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Wann sollte ich eine Pflegezusatzversicherung abschließen?

Kurz gesagt

Wann sollte ich eine Pflegezusatzversicherung abschließen? Am besten zwischen 30 und 50 Jahren, solange Sie gesund sind. Mit 40 zahlen Sie für bis zu 1.500 Euro Leistung im Monat etwa 32 bis 64 Euro, mit 60 schon 86 bis 160 Euro. Mit einer ernsten Vorerkrankung bekommen Sie oft gar keinen normalen Vertrag mehr.

Wann sollte ich eine Pflegezusatzversicherung abschließen?

Was es kostet

Veröffentlichte Monatsbeiträge für ein Pflegetagegeld mit bis zu 1.500 Euro Leistung in Pflegegrad 5, nach Eintrittsalter.

BeispielRichtwert
Eintrittsalter 30 Jahreetwa 20 bis 43 Euro im Monat
Eintrittsalter 40 Jahreetwa 32 bis 64 Euro im Monat
Eintrittsalter 50 Jahreetwa 52 bis 99 Euro im Monat
Eintrittsalter 60 Jahreetwa 86 bis 160 Euro im Monat
Geförderte Pflege-Bahr, jedes Alter ab 18mindestens 15 Euro im Monat, davon 5 Euro Zulage

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Beitragsbeispielen.

Die Summen im Rechenbeispiel gehen von gleichbleibenden Beiträgen bis 85 Jahre aus,

das ist eine Vereinfachung.

Höchstalter und Strenge der Gesundheitsprüfung sind ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Gleiche Leistung, drei Einstiegszeitpunkte

Was Sie bis zum 85. Geburtstag insgesamt einzahlen, im einfachen Tarif und ohne Beitragserhöhungen gerechnet.

Einstieg mit 40, 45 Jahre lang 32,35 Eurorund 17.500 Euro
Einstieg mit 50, 35 Jahre lang 52,25 Eurorund 21.900 Euro
Einstieg mit 60, 25 Jahre lang 86,05 Eurorund 25.800 Euro

Wer mit 40 beginnt, zahlt trotz 20 Jahren mehr Laufzeit insgesamt rund 8.300 Euro weniger als mit 60 und ist dazu die ganze Zeit geschützt.

Der Beitrag richtet sich nach dem Eintrittsalter

Der Beitrag wird beim Abschluss nach Ihrem Alter festgelegt. Er kann später steigen, wenn die Kosten im Tarif steigen, aber nicht allein deshalb, weil Sie älter werden. Wer früh einsteigt, behält also den günstigeren Beitrag.

Die Werte gelten für ein Pflegetagegeld mit bis zu 1.500 Euro im Monat in Pflegegrad 5. Der einfache Tarif zahlt in den niedrigen Pflegegraden wenig, der leistungsstarke deutlich mehr.

EintrittsalterEinfacher TarifLeistungsstarker Tarif
20 Jahreetwa 10 Euroetwa 14 Euro
30 Jahreetwa 20 Euroetwa 43 Euro
40 Jahreetwa 32 Euroetwa 64 Euro
50 Jahreetwa 52 Euroetwa 99 Euro
60 Jahreetwa 86 Euroetwa 160 Euro

Warum die Gesundheit wichtiger ist als das Alter

Beim Antrag beantworten Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit. Maßgeblich ist der Stand am Tag des Abschlusses. Was danach an Krankheiten kommt, ändert am Vertrag nichts mehr.

Genau deshalb ist Warten riskant. Eine Diagnose wie Diabetes, ein Herzleiden, eine psychische Erkrankung oder eine beginnende Demenz kann dazu führen, dass Sie keinen normalen Tarif mehr bekommen oder nur mit Zuschlag. Ab etwa 60 Jahren wird die Prüfung spürbar strenger, und viele Tarife haben ein Höchstalter für den Eintritt.

Warum nicht schon mit 20?

Mit 20 Jahren ist der Beitrag am niedrigsten, Sie zahlen ihn aber auch 60 Jahre oder länger. In dieser Zeit können Beiträge mehrfach steigen, und Geld, das Sie heute für Ausbildung, Familie oder Altersvorsorge brauchen, fehlt dort.

