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Grundschutz
Wenige Krankheiten, im Kern Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall, mit strengen Definitionen und ohne Teilleistungen. Günstig, deckt aber nur die schwersten Verläufe der häufigsten Diagnosen.
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Die Schwere-Krankheiten-Versicherung, auch Dread-Disease-Versicherung genannt, zahlt einen vereinbarten Betrag auf einmal aus, sobald ein Arzt eine der im Vertrag genannten Krankheiten feststellt, etwa Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ob Sie weiterarbeiten können, spielt dafür keine Rolle. Das Geld gibt Luft für Behandlung, Haushalt und Einkommenslücken, ersetzt aber keine laufende Rente.
Die Frage, die hier fast jeder zuerst stellt
Meist ist sie dann eine Ergänzung und kein Muss. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine Monatsrente, wenn Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können, und das prüft der Versicherer erst nach Monaten. Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt dagegen schon bei der Diagnose, auch wenn Sie nach der Behandlung wieder arbeiten. Sinnvoll ist sie vor allem für Selbstständige, Gutverdiener mit hohen festen Kosten und alle, die keine BU bekommen.
Die Behandlung selbst trägt in Deutschland die Krankenversicherung. Das Einkommen dagegen bricht ein: Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung zahlt die gesetzliche Kasse Krankengeld von 70 Prozent des Bruttos, höchstens 90 Prozent des Nettos, für dieselbe Krankheit längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Selbstständige ohne Krankentagegeld haben oft vom ersten Tag an gar nichts.
Dazu kommen Kosten, die keine Kasse übernimmt: Zuzahlungen, Fahrten zur Therapie, Haushaltshilfe, Kinderbetreuung, ein Umbau der Wohnung, vielleicht eine Auszeit des Partners. Genau dafür ist ein Betrag gedacht, über den Sie sofort und ohne Zweckbindung verfügen.
Die drei Policen fragen nach etwas völlig Verschiedenem. Die Berufsunfähigkeitsversicherung fragt, ob Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich sechs Monate lang mindestens zur Hälfte nicht mehr schaffen. Die Grundfähigkeitsversicherung fragt, ob eine bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeit verloren ist. Die Schwere-Krankheiten-Versicherung fragt nur, ob eine Diagnose aus ihrer Liste mit den dort genannten Merkmalen vorliegt.
Daraus folgen die Lücken. Eine Depression oder ein Rückenleiden führt häufig zur Berufsunfähigkeit, steht aber fast nie im Katalog der schweren Krankheiten. Umgekehrt zahlt die Dread-Disease-Police bei einem gut behandelbaren Brustkrebs, auch wenn Sie nach einem Jahr wieder voll arbeiten und die BU nie leisten würde. Wer nur eine der Policen bezahlen kann, nimmt in aller Regel die BU, weil sie das Einkommen bis zum Rentenalter sichert.
Krebs ist nicht gleich Krebs. Die Bedingungen verlangen meist einen bösartigen, invasiv wachsenden Tumor. Frühstadien wie ein Carcinoma in situ oder bestimmte Hautkrebsarten sind oft ausgeschlossen oder nur mit einem Teilbetrag versichert. Beim Herzinfarkt verlangen die Bedingungen typische Befunde wie EKG und Laborwerte, beim Schlaganfall bleibende neurologische Ausfälle. Ein kurzer Durchblutungsaussetzer ohne Folgen reicht in der Regel nicht.
Hinzu kommen zwei Fristen. Die Wartezeit nach Vertragsbeginn soll verhindern, dass jemand mit einem Verdacht schnell noch abschließt. Die Überlebenszeit verlangt, dass Sie eine bestimmte Zeit nach der Diagnose noch leben, damit die Police kein Ersatz für eine Risikolebensversicherung wird. Wer Angehörige auch für den Todesfall absichern will, braucht deshalb zusätzlich eine Risikolebensversicherung.
Die Einmalzahlung an eine Privatperson ist in der Regel steuerfrei, weil sie kein Einkommen ersetzt, sondern eine Versicherungsleistung für einen Gesundheitsschaden ist. Die Beiträge wirken sich steuerlich kaum aus.
Beim Antrag stellt der Versicherer ausführliche Gesundheitsfragen, oft auch zu Krankheiten in der Familie und zum Rauchen. Wer hier etwas weglässt, riskiert, dass der Versicherer nach der Diagnose vom Vertrag zurücktritt. Bei Vorerkrankungen ist eine anonyme Risikovoranfrage über einen Makler der sichere Weg.
Was versichert ist
Was nicht versichert ist
Wer sie braucht
Wer sie nicht braucht
Pech-Rad
Sechs Schäden, die wirklich passieren: Das Rad wählt Ihren und zeigt, wer zahlt.
Kosten:
Der Beitrag richtet sich vor allem nach Alter, Versicherungssumme und Rauchverhalten, denn das Risiko für Krebs und Herzkrankheiten steigt mit jedem Lebensjahr deutlich. Der Beruf spielt anders als bei der BU kaum eine Rolle. Wer jung abschließt, sichert sich einen niedrigeren Beitrag für die ganze Laufzeit.
