Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
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Kurz gesagt
Die häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen mit rund 32 Prozent der Leistungsfälle, danach folgen Rücken und Gelenke mit knapp 18 und Krebs mit gut 16 Prozent. Unfälle sind nur bei etwa 7 Prozent der Grund. Was daraus folgt: Ein Schutz, der nur bei Unfall oder nur bei körperlichen Leiden zahlt, lässt die größten Risiken offen.
Was eine BU kostet, die alle Ursachen abdeckt. Beispiele mit 1.500 Euro Monatsrente aus veröffentlichten Tarifbeispielen.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Student, 20 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 36 Euro im Monat |
| Informatiker, 35 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 37 Euro im Monat |
| Kaufmännischer Angestellter, 35 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 54 bis 62 Euro im Monat |
| Arzthelfer, 35 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 82 Euro im Monat |
| Fliesenleger, 35 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 191 Euro im Monat |
Beitragsbeispiele mit Stand April 2026, für Antragsteller ohne Vorerkrankung.
Ursachenanteile aus einer Auswertung von Leistungsfällen mit Datenstand 2026, ältere Auswertungen nennen für die Psyche bis zu 36 Prozent.
Der Wert zur Erwerbsminderungsrente stammt aus der Rentenzugangsstatistik 2024 für Baden-Württemberg.
Ihr Beitrag hängt von Beruf, Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Sie überlegt, statt einer BU nur eine Unfallversicherung abzuschließen, weil die billiger ist. So sieht das Ergebnis aus, wenn man die Ursachenanteile danebenlegt.
| Psychische Erkrankung, rund 32 Prozent der Fälle | BU zahlt, Unfallversicherung nicht |
| Rücken und Gelenke, knapp 18 Prozent | BU zahlt, Unfallversicherung nur nach einem Unfall |
| Krebs, rund 16 Prozent | BU zahlt, Unfallversicherung nicht |
| Unfall, knapp 7 Prozent | beide zahlen |
| BU mit 1.500 Euro Rente | etwa 54 bis 62 Euro im Monat |
Die Unfallversicherung deckt nur einen kleinen Teil der Fälle ab. Bei 1.500 Euro Rente bis 67 geht es über 32 Jahre um bis zu 576.000 Euro, der Mehrbeitrag für die BU ist dagegen klein.
Die Zahlen stammen aus Auswertungen der Leistungsfälle, also der BU-Renten, die Versicherer tatsächlich zahlen. Sie zeigen ein klares Bild: Nicht der Sturz vom Gerüst, sondern Krankheiten beenden die meisten Berufsleben vorzeitig. Fast jede dritte BU-Rente geht auf die Psyche zurück.
Je nach Datenstand und Auswertung schwanken die Anteile um einige Prozentpunkte. An der Reihenfolge ändert das nichts: Psyche vor Rücken und Gelenken vor Krebs, weit dahinter Nerven, Unfälle und Herz.
| Ursache | Anteil an den BU-Fällen |
|---|---|
| Psychische Erkrankungen | rund 32 Prozent |
| Skelett und Bewegungsapparat | knapp 18 Prozent |
| Krebs und bösartige Tumore | rund 16 Prozent |
| Sonstige Erkrankungen | knapp 14 Prozent |
| Nervenkrankheiten ohne Psyche, etwa Multiple Sklerose | rund 7 Prozent |
| Unfälle | knapp 7 Prozent |
| Herz und Gefäße | rund 6 Prozent |
Depressionen, Angststörungen und Erschöpfung werden heute häufiger erkannt und behandelt als früher. Dazu kommen Arbeitsdruck, ständige Erreichbarkeit und lange Krankheitsverläufe. Psychische Erkrankungen verlaufen zudem oft in Phasen und ziehen sich über lange Zeit.
Für Sie heißt das: Auch wer im Büro sitzt und körperlich nichts riskiert, hat ein echtes Risiko. Der Bürojob senkt den Beitrag, aber er schützt nicht vor dem häufigsten Grund.
Rücken und Gelenke betreffen vor allem Berufe mit Heben, Stehen und Zwangshaltungen, etwa in Pflege, Handwerk und Logistik. Hier steigt das Risiko mit den Jahren, und die Beiträge sind entsprechend höher.
Krebs kann jeden treffen, unabhängig vom Beruf. Moderne Therapien retten viele Leben, ziehen sich aber oft über Monate oder Jahre. In dieser Zeit fehlt das Einkommen, und genau dafür ist die BU-Rente da.
Eine Unfallversicherung deckt nur den kleinsten Teil der Fälle ab. Eine Grundfähigkeitsversicherung zahlt, wenn Sie körperliche Fähigkeiten wie Gehen, Sehen oder Heben verlieren, bei der Psyche aber meist nicht oder nur mit Zusatzbaustein. Eine Versicherung gegen schwere Krankheiten zahlt bei Krebs oder Herzinfarkt einmalig, nicht monatlich.
Nur die Berufsunfähigkeitsversicherung deckt alle Ursachen gleichermaßen ab, egal ob Depression, Bandscheibe oder Unfall. Das macht sie teurer als die Alternativen, aber sie ist die einzige, die der Statistik voll folgt. Wer sie wegen Vorerkrankungen nicht bekommt, sollte die Alternative bewusst wählen und wissen, welche Lücke bleibt.
Wer genug Vermögen hat, um bis zur Rente ohne Arbeitseinkommen zu leben, braucht keine BU. Das gilt auch für Menschen kurz vor dem Ruhestand, bei denen nur noch wenige Jahre zu überbrücken sind und der Beitrag sehr hoch wäre. Beamte haben eigene Regeln über die Dienstunfähigkeit, für sie ist eine passende Klausel wichtiger als eine allgemeine BU.
Fragen und Antworten
Psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörung oder schwere Erschöpfung. Sie machen je nach Auswertung 32 bis 36 Prozent der Leistungsfälle aus.
Nur in etwa 7 Prozent der Fälle. Über 90 Prozent der Berufsunfähigkeiten gehen auf Krankheiten zurück.
Bei körperlichen Ursachen ja, deshalb ist der Beitrag niedriger. Psychische Erkrankungen und Krebs treffen Büroberufe aber genauso.
Wenn Ärzte eine Erkrankung feststellen, etwa eine Depression, und Sie Ihren Beruf voraussichtlich sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht ausüben können, ja. Das Wort Burnout allein reicht selten.
Sie ist eine Lösung, wenn Sie keine BU bekommen. Bei psychischen Erkrankungen zahlt sie meist nicht oder nur mit Zusatzbaustein, also gerade beim häufigsten Grund.
Erkrankungen werden häufiger erkannt und behandelt, die Belastung im Beruf ist gestiegen. Vor rund zehn Jahren lag der Anteil noch bei etwa 20 Prozent.
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Alles zur Versicherung: Berufsunfähigkeit
Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Zahlt die BU-Versicherung bei psychischen Erkrankungen?
Ja. Psychische Erkrankungen sind der häufigste Grund für eine BU-Rente, rund 36 Prozent der F …
Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?
Ja, für fast alle, die von ihrem Arbeitseinkommen leben. Die gesetzliche Erwerbsminderungsren …
Welche Alternativen zur BU-Versicherung gibt es?
Es gibt fünf ernsthafte Alternativen: Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Multi-Risk-, Sc …
Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die BU zahlt, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate …
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Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
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