Vorrang haben in jungen Jahren meist die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit und die Haftpflicht. Die Pflegezusatzversicherung kommt dazu, sobald das Einkommen stabil ist, oft zwischen 30 und 45 Jahren.

Wann ein Abschluss zu spät kommt

Wenn bereits eine Pflegebedürftigkeit absehbar ist oder ein Antrag auf einen Pflegegrad läuft, nimmt Sie kein normaler Tarif mehr an. Dann bleibt nur die geförderte Pflege-Bahr, die ohne Gesundheitsfragen jeden Erwachsenen ohne bisherige Pflegeleistungen annimmt, aber erst nach bis zu fünf Jahren Wartezeit zahlt.

Ab etwa 65 Jahren rechnet sich ein neuer Vertrag selten, weil der Beitrag hoch ist und die Zeit bis zum Pflegefall kurz. Hier ist es oft ehrlicher, gezielt Geld für die Pflege zurückzulegen.

Wann Sie gar keinen Vertrag brauchen

Wenn Ihre spätere Rente und Ihr Vermögen einen Heimplatz auch über mehrere Jahre tragen, ist der Zeitpunkt egal, denn Sie brauchen die Versicherung nicht.

Wer dagegen kaum Vermögen hat und im Pflegefall auf Hilfe zur Pflege vom Sozialamt angewiesen wäre, gewinnt mit einem Vertrag ebenfalls wenig, weil die Leistung vor allem den Sozialträger entlastet.

Schritt für Schritt

  1. Prüfen, ob Rente und Vermögen einen Heimplatz über Jahre tragen würden.
  2. Wenn nicht: Abschluss planen, sobald das Einkommen stabil ist.
  3. Vor geplanten Arztterminen mit möglicher Diagnose den Antrag stellen, nicht danach.
  4. Gesundheitsfragen vollständig und ehrlich beantworten.
  5. Leistung in den Pflegegraden 2 und 3 vergleichen, nicht nur in Pflegegrad 5.
  6. Bei Ablehnung die geförderte Pflege-Bahr als Ausweg prüfen.

Checkliste

  • Abschluss vor einer ernsten Diagnose
  • Leistung schon ab Pflegegrad 2 spürbar
  • Beitragsbefreiung im Pflegefall
  • Dynamik, damit die Leistung mit den Kosten wächst
  • Beitrag auch nach Erhöhungen dauerhaft tragbar
  • Höchstalter für den Eintritt im Blick

Häufige Fehler

  • Auf das Rentenalter warten und dann an den Gesundheitsfragen scheitern
  • Vorerkrankungen verschweigen, damit der Antrag durchgeht
  • Nur auf den niedrigsten Beitrag mit 20 Jahren schauen und die Laufzeit vergessen
  • Einen Beitrag wählen, der mit 70 nicht mehr bezahlbar ist

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ab welchem Alter kann ich abschließen?

In der Regel als Erwachsener, die geförderte Pflege-Bahr ab 18 Jahren. Sinnvoll wird es für die meisten ab etwa 30 Jahren, wenn das Einkommen stabil ist.

Bis zu welchem Alter geht es noch?

Viele Tarife haben ein Höchstalter für den Eintritt, oft zwischen 65 und 75 Jahren. Entscheidend ist aber eher die Gesundheit.

Was passiert, wenn ich nach dem Abschluss krank werde?

Nichts am Vertrag. Es zählt Ihr Gesundheitszustand beim Abschluss, spätere Krankheiten führen nicht zu Kündigung oder Zuschlag.

Steigt der Beitrag, wenn ich älter werde?

Nicht wegen des Alters. Er kann aber steigen, wenn die Kosten im Tarif steigen, etwa weil Pflege teurer wird.

Lohnt sich ein Abschluss mit 60 noch?

Wenn Sie gesund sind und den Beitrag von etwa 86 bis 160 Euro im Monat sicher tragen können, ja. Rechnen Sie aber durch, ob Sparen nicht günstiger wäre.

Ich habe eine Vorerkrankung. Was nun?

Fragen Sie mehrere Tarife an, die Annahmeregeln unterscheiden sich. Klappt es nirgends, nimmt Sie die geförderte Pflege-Bahr ohne Gesundheitsfragen an.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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