Alles zur Versicherung: Private Rente
Lohnt sich eine private Rentenversicherung überhaupt noch?
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Kurz gesagt
Die Überschussbeteiligung ist der Anteil am Gewinn, den der Anbieter einer Rentenversicherung zusätzlich zum Garantiezins an Sie weitergibt. Für 2026 liegt die laufende Verzinsung je nach Gesellschaft zwischen 1,8 und 3,5 Prozent, im Schnitt bei etwa 2,6 Prozent. Garantiert ist davon nur, was bereits gutgeschrieben ist. Was künftig kommt, ist offen.
Hier geht es um Zinssätze statt Preise. Werte für 2026 aus veröffentlichten Marktübersichten.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Garantiezins für Neuverträge 2026 | 1,0 Prozent |
| Laufende Verzinsung 2026, niedrigster bis höchster Wert am Markt | etwa 1,8 bis 3,5 Prozent |
| Laufende Verzinsung 2026, klassische private Rentenversicherung, Durchschnitt | etwa 2,6 Prozent |
| Gesamtverzinsung mit Schlussüberschuss, Durchschnitt | etwa 3,2 Prozent |
Stand Oktober 2026.
Überschüsse werden jedes Jahr neu festgelegt und sind für die Zukunft nicht garantiert.
Die Rechnung mit 90 Euro Sparanteil im Beispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
Was der Unterschied zwischen Garantie und Überschuss ausmacht, wenn die Verzinsung über die ganze Zeit gleich bliebe.
| Monatsbeitrag | 100 Euro |
| Sparanteil nach Kosten (Richtwert) | etwa 90 Euro, also 1.080 Euro im Jahr |
| Nur Garantiezins 1,0 Prozent | rund 37.600 Euro |
| Mit laufender Verzinsung 2,6 Prozent | rund 48.200 Euro |
Die Überschussbeteiligung macht hier gut 10.000 Euro aus, mehr als ein Fünftel des Guthabens. Garantiert sind aber nur die rund 37.600 Euro.
Der Anbieter rechnet vorsichtig: mit niedrigen Zinsen, langer Lebenserwartung und reichlich Kosten. Läuft es besser, entsteht ein Überschuss. Er stammt aus drei Quellen: höheren Kapitalerträgen, weniger Kosten als eingeplant und dem Risikoergebnis, etwa wenn weniger Versicherte sterben oder pflegebedürftig werden als kalkuliert.
Eine Verordnung schreibt vor, dass der Großteil dieser Überschüsse an die Versicherten gehen muss. Wie viel genau Ihr Vertrag bekommt, legt die Gesellschaft jedes Jahr neu fest.
| Baustein | Was er bedeutet | Wie sicher |
|---|---|---|
| Garantiezins | fester Zins auf den Sparanteil, für neue Verträge 1,0 Prozent | für die ganze Laufzeit garantiert |
| Laufende Überschussbeteiligung | jährliche Gutschrift über den Garantiezins hinaus | nach Gutschrift sicher, für die Zukunft offen |
| Schlussüberschuss | Bonus am Ende der Ansparzeit | erst bei Rentenbeginn sicher |
| Bewertungsreserven | Anteil an stillen Reserven der Kapitalanlagen | schwankt mit dem Kapitalmarkt |
Die laufende Verzinsung ist die Zahl, die Anbieter jedes Jahr bekanntgeben. Sie enthält den Garantiezins und die laufende Überschussbeteiligung. Sie wird Ihrem Vertrag jährlich gutgeschrieben und kann danach nicht mehr gestrichen werden.
Der Schlussüberschuss kommt erst am Ende hinzu und kann bis dahin gekürzt werden. Kündigen Sie vorzeitig, bekommen Sie davon meist nur einen Teil oder nichts. Darum ist die Gesamtverzinsung zwar höher als die laufende, aber auch unsicherer.
In der Ansparzeit erhöhen die Überschüsse meist Ihr Guthaben, bei manchen Verträgen werden sie in Fonds angelegt oder mit dem Beitrag verrechnet. Das steht in Ihren Vertragsunterlagen.
Ab Rentenbeginn wählen Sie oft zwischen einer Rente, die jedes Jahr steigt, und einer höheren Anfangsrente, die dafür weniger wächst. Die höhere Startrente ist nicht garantiert und kann sinken, wenn die Überschüsse fallen.
Die Verzinsung bezieht sich nur auf den Sparanteil. Abschluss und Verwaltung kosten Geld, darum bleibt von einer Gesamtverzinsung um 3,5 Prozent nach Kosten oft nur etwa 2,5 Prozent übrig. Hohe Überschussversprechen sagen nichts, wenn die Kosten hoch sind.
Brauchen Sie keine lebenslange Garantie und halten Sie Kursschwankungen aus, kann ein eigener Sparplan mehr bringen. Die klassische Rentenversicherung mit Überschussbeteiligung passt eher zu Menschen, die Sicherheit über Rendite stellen.
Fragen und Antworten
Nein. Garantiert ist nur, was bereits gutgeschrieben wurde. Für künftige Jahre legt der Anbieter die Höhe jedes Jahr neu fest.
Die laufende Verzinsung wird jährlich gutgeschrieben. Die Gesamtverzinsung rechnet Schlussüberschuss und Bewertungsreserven dazu, die erst am Ende sicher sind.
Hochrechnungen von vor Jahren gingen von höheren Überschüssen aus. Sinken diese, fällt auch die nicht garantierte Rente niedriger aus.
Ja, der nicht garantierte Teil kann sinken, vor allem bei der Form mit hoher Anfangsrente. Die garantierte Rente bleibt.
Teilweise. Dort hängt die Leistung vor allem von den Fonds ab. Überschüsse entstehen meist nur aus Kosten und Risiko und fallen kleiner aus.
Gutgeschriebene laufende Überschüsse sind im Rückkaufswert enthalten. Vom Schlussüberschuss gibt es meist nur einen Teil oder nichts.
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