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Vertrauensschadenversicherung: wenn Betrug von innen oder per Anruf kommt

Die meisten Firmenpolicen schützen vor Unfällen und Fehlern. Gegen Vorsatz helfen sie nicht: Zweigt eine Buchhalterin über Jahre Geld ab oder überweist ein Mitarbeiter nach einer gefälschten Chef-Mail einen hohen Betrag ins Ausland, zahlt weder die Betriebshaftpflicht noch in vielen Fällen die Cyberpolice. Die Vertrauensschadenversicherung ist für genau diese Lücke gebaut. Sie ersetzt Vermögensschäden durch vorsätzliche Taten eigener Beschäftigter und, je nach Vertrag, durch Betrüger von außen.

Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt

Brauche ich eine Vertrauensschadenversicherung, wenn ich schon eine Cyberversicherung habe?

Häufig ja. Die Cyberpolice ist für Angriffe auf Ihre IT gebaut: Forensik, Wiederherstellung, Ertragsausfall, Datenschutz. Überweist ein Mitarbeiter selbst Geld, weil er getäuscht wurde, ist kein System gehackt worden, und viele Cybertarife zahlen dann nichts oder nur eine kleine Teilsumme. Untreue eigener Beschäftigter deckt eine Cyberpolice in der Regel gar nicht. Prüfen Sie deshalb beide Bedingungswerke nebeneinander und schließen Sie die Lücke gezielt.

Drei Tätergruppen, eine Police

Am Anfang standen die eigenen Leute: Beschäftigte, die Kasse, Lager oder Konten als Gelegenheit nutzen. Solche Taten bleiben oft lange unentdeckt, weil die Täter die Abläufe kennen und Kontrollen umgehen. Moderne Verträge versichern daneben externe Täter, die in Ihre Systeme eindringen und Zahlungen manipulieren, und Betrüger, die sich als Geschäftsführer, Lieferant oder Bank ausgeben.

Wer als Vertrauensperson gilt, regelt der Vertrag: neben Angestellten oft auch Auszubildende, Leiharbeitskräfte, freie Mitarbeiter und Organe. Gesellschafter mit beherrschender Beteiligung sind dagegen häufig ausgenommen, weil ein Unternehmen nicht gegen sich selbst versichert werden soll.

Fake President und Social Engineering

Beim Fake President meldet sich vermeintlich die Geschäftsführung, per Mail, Anruf oder inzwischen auch mit nachgeahmter Stimme, und verlangt eine eilige, vertrauliche Überweisung. Verwandt ist der Rechnungsbetrug: Ein angeblicher Lieferant teilt eine neue Bankverbindung mit, und die nächste echte Rechnung geht auf das Konto der Betrüger.

Für den Versicherer ist der Unterschied wichtig: Niemand hat ein System geknackt, ein Mitarbeiter hat selbst und berechtigt überwiesen. Gute Vertrauensschadentarife nennen diese Täuschung ausdrücklich als versicherten Fall. Achten Sie auf die Höhe: Für Social Engineering gilt oft eine eigene, niedrigere Grenze als die Versicherungssumme.

Abgrenzung zur Cyberversicherung

Die Cyberpolice ersetzt, was ein Angriff auf Ihre Technik kostet: Notfallhilfe, Forensik, Wiederherstellung, Betriebsunterbrechung, Ansprüche Dritter nach einer Datenpanne. Die Vertrauensschadenversicherung ersetzt den Vermögensverlust aus der Tat selbst, also das abgeflossene Geld oder die entwendete Ware.

Die Bereiche überlappen beim Zahlungsbetrug. Manche Cybertarife bieten dafür einen Baustein mit kleiner Summe, manche Vertrauensschadentarife decken Hackerangriffe auf Zahlungssysteme mit. Doppelt zahlen müssen Sie nicht, aber eine Lücke zwischen beiden Verträgen sollte es auch nicht geben.

