Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?
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Kurz gesagt
Was sinnvoll ist, hängt vor allem vom Gewinn, vom Alter und von der Familie ab. Gesetzlich zahlen Selbstständige 2026 mindestens etwa 270 bis 290 Euro und höchstens rund 1.200 bis 1.270 Euro im Monat. Privat kostet ein guter Tarif mit 35 meist 600 bis 1.000 Euro, unabhängig vom Gewinn. Privat lohnt sich eher bei hohem, stabilem Gewinn, gesund und ohne Kinder, die sonst beitragsfrei mitversichert wären.
Richtwerte aus veröffentlichten Rechengrößen und Tarifbeispielen, Monatsbeiträge 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Gesetzlich, Mindestbeitrag mit Pflege | etwa 270 bis 290 Euro im Monat |
| Gesetzlich, Höchstbeitrag mit Pflege | etwa 1.200 bis 1.270 Euro im Monat |
| Privat, 35, guter Tarif ohne Pflege und Krankentagegeld | etwa 600 bis 760 Euro im Monat |
| Privat, 35, Gesamtbudget mit Pflege, Zuschlag und Krankentagegeld | etwa 800 bis 1.100 Euro im Monat |
| Privat, 35, einfacher Tarif mit hoher Selbstbeteiligung | ab etwa 350 bis 450 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand Oktober 2026.
Gesetzliche Beiträge mit Zusatzbeitrag der jeweiligen Kasse und Pflege mit oder ohne Kinderzuschlag.
Der einfache Tarif ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Ihr privater Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Tarif ab;
das genaue Angebot holen wir nach der Gesundheitsprüfung ein.
Rechenbeispiel
So sieht der Vergleich aus, wenn der Gewinn über der Beitragsbemessungsgrenze liegt.
| Gesetzlich mit Krankengeld, Höchstbeitrag mit Pflege | etwa 1.260 Euro |
| Privat, guter Tarif mit 600 Euro Selbstbeteiligung | etwa 620 bis 700 Euro |
| Private Pflegepflichtversicherung und Zuschlag | etwa 100 bis 140 Euro |
| Krankentagegeld 150 Euro ab dem 43. Tag | etwa 40 bis 70 Euro |
Privat zahlt sie heute etwa 760 bis 910 Euro, rund 350 bis 500 Euro weniger. Diesen Unterschied sollte sie zurücklegen, denn der private Beitrag steigt im Alter und bleibt in schwachen Jahren gleich.
In der gesetzlichen Kasse sind Selbstständige freiwillig versichert und zahlen den vollen Beitrag allein. Grundlage ist der Gewinn laut Steuerbescheid, mindestens aber 1.318,33 Euro im Monat und höchstens 5.812,50 Euro.
Wer wenig verdient, zahlt damit trotzdem den Mindestbeitrag. Wer mehr als die Grenze verdient, zahlt den Höchstbeitrag, egal wie hoch der Gewinn darüber liegt.
Partner ohne eigenes Einkommen und Kinder sind meist beitragsfrei mitversichert. Das ist der größte Vorteil der Kasse für Familien.
| Monatlicher Gewinn | Gesetzlich mit Pflege, etwa | Privat, etwa |
|---|---|---|
| bis 1.318 Euro | 270 bis 290 Euro | gleich, nach Alter und Tarif |
| 3.000 Euro | 615 bis 650 Euro | gleich, nach Alter und Tarif |
| 5.000 Euro | 1.030 bis 1.090 Euro | gleich, nach Alter und Tarif |
| ab 5.812,50 Euro | 1.200 bis 1.270 Euro | gleich, nach Alter und Tarif |
Die private Versicherung rechnet nach Eintrittsalter, Gesundheit und gewählten Leistungen. Der Gewinn spielt keine Rolle, auch nicht in schwachen Jahren.
Für jede Person brauchen Sie einen eigenen Vertrag, auch für Kinder. Dazu kommen die private Pflegepflichtversicherung, ein Krankentagegeld und bis 60 der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent.
Wer krank ist, verdient als Selbstständiger nichts. In der Kasse gibt es Krankengeld ab dem 43. Tag nur, wenn Sie das ausdrücklich wählen und dafür den höheren Beitragssatz zahlen.
Privat vereinbaren Sie ein Krankentagegeld mit festem Tagessatz und eigener Karenzzeit. Es sollte Ihre laufenden Kosten decken, privat wie betrieblich.
Bei schwankendem oder niedrigem Gewinn ist die Kasse meist sicherer, weil der Beitrag mit dem Einkommen sinkt. Privat bleibt der Beitrag gleich und steigt über die Jahre.
Mit Kinderwunsch und Partner ohne eigenes Einkommen wird privat schnell teuer. Und wer später zurück will, kommt nur über eine versicherungspflichtige Anstellung vor 55 in die Kasse.
Fragen und Antworten
Ja, in Deutschland besteht Versicherungspflicht. Sie wählen zwischen freiwilliger gesetzlicher Versicherung und privater Krankenversicherung.
Er wird aus mindestens 1.318,33 Euro Einkommen berechnet und liegt mit Pflege meist bei etwa 270 bis 290 Euro im Monat.
Ab 5.812,50 Euro Gewinn im Monat ist Schluss, das sind mit Pflege etwa 1.200 bis 1.270 Euro, je nach Kasse und Kinderzahl.
Selten. Der Gewinn ist in den ersten Jahren oft unsicher, und der private Beitrag sinkt nicht mit. Viele warten, bis sich der Gewinn stabilisiert hat.
Meist nur über eine versicherungspflichtige Anstellung unterhalb der Versicherungspflichtgrenze, und ab 55 fast gar nicht mehr.
Ja, der Anteil für die Grundversorgung und die Pflegeversicherung zählt voll als Sonderausgaben. Zu Ihrem Einzelfall fragen Sie Ihre Steuerberatung.
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