Alles zur Versicherung: Private Krankenversicherung
Wer darf in die private Krankenversicherung wechseln?
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Kurz gesagt
Was die meisten Beamten brauchen, ist die Beihilfe zusammen mit einer privaten Restkostenversicherung. Der Dienstherr zahlt 50 bis 80 Prozent der Krankheitskosten, den Rest versichern Sie privat, mit 30 Jahren meist für etwa 250 bis 400 Euro im Monat. Die gesetzliche Kasse lohnt sich vor allem in Ländern mit pauschaler Beihilfe, etwa für Familien mit einem Verdiener oder bei schweren Vorerkrankungen.
Richtwerte aus öffentlich genannten Tarifbeispielen, Monatsbeitrag für den privaten Restkostenanteil.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Anwärter, 22, 50 Prozent Beihilfe | etwa 70 bis 90 Euro im Monat |
| Referendar, 25, 50 Prozent Beihilfe | etwa 120 bis 160 Euro im Monat |
| Beamter, 30, ledig, 50 Prozent Beihilfe | etwa 250 bis 400 Euro im Monat |
| Ehepartner, 30, 70 Prozent Beihilfe | etwa 180 bis 240 Euro im Monat |
| Kind, 80 Prozent Beihilfe | etwa 40 bis 60 Euro im Monat |
| Ruhestand ab 65, 70 Prozent Beihilfe | etwa 150 bis 230 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand Oktober 2026.
Ihr Beitrag hängt von Eintrittsalter, Gesundheit, Dienstherr und Tarif ab;
das genaue Angebot holen wir nach der Gesundheitsprüfung ein.
Rechenbeispiel
So setzt sich der Schutz bei 50 Prozent Beihilfe zusammen.
| Beihilfe des Dienstherrn | 50 Prozent der Kosten |
| Privater Beihilfetarif mit Einbettzimmer und Chefarzt | etwa 270 bis 330 Euro |
| Private Pflegepflichtversicherung, Restanteil | etwa 30 bis 50 Euro |
| Zum Vergleich: gesetzliche Kasse ohne pauschale Beihilfe bei 4.500 Euro brutto, mit Pflege | etwa 950 Euro |
Privat zahlt sie rund 300 bis 380 Euro im Monat. Mit pauschaler Beihilfe läge ihr Anteil in der Kasse bei etwa 480 Euro, ohne bei rund 950 Euro.
Beamte bekommen keinen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung. Stattdessen erstattet der Dienstherr über die Beihilfe einen festen Prozentsatz Ihrer Arztrechnungen, Arzneien und Klinikkosten.
Den Rest decken Sie mit einem privaten Beihilfetarif ab, der genau diese Lücke füllt. Weil nur ein Teil versichert wird, ist der Beitrag deutlich niedriger als für Angestellte oder Selbstständige.
Die Sätze hängen vom Dienstherrn ab. Bund und viele Länder arbeiten mit 50, 70 und 80 Prozent, einzelne Länder weichen ab, etwa mit höheren Sätzen für Familien.
| Person | Beihilfe Bund | Privat zu versichern |
|---|---|---|
| Aktive Beamte bis ein Kind | 50 Prozent | 50 Prozent |
| Aktive Beamte ab zwei Kindern | 70 Prozent | 30 Prozent |
| Ruhestand | 70 Prozent | 30 Prozent |
| Ehepartner mit Anspruch | 70 Prozent | 30 Prozent |
| Kinder | 80 Prozent | 20 Prozent |
Ohne Sonderregel zahlen Beamte in der gesetzlichen Kasse den vollen Beitrag allein, also auch den Teil, den sonst ein Arbeitgeber trägt. Das ist fast immer teurer.
Mehrere Länder bieten deshalb die pauschale Beihilfe an. Dann zahlt der Dienstherr die Hälfte des Kassenbeitrags. Anfang 2026 galt das unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Schleswig-Holstein mit Einschränkungen.
Die Wahl ist in der Regel endgültig. Prüfen Sie die Regeln Ihres Landes genau, bevor Sie sich festlegen.
Viele private Anbieter nehmen Beamte in den ersten sechs Monaten nach der ersten Verbeamtung ohne Ablehnung auf. Der Zuschlag für Vorerkrankungen ist dann auf 30 Prozent begrenzt.
Das gilt auch für Beamte auf Widerruf, also Anwärter und Referendare. Wer die Frist verpasst, muss die normale Gesundheitsprüfung durchlaufen.
Mit pauschaler Beihilfe kann die Kasse günstiger sein, wenn ein Partner ohne eigenes Einkommen und mehrere Kinder beitragsfrei mitversichert werden.
Auch bei schweren Vorerkrankungen oder einer Behinderung, wenn selbst der begrenzte Zuschlag hoch ausfällt, lohnt der Vergleich. Wer die Verbeamtung auf Lebenszeit nicht sicher anstrebt, sollte den Rückweg mitdenken.
Fragen und Antworten
Nein. Versichert sein müssen alle, aber Beamte dürfen auch in der gesetzlichen Kasse bleiben. Ohne pauschale Beihilfe zahlen sie dort allerdings den vollen Beitrag allein.
In Ausbildungstarifen meist etwa 70 bis 160 Euro im Monat, je nach Alter und Tarif.
Die Beihilfe steigt beim Bund auf 70 Prozent. Der private Anteil sinkt dann auf 30 Prozent, der Tarif wird entsprechend angepasst.
Die Beihilfe trägt beim Bund 80 Prozent, die restlichen 20 Prozent kosten meist rund 40 bis 60 Euro im Monat je Kind.
Ein Zusatz, der Kosten übernimmt, die die Beihilfe nicht oder nur gekürzt zahlt, etwa bei Zahnersatz, Heilpraktiker oder Wahlleistungen im Krankenhaus, je nach Dienstherr.
In der Regel nicht. Die Entscheidung gilt meist für die gesamte Dienstzeit, deshalb vorher genau rechnen.
Nein, nicht alle privaten Anbieter machen mit. Wir prüfen für Sie, welche Tarife infrage kommen.
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