Wann der Schaden versichert ist

Vertrauensschäden werden oft erst Jahre nach der ersten Tat entdeckt. Viele Verträge stellen deshalb darauf ab, dass der Schaden während der Laufzeit entdeckt wird, und schließen Taten vor Vertragsbeginn über eine Rückwärtsdeckung ein. Wichtig ist auch, wie lange nach Vertragsende ein Schaden noch gemeldet werden kann.

Im Schadenfall verlangen Versicherer in aller Regel eine Strafanzeige und Ihre Mitwirkung bei der Aufklärung. Kosten für Sachverständige, die den Schaden beziffern, sind in guten Tarifen eingeschlossen. Zahlt der Versicherer, gehen Ihre Ansprüche gegen den Täter auf ihn über.

Was versichert ist

  • Untreue, Unterschlagung und Diebstahl durch eigene Beschäftigte
  • Betrug und Urkundenfälschung zum Nachteil des Unternehmens
  • Fake President, Rechnungsbetrug und andere Social Engineering Fälle, je nach Vertrag
  • Manipulation von Zahlungsverkehr und Buchhaltung durch externe Täter
  • Schäden bei Kunden, die Ihre Beschäftigten dort vorsätzlich verursachen, als Baustein
  • Kosten für Sachverständige und Ermittlung der Schadenhöhe
  • Kosten der Rechtsverfolgung gegen den Täter, je nach Tarif
  • Taten vor Vertragsbeginn über eine vereinbarte Rückwärtsdeckung

Was nicht versichert ist

  • Taten von Gesellschaftern mit beherrschender Beteiligung, je nach Vertrag
  • Taten, die vor Vertragsbeginn bekannt waren
  • Entgangener Gewinn und mittelbare Folgeschäden, soweit nicht eingeschlossen
  • Kosten der IT-Wiederherstellung nach einem Angriff, dafür ist die Cyberpolice da
  • Der vereinbarte Selbstbehalt
  • Schäden, die über die Sondergrenze für Social Engineering hinausgehen

Wer sie braucht

  • Betriebe, in denen wenige Personen über Konten, Kasse und Zahlungen verfügen
  • Unternehmen mit Auslandsgeschäft und häufigen Überweisungen an neue Empfänger
  • Dienstleister, deren Kräfte beim Kunden arbeiten, etwa Reinigung, Pflege oder Sicherheit
  • Hausverwaltungen, Finanzvermittler und alle, die Fremdgeld verwalten
  • Handel und Lager mit leicht verkäuflicher Ware
  • Vereine und Verbände mit ehrenamtlicher Kassenführung

Wer sie nicht braucht

  • Einzelunternehmer ohne Beschäftigte, die jede Zahlung selbst freigeben
  • Betriebe, deren Cyberpolice Zahlungsbetrug bereits mit ausreichender Summe einschließt und die keine Kassen oder Fremdgelder führen

Pech-Rad

Drehen Sie am Rad des Pechs

Sechs Schäden, die wirklich passieren: Das Rad wählt Ihren und zeigt, wer zahlt.

Alle sechs Fälle ansehen
  1. Buchhalterin zweigt jahrelang Geld ab, oft fünf- bis sechsstellig. Billigtarif: zahlt, Starker Tarif: zahlt. Der Grundfall der Sparte. Wichtig ist, dass auch die Jahre vor Vertragsbeginn über eine Rückwärtsdeckung erfasst sind.
  2. Falscher Chef ordert Eilüberweisung, der überwiesene Betrag. Billigtarif: zahlt teilweise, Starker Tarif: zahlt. Social Engineering ist in einfachen Tarifen oft nur bis zu einer kleinen Sondergrenze versichert, in starken mit spürbarer Summe.
  3. Lieferant meldet neue Bankverbindung, eine oder mehrere echte Rechnungen. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Rechnungsbetrug durch gefälschte Lieferantenmails zahlen nur Tarife, die externe Täuschung ausdrücklich einschließen.
  4. Reinigungskraft stiehlt beim Kunden, Wert der Beute, dazu der Ärger mit dem Kunden. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt. Schäden bei Kunden sind ein eigener Baustein. Die Betriebshaftpflicht zahlt bei Vorsatz nicht.
  5. Mehrheitsgesellschafter plündert Konto, das entnommene Geld. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt nicht. Wer das Unternehmen beherrscht, ist in vielen Verträgen keine versicherte Vertrauensperson. Hier hilft keine Police, nur ein Gesellschaftsvertrag mit Kontrollrechten.
  6. Hacker verschlüsselt die Server, Wiederherstellung und Ausfallzeit. Billigtarif: zahlt nicht, Starker Tarif: zahlt teilweise. Das ist ein Fall für die Cyberversicherung. Manipulieren Angreifer dabei Zahlungen, kann der Vertrauensschadenvertrag den abgeflossenen Betrag ersetzen.

