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Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Kurz gesagt

Für 7.000 Euro Versicherungssumme zahlen Sie bei Eintritt mit 50 etwa 24 Euro im Monat, mit 60 etwa 35 Euro und mit 70 etwa 56 Euro. Mit 80 sind es rund 135 Euro. Wichtiger als der Monatsbeitrag ist die Gesamtsumme: Bis zum Ende der Beitragszahlung überweisen Sie oft mehr, als später ausgezahlt wird.

Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Was es kostet

Richtwerte aus veröffentlichten Tarifbeispielen, Grundtarif mit Beitragszahlung bis 85.

BeispielRichtwert
50 Jahre, Summe 7.000 Euro, 36 Monate Wartezeitetwa 24 bis 26 Euro im Monat
50 Jahre, Summe 8.000 Euroab etwa 21 Euro im Monat
60 Jahre, Summe 7.000 Euro, 36 Monate Wartezeitetwa 35 bis 39 Euro im Monat
70 Jahre, Summe 7.000 bis 8.000 Euroetwa 54 bis 63 Euro im Monat
70 Jahre, Summe 10.000 Euroetwa 60 Euro im Monat
80 Jahre, Summe 7.000 Euro, 36 Monate Wartezeitetwa 135 bis 140 Euro im Monat

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen.

Ihr Beitrag hängt von Alter, Summe, Zahldauer, Wartezeit und Tarifstufe ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Mann, 70 Jahre, möchte 7.000 Euro für die Bestattung absichern

Er wählt einen Grundtarif mit Beitragszahlung bis 85 und beantwortet keine Gesundheitsfragen. So sieht seine Rechnung aus.

Beitrag im Monatetwa 56 Euro
Beitrag im Jahrrund 670 Euro
Eingezahlt bis zum 85. Geburtstagrund 10.030 Euro
Beiträge erreichen die Summenach gut 10 Jahren, mit etwa 80
Ausgezahlt im Todesfall nach der Wartezeit7.000 Euro

Stirbt er mit 76, hat er rund 4.000 Euro eingezahlt und die Familie erhält 7.000 Euro. Erreicht er 85, hat er rund 3.000 Euro mehr bezahlt, als ausgezahlt wird. Der Monatsbeitrag allein sagt also wenig, entscheidend ist die Gesamtrechnung.

Wovon der Beitrag abhängt

Den Preis bestimmt vor allem Ihr Alter beim Abschluss. Dazu kommen die Versicherungssumme, die Dauer der Beitragszahlung, die Länge der Wartezeit und die Tarifstufe.

Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebensversicherung. Weil der Todesfall sicher eintritt und nur der Zeitpunkt offen ist, rechnet der Versicherer die Summe über die erwartete Zahldauer ein. Je kürzer diese Dauer, desto höher der Monatsbeitrag.

StellschraubeWirkung auf den Beitrag
Eintrittsaltersehr stark, jedes Jahr später wird teurer
Versicherungssummenahezu im gleichen Verhältnis
Beitragszahlung bis 85 statt bis 75senkt den Monatsbeitrag, erhöht aber oft die Gesamtsumme
Wartezeit 36 statt 12 Monatespürbar günstiger, dafür länger ohne vollen Schutz
Gesundheitsfragen beantwortetmeist günstiger und sofort voller Schutz
Höhere Tarifstufeeinige Prozent mehr für Zusatzleistungen

Beiträge nach Eintrittsalter

Die Tabelle zeigt einen Grundtarif mit 7.000 Euro Summe, Beitragszahlung bis 85 und 36 Monaten Wartezeit. Die letzte Spalte nennt das Alter, ab dem Ihre Beiträge die Versicherungssumme übersteigen.

Gut zu sehen: Wer früh einsteigt, zahlt pro Monat wenig, aber lange. Am Ende landen fast alle Altersgruppen bei rund 10.000 Euro Einzahlung für 7.000 Euro Leistung, wenn sie die Beitragszahlung vollständig erleben.

EintrittsalterBeitrag im MonatEingezahlt bis 85Beiträge erreichen 7.000 Euro
50 Jahreetwa 24 Eurorund 10.150 Euromit etwa 74
60 Jahreetwa 35 Eurorund 10.530 Euromit etwa 77
65 Jahreetwa 43 Eurorund 10.420 Euromit etwa 78
70 Jahreetwa 56 Eurorund 10.030 Euromit etwa 80
80 Jahreetwa 135 Eurorund 8.100 Euromit etwa 84

Wo Sie sparen können und wo nicht

Wählen Sie die Summe nach der Lücke, nicht nach dem Wunschbetrag. Wenn schon Erspartes oder ein anderer Vertrag da ist, reicht oft eine kleinere Summe. Das senkt den Beitrag fast im gleichen Verhältnis.

