Zum Inhalt springen

Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Berufsunfähigkeit

Welche Alternativen zur BU-Versicherung gibt es?

Kurz gesagt

Es gibt fünf ernsthafte Alternativen: Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Multi-Risk-, Schwere-Krankheiten- und Unfallversicherung. Keine ersetzt die BU ganz, jede zahlt nur bei einem Teil der Ursachen. Für eine Bürokraft mit 30 kosten 1.000 Euro Rente je nach Weg etwa 20 bis 65 Euro im Monat. Prüfen Sie zuerst, ob eine BU nicht doch zu bekommen ist.

Welche Alternativen zur BU-Versicherung gibt es?

Was es kostet

Richtwerte aus veröffentlichten Beispielrechnungen, Stand Oktober 2026.

BeispielRichtwert
Erwerbsunfähigkeit, Bürokauffrau, 30 Jahre, 1.000 Euro Renteetwa 20 bis 35 Euro im Monat
Erwerbsunfähigkeit, Dachdecker, 35 Jahre, 1.500 Euro Renteetwa 45 bis 60 Euro im Monat
Grundfähigkeit, Dachdecker, 35 Jahre, 1.500 Euro Renteetwa 70 bis 90 Euro im Monat
Grundfähigkeit, 25 Jahre, körperlicher Beruf, ohne und mit Psyche-Bausteinab etwa 59 bis 83 Euro im Monat
Multi-Risk, Erzieherin, 28 Jahre, 1.200 Euro Renteetwa 30 bis 60 Euro im Monat
Schwere Krankheiten, 30 Jahre, 100.000 Euro einmaligetwa 27 bis 42 Euro im Monat
Unfall, 30 Jahre, Büro, 100.000 Euro Grundsummeetwa 8 bis 15 Euro im Monat

Werte aus öffentlich genannten Tarifbeispielen. Der BU-Vergleichswert in der Tabelle ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Ihr Beitrag hängt von Beruf, Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Pflegefachkraft, 28 Jahre, BU nur mit Ausschluss für den Rücken

Ein Bandscheibenvorfall vor drei Jahren führt zum Ausschluss der Wirbelsäule. Gerade das ist in der Pflege das größte Risiko. Sie baut deshalb aus zwei Bausteinen.

Grundfähigkeit, 1.200 Euro Rente, deckt Heben, Knien, Gehenetwa 45 bis 65 Euro
Erwerbsunfähigkeit, 800 Euro Rente, deckt auch Psycheetwa 20 bis 30 Euro
Zusammenetwa 65 bis 95 Euro im Monat
BU mit Rückenausschluss zum VergleichRente fehlt genau im wahrscheinlichsten Fall

Kann sie nach einem neuen Vorfall nicht mehr heben, zahlt die Grundfähigkeit. Bricht sie psychisch zusammen und kann gar nicht mehr arbeiten, zahlt die Erwerbsunfähigkeit. Eine Lücke bleibt, wenn sie nur ihren Beruf nicht mehr schafft, aber leichtere Arbeit noch geht.

Warum Menschen nach Alternativen suchen

Meist aus einem von drei Gründen: Die BU ist zu teuer, etwa in Handwerk und Pflege. Der Antrag wurde wegen Vorerkrankungen abgelehnt oder nur mit Ausschluss angeboten. Oder jemand möchte die Gesundheitsprüfung umgehen.

Der erste Grund lässt sich oft anders lösen, etwa mit einer kleineren Rente oder einem kürzeren Endalter. Der zweite ist der echte Fall für eine Alternative. Beim dritten gilt: Auch die meisten Alternativen stellen Gesundheitsfragen.

Die Alternativen im Überblick

Entscheidend ist der Leistungsauslöser, also das, was passieren muss, damit Geld fließt. Bei der BU ist das: Sie können Ihren Beruf zur Hälfte nicht mehr ausüben. Alle Alternativen setzen eine andere, meist höhere Hürde.