Was sie kostet

Die Prämie richtet sich nach der Zahl der Vertrauenspersonen, dem Umsatz, der Branche und der gewählten Versicherungssumme. Großen Einfluss haben die internen Kontrollen: Vier-Augen-Prinzip, getrennte Rollen bei Zahlungen und Rückrufe bei geänderten Bankdaten senken das Risiko sichtbar. Unabhängige, veröffentlichte Preisvergleiche gibt es nicht, deshalb nennen wir keine Beispielbeträge.

Wovon der Beitrag abhängt

  • Zahl der Beschäftigten und Vertrauenspersonen
  • Umsatz und Höhe der üblichen Zahlungen
  • Branche, Kassen- und Bargeldbestand, Zugriff auf Fremdgeld
  • Interne Kontrollen im Zahlungsverkehr
  • Versicherungssumme und Grenze für Social Engineering
  • Selbstbehalt und frühere Schäden

Die Prämie steht erst nach dem Fragebogen des Versicherers fest, der vor allem nach Ihren Zahlungsabläufen fragt.

Die Tariflinien am Markt

01

Kompaktschutz für kleine Betriebe

Pauschale Versicherungssumme, Schäden durch eigene Beschäftigte, Social Engineering mit einer kleinen Sondergrenze. Einfacher Antrag mit wenigen Fragen.

02

Mittelstandstarif

Höhere Summen, externe Täter und Fake President ausdrücklich eingeschlossen, Rückwärtsdeckung, Kosten für Sachverständige. Für die meisten Unternehmen mit eigener Buchhaltung der passende Ansatz.

03

Individuelle Crime-Deckung

Für Konzerne und Unternehmen mit großen Zahlungsströmen: weltweite Geltung, Tochtergesellschaften, hohe Summen, abgestimmt auf Cyber- und D&O-Programm.

Woran Sie einen guten Tarif erkennen

KriteriumMindeststandardStarker TarifWarum das zählt
Externe Täter nur eigene Beschäftigte auch Dritte ohne Beteiligung von Beschäftigten Die meisten Zahlungsbetrüger sitzen außerhalb des Unternehmens.
Social Engineering ausgeschlossen oder kleine Sondergrenze ausdrücklich versichert, mit spürbarer Summe Fake President und Rechnungsbetrug treffen gerade gut organisierte Betriebe.
Rückwärtsdeckung keine mehrere Jahre vor Vertragsbeginn Untreue läuft oft lange, bevor sie auffällt.
Meldefrist nach Vertragsende kurz ausreichend lang Entdeckt wird manchmal erst nach einem Wechsel.
Kreis der Vertrauenspersonen nur Angestellte auch Leiharbeit, freie Mitarbeiter und Organe Täter sind nicht immer fest angestellt.
Schäden bei Kunden nicht versichert als Baustein eingeschlossen Wer beim Kunden arbeitet, haftet für Diebstahl der eigenen Kräfte, und die Haftpflicht zahlt bei Vorsatz nicht.
Sachverständigenkosten nicht versichert eingeschlossen Die Schadenhöhe muss oft mühsam aus der Buchhaltung rekonstruiert werden.