Wovon der Beitrag abhängt
Wir nennen keine Beitragsspanne, weil Alter und Summe den Preis zu stark verschieben. Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest.
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Grundschutz
Wenige Krankheiten, im Kern Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall, mit strengen Definitionen und ohne Teilleistungen. Günstig, deckt aber nur die schwersten Verläufe der häufigsten Diagnosen.
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Komfort
Ein Katalog von rund 40 bis 50 Krankheiten, kurze Überlebenszeit, Nachversicherung bei Heirat, Geburt oder Hauskauf. Für die meisten Erwachsenen der vernünftige Schnitt.
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Premium
Großer Katalog mit 60 und mehr Krankheiten, Teilbeträge für Frühstadien und leichtere Eingriffe, garantierter Beitrag über die ganze Laufzeit und eine Laufzeit bis ins höhere Alter.
| Kriterium | Mindeststandard | Starker Tarif | Warum das zählt |
|---|---|---|---|
| Umfang des Katalogs | Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und einige weitere | 60 und mehr klar definierte Krankheiten und Eingriffe | Die Zahl allein sagt wenig, aber jede fehlende Krankheit ist ein Fall ohne Leistung. |
| Definition von Krebs | nur invasive bösartige Tumore | Teilbetrag auch für Frühstadien und Carcinoma in situ | Viele Tumore werden heute früh entdeckt und erfüllen die strenge Definition dann gerade nicht. |
| Herz und Gefäße | Herzinfarkt nur mit allen Befunden, Bypass nur nach Operation | Leistung auch bei Aufweitung eines Herzkranzgefäßes, ohne große Operation | Engstellen werden heute oft per Katheter behandelt, und alte Bedingungen zahlen dann nichts. |
| Wartezeit | sechs Monate | drei Monate | In der Wartezeit fällt eine Diagnose ganz aus dem Schutz. |
| Überlebenszeit | 28 Tage | 14 Tage oder weniger | Je kürzer die Frist, desto eher kommt das Geld, wenn es gebraucht wird. |
| Beitragsgarantie | Nettobeitrag mit Erhöhung bis zum Bruttobeitrag möglich | garantierter Beitrag für die ganze Laufzeit | Ein günstiger Startbeitrag hilft wenig, wenn er nach einigen Jahren steigen darf. |
| Laufzeit und Annahmealter | Ende der Laufzeit mit 60 oder 65 | Laufzeit deutlich über das Rentenalter hinaus | Das Risiko für die versicherten Krankheiten steigt gerade nach 60 stark an. |
| Nachversicherung | keine | Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung bei Heirat, Geburt, Hauskauf oder Selbstständigkeit | Wer später mehr Schutz braucht, ist dann oft nicht mehr gesund genug für einen neuen Antrag. |
Schwere-Krankheiten-Versicherungen bieten in Deutschland nur wenige Lebensversicherer an. Ein großer Teil des Marktes läuft zudem über irische Gesellschaften wie Canada Life, die hier über eine Niederlassung arbeiten und deshalb nicht im deutschen Register stehen. Die Liste ist ein Marktüberblick und sagt nichts darüber, mit wem wir zusammenarbeiten.
| Versicherer | Einordnung |
|---|---|
| Nürnberger | eigenständige Dread-Disease-Versicherung, Außendienst und Makler |
| Gothaer | Tarif Perikon als Absicherung schwerer Krankheiten, Vertreter und Makler |
| die Bayerische | Tarif Premium Protect, Vertreter und Makler |
| Swiss Life | Option für schwere Krankheiten im Vitalschutz, überwiegend Maklervertrieb |
| Zurich | vertreibt den Krankheits-Schutzbrief, Risikoträger ist die irische Zurich Life Assurance plc |
Bedingungen aller Tarife vergleichen Schwere-Krankheiten-Versicherung 5 Tarife von 4 Anbietern, Stand 24. Oktober 2026
Aus dem BaFin-Register
77
77 Versicherer unter deutscher Bundesaufsicht haben die Erlaubnis für diese Sparte.
(Lebensversicherer)
Quelle: BaFin-Unternehmensdatenbank, Stand 18. September 2026; ohne EU-Versicherer ohne Sitz hier.
Eigenständige Schwere-Krankheiten-Versicherung
Eigener Vertrag mit fester Summe und Laufzeit. Zahlt einmal und endet danach meist.
Kombination mit Risikolebensversicherung
Zahlt bei schwerer Krankheit oder im Todesfall, je nachdem, was zuerst eintritt. Gut für Familien mit Kredit.
Baustein in einer Grundfähigkeits- oder Existenzschutzpolice
Ergänzt die Rente bei Verlust einer Fähigkeit um einen Betrag bei schwerer Diagnose. Ein Vertrag, aber mehrere Leistungsauslöser.
