritt

  1. Klären, ob die WG Ihr Erstwohnsitz ist oder Sie über die Eltern versichert bleiben.
  2. Bei den Eltern die Grenze der Außenversicherung nachfragen.
  3. Zimmer plus Anteil an Küche, Bad und Flur ausrechnen und mit 650 Euro malnehmen.
  4. Mit den Mitbewohnern entscheiden: eigene Verträge oder ein gemeinsamer.
  5. Bei einem gemeinsamen Vertrag alle Namen eintragen lassen und Wechsel sofort melden.

Checkliste

  • WG als Wohnform vom Versicherer ausdrücklich akzeptiert
  • Alle Mitbewohner namentlich im gemeinsamen Vertrag
  • Versicherungssumme mindestens 650 Euro je Quadratmeter
  • Grobe Fahrlässigkeit eingeschlossen
  • Fahrrad rund um die Uhr, wenn es im Hof oder an der Uni steht
  • Eigene Privathaftpflicht für Schäden an Mitbewohnern und Vermieter

Häufige Fehler

  • Sich auf den Vertrag des Hauptmieters verlassen
  • Nach dem Umzug weiter auf die Eltern bauen, obwohl die WG jetzt Erstwohnsitz ist
  • Beim gemeinsamen Vertrag Ein- und Auszüge nicht melden
  • Annehmen, Diebstahl durch Mitbewohner sei versichert

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Muss jeder in der WG eine eigene Hausratversicherung haben?

Nein. Möglich sind eigene Verträge oder ein gemeinsamer. Wichtig ist, dass die Sachen jeder Person tatsächlich versichert sind.

Bin ich als Student über die Hausrat meiner Eltern versichert?

Oft ja, solange Ihr Lebensmittelpunkt bei den Eltern liegt und die WG nicht Ihr Erstwohnsitz ist. Die Leistung ist auf eine Grenze beschränkt.

Zahlt die Hausrat, wenn ein Mitbewohner etwas stiehlt?

Meist nicht. Ohne Einbruch gilt das als einfacher Diebstahl, und der ist nicht versichert. Hier hilft nur eine Anzeige.

Wie wird die Wohnfläche in der WG gerechnet?

Ihr Zimmer plus Ihr Anteil an Küche, Bad und Flur. Balkon und Keller zählen in der Regel nicht zur Wohnfläche.

Was passiert beim gemeinsamen Vertrag, wenn jemand auszieht?

Der Vertrag muss angepasst werden. Wer auszieht, sollte vorher einen eigenen Schutz für die neue Wohnung haben.

Brauche ich in der WG auch eine Haftpflicht?

Ja, die Hausrat zahlt keine Schäden, die Sie anderen zufügen. Dafür ist die Privathaftpflicht da, Studierende sind oft über die Eltern versichert.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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