Anbieter im Überblick

Ein bekannter Anbieter der Sparte ist Allianz Trade. Es arbeitet in Deutschland als Niederlassung der belgischen Euler Hermes SA und steht deshalb nicht in der BaFin-Liste der Unternehmen unter Bundesaufsicht; aus diesem Grund fehlt es unten. Dasselbe gilt für weitere internationale Crime-Versicherer. Aufgeführt sind Versicherer unter Bundesaufsicht mit Zulassung für sonstige finanzielle Verluste. Einen eigenen Vertrauensschadentarif führen R+V und Zurich; ob die übrigen Häuser ein Risiko zeichnen, klären wir im Einzelfall. Die Liste ist ein Marktüberblick und sagt nichts darüber, mit wem wir zusammenarbeiten.

VersichererEinordnung
R+VVersicherer der Volks- und Raiffeisenbanken, Vertrauensschadenversicherung für kleine und große Firmenkunden
ZurichGesellschaft der Zurich-Gruppe, Vertrauensschadenversicherung für Geschäftskunden
HDI GlobalIndustrieversicherer des Talanx-Konzerns mit Sitz in Hannover
Allianz CommercialIndustrie- und Spezialversicherer der Allianz-Gruppe mit Sitz in München
MarkelSpezialversicherer mit Sitz in München, Firmenkunden über Makler

Bedingungen aller Tarife vergleichen Vertrauensschaden 2 Tarife von 1 Anbietern, Stand 24. Oktober 2026

Aus dem BaFin-Register

84

84 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte.

(Sonstige finanzielle Verluste)

Alle 84 Namen aus dem Register anzeigen
  • ACM Versicherung AG
  • Allianz Global Corporate & Specialty SE
  • Allianz Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Alte Leipziger Versicherung Aktiengesellschaft
  • Ambra Versicherung AG
  • ARAG Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • ARAG SE
  • Astra Versicherung AG
  • AXA Versicherung Aktiengesellschaft
  • BA die Bayerische Allgemeine Versicherung AG
  • Baloise Sachversicherung Aktiengesellschaft Deutschland
  • Barmenia Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • BavariaDirekt Versicherung AG
  • Bayerische Landesbrandversicherung Aktiengesellschaft
  • Bayerischer Versicherungsverband Versicherungsaktiengesellschaft
  • BGV-Versicherung Aktiengesellschaft
  • DARAG Deutschland AG
  • Debeka Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft Sitz Koblenz am Rhein
  • Delvag Versicherungs-AG
  • Deutsche Assistance Versicherung Aktiengesellschaft
  • DEVK Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Dialog Versicherung Aktiengesellschaft
  • Domestic & General Insurance Europe AG
  • ERGO Versicherung Aktiengesellschaft
  • EUROPA Versicherung Aktiengesellschaft
  • EXTREMUS Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • GARANTA Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Gebäudeversicherungsgilde für Föhr,Amrum und Halligen
  • Generali Deutschland Versicherung AG
  • Gothaer Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • Great Lakes Insurance SE
  • GVO Gegenseitigkeit Versicherung Oldenburg VVaG
  • Hamburger Feuerkasse Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • HanseMerkur Allgemeine Versicherung AG
  • HanseMerkur Reiseversicherung AG
  • HDI Global SE
  • HDI Global Specialty SE
  • HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • HDI Versicherung AG
  • Helvetia Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • HUK-COBURG-Allgemeine Versicherung AG
  • Hübener Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • INTER Allgemeine Versicherung AG
  • Interlloyd Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • InterRisk Versicherungs-AG Vienna Insurance Group.
  • Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
  • KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Landschaftliche Brandkasse Hannover
  • Lifestyle Protection AG
  • Lippische Landesbrandversicherung AG
  • Lucura Versicherungs AG
  • LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G.
  • Mannheimer Versicherung Aktiengesellschaft
  • Markel Insurance SE
  • MÜNCHENER VEREIN Allgemeine Versicherungs-AG
  • NEH Neue Hildener Versicherung AG
  • Newline Europe Versicherung AG
  • NV-Versicherungen VVaG
  • NÜRNBERGER Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Pallas Versicherung Aktiengesellschaft
  • ProTect Versicherung AG
  • Provinzial Nord Brandkasse Aktiengesellschaft
  • Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft
  • R+V Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • RheinLand Versicherungs Aktiengesellschaft
  • Rhion Versicherung Aktiengesellschaft
  • ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG
  • SHB Allgemeine Versicherung VVaG
  • Sparkassen-Versicherung Sachsen Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft
  • SV SparkassenVersicherung Gebäudeversicherung Aktiengesellschaft
  • Union Reiseversicherung Aktiengesellschaft
  • uniVersa Allgemeine Versicherung AG
  • Versicherer im Raum der Kirchen Sachversicherung AG
  • Versicherungskammer Bayern Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts
  • Verti Versicherung AG
  • VHV Allgemeine Versicherung AG
  • VOLKSWOHL-BUND SACHVERSICHERUNG AKTIENGESELLSCHAFT
  • WERTGARANTIE SE
  • WGV-Versicherung AG
  • Württembergische Gemeinde-Versicherung auf Gegenseitigkeit
  • Württembergische Versicherung Aktiengesellschaft
  • Würzburger Versicherungs-AG
  • Zurich Insurance Europe AG
  • Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt

Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, Stand 18. September 2026; ohne EU-Versicherer ohne Sitz hier.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Produkte und Bausteine am Markt

Vertrauensschadenversicherung für den Mittelstand

Eigene Beschäftigte und externe Täter in einem Vertrag, Social Engineering mit eigener Grenze. Der Standard für Betriebe mit eigener Buchhaltung.

Crime-Police für Konzerne

Internationale Deckung nach angelsächsischem Vorbild für Unternehmensgruppen mit vielen Gesellschaften und Ländern.

Baustein in der Cyberpolice

Zahlungsbetrug als Zusatz zur Cyberversicherung, meist mit kleiner Summe. Ergänzt, ersetzt aber keine eigene Vertrauensschadendeckung.

Kundenschadendeckung für Dienstleister

Für Betriebe, deren Kräfte in fremden Räumen arbeiten: Diebstahl beim Kunden wird ersetzt, manche Auftraggeber setzen das voraus.

Vertrauensschaden für Vereine und Verbände

Schlanke Deckung für Kassenwarte und Vorstände, die Mitgliedsbeiträge und Fördermittel verwalten.

Mythos oder Wahrheit

Was stimmt, was nicht?

Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.

Diebstahl durch eigene Mitarbeiter zahlt die Betriebshaftpflicht.

Das stimmt nicht.

Falsch. Die Haftpflicht deckt Ansprüche Dritter und keine eigenen Vermögensverluste, und vorsätzliche Taten sind ohnehin ausgeschlossen.

Die Cyberversicherung deckt jeden Fake President Fall.

Das stimmt nicht.

Nein. Hat ein Mitarbeiter selbst überwiesen, wurde kein System angegriffen. Viele Cybertarife zahlen dann nichts oder nur eine kleine Summe.

Betrug per gefälschter Chef-Mail trifft nur Konzerne.

Das stimmt nicht.

Falsch. Täter suchen gezielt Betriebe mit kurzen Wegen und wenigen Kontrollen, gerade mittelständische Unternehmen sind betroffen.

Ein Vier-Augen-Prinzip bei Zahlungen verbessert die Bedingungen.

Das stimmt.

Ja. Versicherer fragen nach den Kontrollen im Zahlungsverkehr, und wer sie nachweist, bekommt eher höhere Summen und günstigere Prämien.

Versicherer verlangen im Schadenfall meist eine Strafanzeige.

Das stimmt.

Stimmt. Die Anzeige gehört zu den üblichen Obliegenheiten. Zahlt der Versicherer, kann er dann selbst gegen den Täter vorgehen.