Sind Sie gesund, nehmen Sie einen Tarif mit Gesundheitsfragen. Er ist meist günstiger und zahlt ab dem ersten Tag voll.

Vorsicht bei der kürzeren Beitragszahlung: Zahlen Sie nur bis 75, steigt der Monatsbeitrag deutlich. Das lohnt sich nur, wenn die Rente den höheren Betrag sicher trägt. Ein Vertrag, den Sie später aus Geldnot kündigen müssen, ist die teuerste Lösung.

Wann Sie das Geld besser selbst zurücklegen

Wenn Sie gesund sind und regelmäßig sparen, kommen Sie mit einem eigenen Konto meist günstiger weg. Die Versicherung kostet Abschluss- und Verwaltungsanteile, das Konto nicht.

Den Aufpreis zahlen Sie für eine einzige Leistung: Die Familie bekommt die volle Summe auch dann, wenn Sie früh sterben. Ob Ihnen das den Preis wert ist, entscheiden Sie am besten mit der Gesamtrechnung vor Augen.

Schritt für Schritt

  1. Ausrechnen, was die gewünschte Bestattung am Wohnort kostet.
  2. Abziehen, was schon vorhanden ist: Erspartes, andere Lebensversicherung, Leistungen aus dem Betrieb.
  3. Nur für die verbleibende Lücke eine Summe wählen.
  4. Beitrag mal zwölf mal Anzahl der Zahljahre rechnen und mit der Summe vergleichen.
  5. Bei guter Gesundheit Tarife mit Gesundheitsfragen anfragen.
  6. Prüfen, ob der Beitrag auch mit der Rente dauerhaft tragbar ist.

Checkliste

  • Monatsbeitrag und Gesamtsumme der Beiträge sind bekannt
  • Ende der Beitragszahlung steht fest, keine lebenslange Zahlung
  • Länge der Wartezeit und Leistung in dieser Zeit sind geklärt
  • Summe deckt die Lücke, nicht mehr
  • Angebote mit und ohne Gesundheitsfragen liegen nebeneinander
  • Begünstigte Person ist eingetragen

Häufige Fehler

  • Nur den Monatsbeitrag vergleichen und die Gesamtkosten übersehen
  • Eine hohe Summe wählen, obwohl Erspartes schon einen Teil abdeckt
  • Einen Tarif ohne Gesundheitsfragen nehmen, obwohl man gesund ist
  • Die Beitragszahlung zu kurz wählen und später die Raten nicht mehr stemmen
  • Erst mit über 75 abschließen, wenn der Beitrag kaum noch unter der Summe bleibt

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Sterbegeldversicherung im Monat?

Für 5.000 bis 10.000 Euro Summe meist 20 bis 60 Euro, je nach Eintrittsalter. Wer mit 80 einsteigt, zahlt deutlich mehr als 100 Euro.

Was kosten 10.000 Euro Sterbegeld?

Bei Eintritt mit 70 etwa 60 Euro im Monat. Mit 60 liegen Sie, auf die Summe hochgerechnet, bei etwa 50 Euro.

Steigt der Beitrag während der Laufzeit?

In der Regel nicht. Der Beitrag wird beim Abschluss nach Ihrem Eintrittsalter festgelegt und bleibt gleich. Er kann sich nur ändern, wenn Sie die Summe nachträglich erhöhen.

Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?

Viele Tarife nehmen Sie bis 80 oder 85 auf. Im hohen Alter ist der Beitrag aber so hoch, dass Sie schon nach wenigen Jahren die Summe eingezahlt haben.

Wird die Summe später erhöht?

Nur durch Überschüsse, die der Versicherer gutschreibt. Diese sind nicht garantiert. Planen Sie mit der vereinbarten Summe.

Kann ich die Beiträge von der Steuer absetzen?

Als Vorsorgeaufwand theoretisch ja, praktisch ist der Höchstbetrag meist schon durch Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft. Fragen Sie im Zweifel Ihre Steuerberatung.

Was passiert, wenn ich nicht mehr zahlen kann?

Sie können den Vertrag meist beitragsfrei stellen. Dann sinkt die Summe. Eine Kündigung bringt in den ersten Jahren oft nur einen kleinen Teil der Beiträge zurück.

Quellen

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