Leistung bei schwerer Krankheit in der BU
Manche BU-Tarife zahlen bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall für eine begrenzte Zeit, bevor die Berufsunfähigkeit geprüft ist. Ersetzt keinen eigenen Schwere-Krankheiten-Vertrag.
Krankentagegeld
Zahlt einen Tagessatz, solange Sie arbeitsunfähig sind, unabhängig von der Diagnose. Für Selbstständige die Grundlage, die Schwere-Krankheiten-Police kommt obendrauf.
Mythos oder Wahrheit
Fünf Sätze, die man über diese Versicherung hört. Tippen Sie zuerst, dann lösen wir auf.
Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt auch, wenn ich wieder ganz gesund werde.
Das stimmt.
Stimmt. Ausgelöst wird die Leistung durch die Diagnose, nicht durch eine bleibende Einschränkung. Was später aus der Krankheit wird, ändert an der Zahlung nichts.
Mit dieser Police brauche ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr.
Das stimmt nicht.
Falsch. Sie zahlt einmal und nur bei Diagnosen aus der Liste. Rückenleiden und psychische Erkrankungen, die häufigsten Gründe für Berufsunfähigkeit, fallen meist ganz heraus, und ein Einmalbetrag ersetzt kein Einkommen bis zur Rente.
Jeder Krebs führt zur Auszahlung.
Das stimmt nicht.
Falsch. Verlangt wird meist ein invasiver bösartiger Tumor. Frühstadien und bestimmte Hautkrebsarten sind oft ausgeschlossen oder nur mit einem Teilbetrag versichert.
Wer kurz nach der Diagnose stirbt, bekommt unter Umständen nichts.
Das stimmt.
Stimmt. Viele Bedingungen verlangen eine Überlebenszeit von 14 oder 28 Tagen. Für den Todesfall ist die Risikolebensversicherung da, manche Tarife kombinieren beides.
Raucher zahlen denselben Beitrag wie Nichtraucher.
Das stimmt nicht.
Falsch. Rauchen erhöht das Risiko für Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich, deshalb verlangen die Versicherer von Rauchern spürbar mehr. Wer das beim Antrag verschweigt, gefährdet die Leistung.
Fragen und Antworten
Rechnen Sie, wie lange Sie während Behandlung und Reha ausfallen könnten und welche festen Kosten
in dieser Zeit weiterlaufen.
Häufig gewählt werden Summen um 50.000 bis 100.000 Euro,
entscheidend ist aber Ihre eigene Rechnung.
Ja.
Entscheidend ist allein die Diagnose nach den Bedingungen.
Ob Sie arbeiten, krankgeschrieben sind oder in Rente, spielt keine Rolle.
Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt eine Monatsrente,
wenn eine Fähigkeit wie Gehen oder Sehen dauerhaft verloren ist.
Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt einen Einmalbetrag bei der Diagnose,
auch wenn Sie danach wieder vollständig gesund werden.
In aller Regel nicht.
Depressionen, Angststörungen und Burn-out stehen fast nie im Katalog.
Für diese häufige Ursache eines Ausfalls ist die Berufsunfähigkeitsversicherung zuständig.
Bei den meisten Tarifen endet der Vertrag mit der Zahlung der vollen Summe.
Eine zweite schwere Krankheit ist dann nicht mehr versichert.
Nach einer Teilleistung läuft der Vertrag meist mit der verminderten Summe weiter.
Für Privatpersonen ist die Einmalzahlung in der Regel steuerfrei.
Anders kann es sein,
wenn ein Unternehmen den Vertrag für einen Gesellschafter abschließt und die Beiträge als
Betriebsausgabe absetzt.
Das hängt von der Vorerkrankung ab.
Wer schon einmal Krebs hatte oder einen Herzinfarkt,
wird oft abgelehnt oder bekommt einen Ausschluss.
Bei leichteren Befunden lohnt eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern,
bevor ein Antrag gespeichert wird.
Meist ja,
die Diagnose muss aber von einem anerkannten Facharzt kommen und nach den Definitionen des
Vertrags belegt werden.
Wer dauerhaft ins Ausland zieht, sollte die Bedingungen dazu vorher prüfen.
Das regelt jeder Tarif anders, manche sehen es vor, andere gar nicht.
Wir fragen das im Angebot gezielt ab.
Für Kinder ist meist eine Kinderinvaliditätsversicherung der breitere Schutz.
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Wir holen Angebote ein und melden uns mit einem Vergleich, kostenlos: Es zahlt der Versicherer.
Danke, Ihre Anfrage ist bei uns.
Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.

Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Ist die Grundfähigkeitsversicherung eine gute Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung sein?

Welche Krankenzusatzversicherung ist wirklich sinnvoll?
Welche Versicherungen brauche ich?
Zehn Lebenslagen, ehrlich eingeteilt
Ihren Fall suchen, sehen, welche Police zahlt
Versicherungen, die nicht jeder braucht
Für wen sie passen und worauf Sie achten sollten
Boot oder Yacht? Dafür gibt es eigene Deckungskonzepte, ebenfalls über Ihren Makler.
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