Häufige Fehler beim Abschluss

  • Annehmen, die Betriebshaftpflicht zahle bei Diebstahl durch eigene Mitarbeiter
  • Die Cyberpolice für ausreichend halten, ohne die Klausel zu Zahlungsbetrug zu lesen
  • Die Sondergrenze für Social Engineering übersehen und nur auf die Versicherungssumme achten
  • Bei Vertragswechsel die Rückwärtsdeckung verlieren
  • Einen Verdacht intern klären, statt den Versicherer früh einzubinden
  • Geänderte Bankdaten eines Lieferanten ohne Rückruf über eine bekannte Nummer übernehmen

Häufig gefragt

Fragen und Antworten

Was ist ein Vertrauensschaden?

Ein Vermögensschaden, den eine Person,

der das Unternehmen vertraut, vorsätzlich verursacht, etwa durch Untreue,

Unterschlagung oder Betrug.

Moderne Verträge zählen auch Betrüger von außen dazu, die sich als Vertrauensperson ausgeben.

Warum zahlt die Betriebshaftpflicht nicht?

Weil sie Ansprüche Dritter gegen Ihr Unternehmen deckt und nicht Ihren eigenen Vermögensverlust.

Vorsätzlich verursachte Schäden sind in der Haftpflicht ohnehin ausgeschlossen.

Ist der Fake President versichert?

In guten Tarifen ja, meist unter dem Begriff Social Engineering oder Täuschung.

Viele Verträge setzen dafür eine eigene Höchstgrenze.

Fragen Sie gezielt danach, wie hoch sie ist und ob auch gefälschte Lieferantenmails darunter

fallen.

Muss ich Strafanzeige erstatten?

In aller Regel ja.

Versicherer verlangen die Anzeige und Ihre Unterstützung bei der Aufklärung.

Erstatten Sie sie nach Rücksprache mit dem Versicherer, damit Beweise gesichert bleiben.

Was passiert, wenn die Tat schon Jahre zurückliegt?

Dann kommt es auf die Rückwärtsdeckung an.

Viele Verträge versichern Taten, die vor Vertragsbeginn begangen,

aber erst während der Laufzeit entdeckt wurden, sofern sie Ihnen vorher nicht bekannt waren.

Sind Schäden bei meinen Kunden mitversichert?

Nur, wenn der Vertrag sie einschließt.

Für Reinigungsfirmen, Pflegedienste oder Sicherheitsdienste ist dieser Baustein wichtig,

weil manche Auftraggeber ihn verlangen.

Gilt der Geschäftsführer als Vertrauensperson?

Angestellte Geschäftsführer meist ja.

Gesellschafter mit beherrschender Beteiligung sind in vielen Verträgen ausgenommen.

Bei Familienbetrieben lohnt deshalb ein genauer Blick in die Bedingungen.

Was verlangt der Versicherer vor Vertragsschluss?

Einen Fragebogen zu Umsatz, Beschäftigten und vor allem zu Ihren Kontrollen:

wer Zahlungen freigibt, ob das Vier-Augen-Prinzip gilt und wie geänderte Bankdaten geprüft werden.

Bessere Kontrollen bedeuten bessere Bedingungen.

Warum über einen Makler?

Weil sich die Tarife beim Kreis der Täter, der Grenze für Social Engineering,

der Rückwärtsdeckung und der Abstimmung mit der Cyberpolice deutlich unterscheiden.

Wir legen beide Verträge nebeneinander, holen Angebote ein und begleiten den Schadenfall.

Die Vergütung zahlt der Versicherer.

NAMMERT Versicherungsmakler

Angebote für Vertrauensschaden anfordern

Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer.

1Für wen?
2Welche Versicherungen?

Mehrere möglich. Zu jeder Sparte erscheinen die Angaben, die ein Versicherer braucht.

Privat

Gewerbe

3Angaben zu Ihren Wünschen

Vertrauensschadenversicherung

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

Für Sie kostenlos und unverbindlich. Wir melden uns persönlich bei Ihnen.

Das gehört oft dazu

Boot oder Yacht? Dafür gibt es eigene Deckungskonzepte, ebenfalls über Ihren Makler.

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