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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Pflegezusatz

Was ist eine Pflegerentenversicherung?

Kurz gesagt

Eine Pflegerentenversicherung ist eine Lebensversicherung, die Ihnen lebenslang eine feste Monatsrente zahlt, sobald Sie pflegebedürftig werden. Was Sie damit bezahlen, entscheiden Sie selbst. Wer mit 25 bis 35 Jahren 1.000 Euro Rente bei Pflegegrad 5 absichert, zahlt etwa 50 bis 60 Euro im Monat. Sie ist meist teurer als ein Pflegetagegeld, dafür sind Beiträge fest kalkuliert und es gibt bei Kündigung Geld zurück.

Was ist eine Pflegerentenversicherung?

Was es kostet

Beitragsbeispiele aus veröffentlichten Tarifrechnungen, gesund, monatliche Zahlung.

BeispielRichtwert
25 Jahre, 1.000 Euro Rente bei Pflegegrad 5etwa 50 Euro im Monat
35 Jahre, 1.000 Euro Rente bei Pflegegrad 5etwa 54 bis 60 Euro im Monat, davon 667 Euro garantiert je nach Tarif
Kleinere Absicherung, junger Einstiegab etwa 32 Euro im Monat
50 bis 55 Jahre, 1.000 Euro Rente bei Pflegegrad 5oft das Doppelte und mehr gegenüber 35 Jahren

Stand Oktober 2026.

Der Wert für 50 bis 55 Jahre ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Rentenhöhe ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

35 Jahre, gesund, 1.000 Euro Pflegerente

Was Sie einzahlen und was im Heim ankommt, wenn bis zum Alter von 85 Jahren gezahlt wird.

Monatsbeitragetwa 54 bis 60 Euro
Beitrag in 50 Jahrenetwa 32.400 bis 36.000 Euro
Rente bei Pflegegrad 51.000 Euro im Monat, davon 667 Euro garantiert
Eigenanteil im Heim, Bundesschnitt3.364 Euro im Monat

Die Rente deckt knapp ein Drittel des Eigenanteils. Nach rund drei Jahren Heimpflege ist mehr ausgezahlt als eingezahlt. Wer früher pflegebedürftig wird, zahlt keine Beiträge mehr und bekommt trotzdem die volle Rente.

So funktioniert eine Pflegerente

Sie vereinbaren eine Monatsrente, zum Beispiel 1.000 Euro für Pflegegrad 5. Bei niedrigeren Pflegegraden zahlt der Vertrag einen festen Prozentsatz davon. Manche Tarife leisten erst ab Pflegegrad 2 oder 3, darauf sollten Sie achten.

Anders als die gesetzliche Pflegekasse fragt die Pflegerente nicht nach Belegen. Das Geld steht Ihnen zur freien Verfügung, ob für das Heim, einen Pflegedienst oder Angehörige, die Sie zu Hause versorgen.

MerkmalPflegerentenversicherungPflegetagegeld
Art der VersicherungLebensversicherungKrankenversicherung
Beitraghöher, fest kalkuliertniedriger, kann später steigen
Bei KündigungRückkaufswert, also ein Teil des Geldes zurücknichts zurück
Im PflegefallBeitragsbefreiung, lebenslange Rentemeist Beitragsbefreiung, Tagessatz
Todesfall vor der Pflegeje nach Tarif Auszahlung an Hinterbliebenekeine Leistung

Wie groß die Lücke ist

Im Pflegeheim zahlen Bewohner im ersten Jahr im Bundesschnitt einen Eigenanteil von 3.364 Euro im Monat. Was die eigene Rente nicht deckt, kommt aus dem Ersparten und danach gegebenenfalls vom Sozialamt.

Eine Pflegerente von 1.000 Euro schließt diese Lücke nicht ganz, macht sie aber deutlich kleiner. Rechnen Sie Ihre eigene Lücke aus, bevor Sie eine Höhe wählen.

Die Nachteile offen gesagt

Der höhere Beitrag ist der größte Nachteil. Für dasselbe Geld bekommen Sie mit einem Pflegetagegeld oft eine deutlich höhere Leistung. Der Rückkaufswert ist in den ersten Jahren gering, weil zuerst die Kosten verrechnet werden.

Ein Teil der Rente hängt oft an der Überschussbeteiligung und ist nicht garantiert. Prüfen Sie im Angebot, welche Rente fest zugesagt ist. Gesundheitsfragen gibt es auch hier: Vorerkrankungen können zu Zuschlag oder Ablehnung führen.

Wann Sie keine brauchen

Wer ein großes Vermögen oder hohe Einkünfte im Alter hat, kann die Pflegekosten selbst tragen. Dann ist der Beitrag besser angelegt.

Ist Ihr Budget knapp, kommen eine Berufsunfähigkeitsversicherung und die Privathaftpflicht zuerst. Wer vor allem viel Leistung für wenig Geld möchte, fährt mit einem Pflegetagegeld oft besser. Die Pflegerente passt zu Menschen, denen feste Beiträge und eine Rückzahlung bei Kündigung wichtig sind.

Schritt für Schritt

  1. Eigene Pflegelücke ausrechnen: Eigenanteil minus erwartete Rente.
  2. Festlegen, ab welchem Pflegegrad die Leistung beginnen soll.
  3. Garantierte und nicht garantierte Rente im Angebot trennen.
  4. Mit einem Pflegetagegeld gleicher Höhe vergleichen.
  5. Gesundheitsfragen vollständig und ehrlich beantworten.

Checkliste

  • Leistung schon ab Pflegegrad 2, besser ab Pflegegrad 1
  • Beitragsbefreiung ab dem ersten leistungspflichtigen Pflegegrad
  • Garantierte Rente klar beziffert
  • Möglichkeit zur Beitragsfreistellung bei Geldnot
  • Keine Wartezeit oder nur eine kurze

Häufige Fehler

  • Die Rente mit Überschüssen für garantiert halten
  • In den ersten Jahren kündigen und viel Geld verlieren
  • Eine Pflegerente abschließen, obwohl Berufsunfähigkeit noch nicht abgesichert ist
  • Nur Pflegegrad 5 betrachten, obwohl die Grade 2 und 3 viel häufiger sind

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was ist der Unterschied zwischen Pflegerente und Pflegetagegeld?

Die Pflegerente ist eine Lebensversicherung mit festen Beiträgen und Rückkaufswert. Das Pflegetagegeld ist eine Krankenversicherung, günstiger, aber die Beiträge können steigen und bei Kündigung gibt es nichts zurück.

Muss ich die Pflegerente versteuern?

Nein, die Pflegerente ist einkommensteuerfrei.

Wird die Pflegerente auf Sozialleistungen angerechnet?

Bei der Hilfe zur Pflege vom Sozialamt zählt sie als Einkommen. Sie verringert also den Zuschuss, schützt aber länger Ihr Erspartes.

Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?

Viele Tarife nehmen Kunden bis etwa 65 oder 70 Jahre auf. Mit dem Alter steigen Beitrag und das Risiko einer Ablehnung.

Was passiert, wenn ich sterbe, ohne pflegebedürftig zu werden?

Je nach Tarif gibt es eine Todesfallleistung an Hinterbliebene, oft in Höhe eines Teils der Beiträge. Manche Tarife zahlen dann nichts.

Kann ich die Beiträge pausieren?

Viele Verträge lassen eine Beitragsfreistellung zu. Die spätere Rente fällt dann kleiner aus.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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