Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?
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Kurz gesagt
Voll absetzbar ist der Teil Ihres Beitrags, der die Grundversorgung abdeckt, dazu die private Pflegepflichtversicherung. Wahlleistungen wie Chefarzt, Einbettzimmer oder Krankentagegeld fallen unter die Höchstbeträge von 1.900 oder 2.800 Euro im Jahr, die meist schon ausgeschöpft sind. Selbstbehalte sind keine Beiträge, und eine Beitragsrückerstattung mindert den Abzug.
Steuerliche Rahmenwerte 2026 und typische Wirkung, keine Beitragspreise.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Höchstbetrag sonstige Vorsorge, Angestellte, Beamte, Rentner | 1.900 Euro im Jahr |
| Höchstbetrag sonstige Vorsorge, Selbstständige | 2.800 Euro im Jahr |
| Basisanteil eines typischen Volltarifs | etwa 70 bis 90 Prozent des Beitrags |
| Vorauszahlung im selben Jahr absetzbar | bis zum 3-Fachen des Jahresbeitrags |
Stand Oktober 2026.
Der Basisanteil ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis und je Tarif verschieden; maßgeblich ist die Bescheinigung Ihres Versicherers.
Keine Steuerberatung, für Ihren Fall fragen Sie bitte Ihre Steuerberatung.
Rechenbeispiel
So wirkt der Abzug bei einem privaten Volltarif mit Krankentagegeld.
| Krankenversicherung 650 Euro im Monat, davon Basisanteil 85 Prozent | 6.630 Euro im Jahr absetzbar |
| Private Pflegepflichtversicherung 60 Euro im Monat | 720 Euro im Jahr absetzbar |
| Wahlleistungen und Krankentagegeld | ohne Wirkung, Höchstbetrag schon überschritten |
| Abzug Grundversorgung gesamt | 7.350 Euro |
Bei 35 Prozent Grenzsteuersatz sinkt die Steuer um rund 2.570 Euro im Jahr, zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, wenn sie anfallen.
Absetzbar ist der Anteil, der ungefähr dem Leistungsumfang der gesetzlichen Kasse entspricht. Ihr Versicherer berechnet diesen Basisanteil und meldet ihn an das Finanzamt.
Die Bescheinigung kommt jedes Jahr mit der Post oder digital. Darauf steht, welcher Teil Ihres Beitrags auf die Grundversorgung und welcher auf Wahlleistungen entfällt.
| Beitragsteil | Steuerlich |
|---|---|
| Basisanteil Krankenversicherung | voll als Sonderausgaben |
| Private Pflegepflichtversicherung | voll als Sonderausgaben |
| Chefarzt, Einbettzimmer, Heilpraktiker | nur im Höchstbetrag, meist ohne Wirkung |
| Krankentagegeld | nur im Höchstbetrag, meist ohne Wirkung |
| Zahnzusatz und andere Zusatztarife | nur im Höchstbetrag, meist ohne Wirkung |
| Selbstbehalt | kein Beitrag, eventuell außergewöhnliche Belastung |
Angestellte setzen nur ihren eigenen Anteil ab. Der steuerfreie Zuschuss des Arbeitgebers wird abgezogen. Seit 2026 werden die Beiträge zudem elektronisch an Finanzamt und Arbeitgeber gemeldet, damit der Lohnsteuerabzug von Anfang an passt.
Beamte und Selbstständige tragen den Beitrag allein und setzen den Basisanteil vollständig ab. Für Selbstständige sind die Beiträge keine Betriebsausgaben, sondern Sonderausgaben in der privaten Steuererklärung.
Rechnungen, die Sie wegen eines Selbstbehalts selbst zahlen, sind keine Beiträge. Sie können als außergewöhnliche Belastung zählen, aber nur über der zumutbaren Belastung, die vom Einkommen abhängt. Das gelingt selten.
Eine Beitragsrückerstattung senkt die absetzbaren Beiträge im Jahr der Auszahlung. Bei hohem Steuersatz lohnt es sich daher, vor dem Zurückhalten einer Rechnung genau nachzurechnen.
Manche Versicherer erlauben, Beiträge für künftige Jahre vorab zu zahlen. Steuerlich zählt das im Jahr der Zahlung, solange die Summe das Dreifache des Jahresbeitrags nicht übersteigt.
Sinnvoll ist das vor allem in einem Jahr mit ungewöhnlich hohem Einkommen. Ob es sich für Sie lohnt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Wenn Sie angestellt sind und der Versicherer den Basisanteil korrekt meldet, müssen Sie meist nichts weiter tun. Zusatztarife extra in die Erklärung einzutragen bringt in den meisten Fällen keinen Euro, weil der Höchstbetrag schon voll ist.
Fragen und Antworten
Nur der Basisanteil und die Pflegepflichtversicherung. Der Rest zählt zu den Höchstbeträgen, die meist schon ausgeschöpft sind.
Nicht als Beitrag. Als außergewöhnliche Belastung nur, soweit Ihre Krankheitskosten die zumutbare Belastung übersteigen.
Sie mindert die absetzbaren Beiträge im Jahr, in dem sie ausgezahlt wird.
Ja, wenn Sie die Beiträge tragen und für das Kind Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibetrag haben. Die Details klärt Ihre Steuerberatung.
Es gehört nicht zur Grundversorgung und fällt unter den Höchstbetrag, der meist schon voll ist.
Nein, sie sind Sonderausgaben in der privaten Steuererklärung.
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