AlternativeZahlt, wennPsyche gedecktBürokraft, 30, 1.000 Euro
Berufsunfähigkeit (Vergleich)Beruf zu 50 Prozent nicht mehr möglichjaetwa 40 bis 55 Euro
Erwerbsunfähigkeitkeine Arbeit über drei Stunden täglich mehrjaetwa 20 bis 35 Euro
GrundfähigkeitVerlust einer Fähigkeit wie Sehen, Gehen, Greifennur eingeschränktetwa 35 bis 55 Euro
Multi-RiskUnfallinvalidität, Grundfähigkeit, schwere Krankheit oder Pflegemeist nichtetwa 30 bis 65 Euro
Schwere KrankheitenDiagnose wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfallkaumetwa 27 bis 42 Euro für 100.000 Euro einmalig
Unfallversicherungbleibende Invalidität nach einem Unfallneinetwa 8 bis 15 Euro für 100.000 Euro Grundsumme

Erwerbsunfähigkeit: die ähnlichste, aber strengste

Sie schützt bei jeder Ursache, auch bei psychischen Erkrankungen. Dafür zahlt sie erst, wenn Sie gar keine Arbeit mehr über drei Stunden am Tag schaffen, egal welche. Das ist eine hohe Hürde, aber für Menschen mit Psyche als größtem Risiko oft der bessere Ersatz als eine Grundfähigkeit.

Ein Nachteil, den viele übersehen: Mit Vorerkrankungen ist auch sie nicht immer leichter zu bekommen, weil die Gesundheitsfragen ähnlich sind.

Grundfähigkeit und Multi-Risk: gut für körperliche Berufe

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Sie eine klar beschriebene Fähigkeit verlieren, auch wenn Sie weiterarbeiten. Für Dachdecker, Pflegekräfte oder Mechaniker ist das oft ein echter Schutz, und im Schadenfall leichter zu belegen als eine Berufsunfähigkeit.

Multi-Risk-Tarife bündeln mehrere Auslöser in einer Rente. Lesen Sie genau, welche Krankheiten und Fähigkeiten aufgezählt sind, denn die Listen unterscheiden sich stark. Psychische Erkrankungen fehlen meist oder sind nur für schwere Verläufe eingeschlossen.

Schwere Krankheiten und Unfall: Ergänzung, kein Ersatz

Die Versicherung gegen schwere Krankheiten zahlt eine Einmalsumme bei Diagnose. Das hilft bei Umbau, Therapie oder Verdienstausfall, ersetzt aber kein laufendes Einkommen über Jahrzehnte.

Die Unfallversicherung ist günstig und sinnvoll für Freizeitrisiken. Als Ersatz für die BU taugt sie kaum, weil nur ein kleiner Teil der Berufsunfähigkeiten auf Unfälle zurückgeht.

Was keine Alternative ist

Krankengeld der Kasse fließt höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit. Ein privates Krankentagegeld endet in der Regel, sobald Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Beides überbrückt, ersetzt aber nichts auf Dauer.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gibt es nur bei schwerer Einschränkung und nach Wartezeit. Eigenes Vermögen ist eine echte Alternative, aber nur, wenn es Sie bis zur Rente trägt.

Unsere Reihenfolge

Erst alle Wege zur BU ausschöpfen: anonyme Voranfrage, kleinere Rente, Ausschluss statt Ablehnung. Dann je nach Risiko: bei körperlicher Arbeit Grundfähigkeit oder Multi-Risk, bei psychischem Risiko Erwerbsunfähigkeit. Schwere Krankheiten und Unfall nur als Ergänzung.

Wenn das Budget es erlaubt, ist die Kombination aus Grundfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit oft der beste Ersatz, weil sich die Lücken der beiden kaum überschneiden.

