Alles zur Versicherung: Wohngebäude
Ist die Wohngebäudeversicherung Pflicht?
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Kurz gesagt
Mit einer Wohngebäudeversicherung, die ausdrücklich für nicht ständig bewohnte Häuser gilt. Ein normaler Tarif setzt meist voraus, dass Sie dort wohnen. Für ein Ferienhaus mit 100 Quadratmetern in Deutschland zahlen Sie oft 250 bis 600 Euro im Jahr. Dazu kommen Hausrat, Haftpflicht und bei Vermietung der Mietausfall.
Veröffentlichte Beitragsbeispiele für Ferienhäuser, ohne Hausrat und Haftpflicht.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Ferienhaus an der Nordsee, 100 Quadratmeter, Versicherungssumme 175.000 Euro | rund 284 Euro im Jahr |
| Ferienhaus in Frankreich, 120 Quadratmeter, Versicherungssumme 210.000 Euro | rund 454 Euro im Jahr |
| Ferienhaus in Deutschland, 80 bis 120 Quadratmeter, je nach Lage und Umfang | etwa 250 bis 600 Euro im Jahr |
| Aufschlag gegenüber dem ständig bewohnten Haus | etwa 20 bis 50 Prozent |
Stand September 2026. Die Spanne von 250 bis 600 Euro und der Aufschlag gegenüber einem ständig bewohnten Haus sind Richtwerte aus der Angebotspraxis. Elementarschutz und Vermietung erhöhen den Beitrag zusätzlich. Das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Ein Haus mit 90 Quadratmetern, von Mai bis September an Gäste vermietet, im Winter leer. Die Werte sind gerundete Richtwerte.
| Wohngebäude für Ferienhaus mit Vermietung | etwa 300 bis 450 Euro |
| Elementarschutz in Küstennähe | etwa 80 bis 200 Euro |
| Hausrat für die Einrichtung | etwa 80 bis 150 Euro |
| Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht | etwa 50 bis 100 Euro |
Zusammen etwa 510 bis 900 Euro im Jahr. Dazu kommt ein Hausmeisterdienst für die Kontrollen im Winter.
Wohngebäudetarife sind für Häuser gedacht, in denen jemand wohnt. Steht ein Haus längere Zeit leer, werten Versicherer das als höheres Risiko. Wer es nicht anzeigt, riskiert, dass im Schadenfall weniger oder gar nicht gezahlt wird.
Bei einem Ferienhaus ist der Leerstand der Normalfall. Deshalb brauchen Sie einen Vertrag, der das Haus als Ferien- oder Zweitwohnsitz führt. Dann ist der Leerstand eingepreist und kein Streitpunkt mehr.
Die Wohngebäudeversicherung schützt das Haus gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel. In Küsten- und Flussnähe gehört der Elementarschutz dazu, sonst fehlt Hochwasser.
Für Möbel und Ausstattung brauchen Sie eine eigene Hausratversicherung für das Ferienhaus, die Police der Hauptwohnung deckt das meist nicht voll. Als Eigentümer haften Sie außerdem, wenn etwa ein Gast auf der vereisten Treppe stürzt.
| Vertrag | Wann nötig | Worauf achten |
|---|---|---|
| Wohngebäude für Ferienhaus | immer bei eigenem Haus | Leerstand ausdrücklich erlaubt |
| Elementarschutz | an Küste, Fluss oder Hang | Wartezeit und Selbstbeteiligung |
| Hausrat für das Ferienhaus | bei eigener Einrichtung | Einbruch bei längerer Abwesenheit |
| Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht | bei Vermietung oder fremder Nutzung | Deckungssumme mindestens 5 Millionen Euro |
| Mietausfall | bei Vermietung | wie lange und in welcher Höhe gezahlt wird |
In fast allen Verträgen stehen Sicherheitspflichten für nicht genutzte Gebäude. Im Winter müssen Sie das Haus ausreichend heizen oder die Wasserleitungen absperren und entleeren. Das Haus muss regelmäßig kontrolliert werden, damit Schäden nicht monatelang unbemerkt bleiben.
Wer diese Pflichten verletzt, bekommt nach einem Frostschaden oft nur einen Teil erstattet. Ein Nachbar oder Hausmeisterdienst, der einmal pro Woche nachsieht und das festhält, ist deshalb viel wert.
Vermieten Sie an Feriengäste, müssen Sie das dem Versicherer sagen. Manche Tarife schließen gewerbliche Vermietung aus, andere verlangen einen Zuschlag. Schäden, die ein Gast verursacht, zahlt zunächst Ihre Gebäudeversicherung, der Versicherer holt sich das Geld dann beim Gast zurück.
Wichtig ist der Mietausfall. Wird das Haus nach einem Brand für Monate unbewohnbar, fehlen Ihnen sonst die Einnahmen der ganzen Saison.
Deutsche Wohngebäudetarife gelten in der Regel nur für Häuser in Deutschland. Für ein Haus in Spanien, Frankreich oder Österreich brauchen Sie meist einen Versicherer, der dort zugelassen ist, und Bedingungen nach dem Recht des Landes.
Klären Sie auch, ob das Land eigene Pflichtversicherungen kennt oder ob die finanzierende Bank einen bestimmten Schutz verlangt.
Fragen und Antworten
Das regelt der Vertrag. Normale Tarife ziehen die Grenze oft bei 60 bis 90 Tagen, Ferienhaustarife erlauben längeren Leerstand, verlangen dafür aber Kontrollen.
Ja, wenn Sie die Pflichten eingehalten haben: heizen oder Wasser absperren und Leitungen entleeren. Sonst wird oft gekürzt.
Ja. Vermietung ändert das Risiko, und manche Tarife schließen sie aus. Wer sie verschweigt, gefährdet den Schutz.
In der Regel nicht über einen normalen deutschen Wohngebäudetarif. Meist brauchen Sie einen Vertrag bei einem Versicherer, der in Spanien zugelassen ist.
Wenn das Haus Ihnen gehört, ja. Bei Wochenendhäusern in Holzbauweise gibt es eigene Tarife, die günstiger sein können.
Bei Vermietung können die Beiträge anteilig als Werbungskosten zählen. Bei reiner Eigennutzung in der Regel nicht, fragen Sie Ihre Steuerberatung.
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Für ein übliches Einfamilienhaus zahlen Sie 2026 meist zwischen 300 und 800 Euro im Jahr, oft rund 400 bis 500 Euro. E …
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Was bedeutet Unterversicherung bei der Gebäudeversicherung?
Unterversicherung heißt: Die Versicherungssumme ist niedriger als der Wert, den der Wiederaufbau Ihres Hauses kostet. …
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