Schritt für Schritt

  1. Klären, warum Sie eine Alternative suchen: Preis, Ablehnung oder Ausschluss.
  2. Bei Ablehnung zuerst anonym bei mehreren Versicherern vorfragen lassen.
  3. Ihr größtes Risiko benennen: körperlich, psychisch oder Unfall.
  4. Die passende Alternative nach dem Leistungsauslöser wählen, nicht nach dem Preis.
  5. Prüfen, ob zwei kleine Bausteine zusammen mehr abdecken als einer.
  6. Eine Option vereinbaren, später in eine BU zu wechseln, wenn Ihr Tarif das anbietet.

Checkliste

  • Leistungsauslöser verstanden und zum eigenen Risiko passend
  • Liste der Grundfähigkeiten oder Krankheiten gelesen
  • Psychische Erkrankungen gedeckt oder bewusst ausgelassen
  • Rente läuft bis zum Rentenbeginn, nicht nur zehn Jahre
  • Gesundheitsfragen genauso sorgfältig beantwortet wie bei einer BU
  • Mindestens zwei Angebote mit gleichem Umfang verglichen

Häufige Fehler

  • Eine Alternative wählen, ohne vorher eine anonyme Voranfrage für die BU gestellt zu haben
  • Die Unfallversicherung für einen vollen Ersatz halten
  • Eine Grundfähigkeit abschließen, obwohl das eigene Risiko vor allem psychisch ist
  • Eine Einmalzahlung bei schwerer Krankheit mit einer laufenden Rente verwechseln
  • Annehmen, Alternativen hätten keine Gesundheitsfragen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was ist die beste Alternative zur BU?

Das hängt vom Risiko ab. Bei körperlicher Arbeit meist die Grundfähigkeit, bei psychischem Risiko die Erwerbsunfähigkeit. Eine Kombination aus beiden kommt einer BU am nächsten.

Gibt es eine Alternative ohne Gesundheitsfragen?

Selten, und dann meist mit sehr kleiner Rente, Wartezeit oder Ausschluss bekannter Erkrankungen. Ein vollwertiger Schutz ohne Fragen ist uns nicht bekannt.

Ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung wirklich nur halb so teuer?

Oft ja. Der Grund ist die hohe Hürde: Sie zahlt erst, wenn Sie keine Arbeit über drei Stunden am Tag mehr schaffen.

Zahlt die Grundfähigkeit bei Depression oder Burn-out?

Meist nicht oder nur bei sehr schweren Verläufen mit eigenem Baustein. Prüfen Sie die Bedingungen genau.

Kann ich später noch in eine BU wechseln?

Manche Tarife bieten eine Wechseloption ohne neue Gesundheitsprüfung. Sonst brauchen Sie einen neuen Antrag mit Gesundheitsfragen.

Reicht eine Unfallversicherung für Handwerker?

Nein. Auch im Handwerk entsteht der größere Teil der Fälle durch Krankheit, etwa durch Rücken, Gelenke oder Psyche.

Sind die Leistungen steuerfrei?

Einmalzahlungen bei schwerer Krankheit meist ja, laufende Renten werden in der Regel mit dem Ertragsanteil besteuert. Das ist keine Steuerberatung.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebot anfordern: Berufsunfähigkeit

Wir vergleichen mehrere Versicherer und melden uns mit einem Vorschlag. Für Sie kostenlos, die Vergütung zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder gewählten Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer für ein Angebot braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Berufsunfähigkeitsversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Passende Fragen

NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand

War das hilfreich?

Norman Nammert Stefan Heinz Josy Olivia Jäkel

Kostenloser Rückruf

Lieber sprechen? Wir rufen zurück.

Nummer und Wunschzeit genügen, jemand aus unserem Team meldet sich. Jede und jeder hier hat den Sportbootführerschein See und Binnen: Wer neu anfängt, macht ihn im ersten Jahr, die Kosten übernehmen wir.

  • Kostenlos und unverbindlich
  • Beratung ohne Versicherungslatein
  • Angebot direkt im Gespräch möglich

Sofort erreichbar: 03375 / 29 12 77 · WhatsApp · info@nammert.com

Wunschzeit

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich für den Rückruf. Hinweise zur Verarbeitung finden Sie im Datenschutz.