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E-Foil und Jetboard: Einstieg und Recht
Jetsport · 5 Min. Lesezeit · NAMMERT Fachredaktion
Kurz gesagt
Für den Einstieg: Kennzeichnungspflicht ab 3 PS, Führerscheinpflicht ab 15 PS; Haftpflicht ab 49 €, Kasko ab 169 € im Jahr, Akku und Transport inklusive.
Rechtlicher Rahmen
Ab 3 PS (ca. 2,21 kW) besteht Kennzeichnungspflicht, das trifft nahezu alle Boards. Ab 15 PS (11,03 kW) gilt auf Binnengewässern Führerscheinpflicht, auf dem Rhein schon ab 5 PS.
Nicht überall erlaubt: In Bayern, am Bodensee sind E-Foils und Jetboards nicht zugelassen; in Österreich gelten regionale Bestimmungen. Die Reviere unterscheiden sich, prüfen Sie das Ihre vor dem Start.
Versicherung für ein junges Segment
Elektrische Sportgeräte sind eine junge Fahrzeugklasse. NAMMERT hat früh eine eigene Kasko für Jetsurfs und E-Foils entwickelt: Schutz bei Brand, Sturm und Hagel sowie Diebstahl, inklusive Transportschäden und Winterlager, inzwischen auch als Vollkasko.
Die Haftpflicht beginnt bei 49 Euro im Jahr, die Kasko bei 169 Euro, je nach Wert, Fahrgebiet und Leistung, mit fester Taxe und Versicherungsschutz ab dem Folgetag. Bis 15 PS greift teils die private Haftpflicht, darüber braucht es eine eigene Wassersporthaftpflicht.
Akku, Transport und Vermietung
Akku und Antrieb sind in der Kasko mitversichert, ebenso Transportschäden und das Winterlager, unabhängig vom Lagerungsort im vereinbarten Fahrtgebiet. Bewahren Sie Kaufbelege für den Schadennachweis auf.
Wer sein Board verleiht, nutzt die „Rent-me"-Police: Sie bietet Kaskoschutz, während Ihr Hydrofoil oder Jetsurf gechartert wurde. Für Auslandsreisen, Italien, Kroatien, stellen wir die IVK kostenfrei aus.
E-Foil lernen: in drei Schritten aufs Foil
Die ersten Meter fahren Sie im Liegen, die Fernbedienung in der Hand, mit wenig Leistung. So bekommen Sie ein Gefühl für Gas und Gleichgewicht, bevor das Board aus dem Wasser kommt. Danach gehen Sie auf die Knie und erst dann in den Stand, die Füße mittig über dem Mast.
Mit zunehmender Geschwindigkeit hebt der Flügel das Board an. Die Höhe steuern Sie über das Gewicht: Mehr Druck auf den vorderen Fuß senkt die Nase, mehr Druck hinten lässt sie steigen. Bleiben Sie anfangs knapp über der Wasseroberfläche und nehmen Sie das Gas ruhig zurück, wenn es wackelig wird.
Eine Einweisung bei einer Schule oder einem Verleih erspart viele Stürze. Viele Hersteller bieten außerdem Fahrstufen mit begrenzter Leistung für Einsteiger an.
Schutzausrüstung beim E-Foilen: Helm, Weste, Notaus
Mast, Flügel und Propeller liegen direkt unter Ihnen. Fallen Sie deshalb seitlich weg vom Board und nie nach vorn über die Nase. Ein Helm und eine Prallschutzweste schützen beim Sturz und beim Aufschlag auf das Board.
Bei vielen Boards stoppt der Motor, sobald Sie den Auslöser an der Fernbedienung loslassen oder eine Leine am Handgelenk abreißt. Prüfen Sie vor jeder Fahrt, ob das funktioniert. Ein Neoprenanzug schützt vor Auskühlung, gerade im Frühjahr und im Herbst.
Fahren Sie anfangs nicht allein. Eine Begleitperson am Ufer oder auf einem zweiten Board hilft, wenn Sie nach einem Sturz die Fernbedienung verlieren oder auskühlen.
E-Foil-Akku laden, lagern und transportieren
Der Lithium-Akku ist eines der teuersten Teile. Laden Sie ihn nur mit dem Originalladegerät, auf nicht brennbarem Untergrund und nicht unbeaufsichtigt. Lassen Sie einen warmen Akku nach der Fahrt abkühlen, bevor Sie ihn laden, und prüfen Sie Gehäuse und Dichtungen auf Schäden.
Im Winter lagern Sie den Akku trocken, frostfrei und mit dem Ladestand, den der Hersteller empfiehlt. Im Auto fixieren Sie ihn sicher und schützen ihn vor Hitze. Für Flugreisen sind große Lithium-Akkus in der Regel nicht zugelassen, klären Sie den Transport deshalb früh.
Zeigt der Akku Beulen, Risse oder Wasser im Gehäuse, laden Sie ihn nicht mehr und wenden Sie sich an den Hersteller. Machen Sie Fotos vom Zustand, das hilft bei einer Schadenmeldung.
Das richtige Revier für das E-Foil: Wassertiefe und Abstand
Das Wasser muss deutlich tiefer sein als der Mast lang ist, sonst trifft der Flügel beim Start oder bei einem Sturz den Grund. Steine, Muschelbänke und Pflanzen sind auch für den Propeller gefährlich. Starten Sie erst im tiefen Wasser und tragen oder schieben Sie das Board durch flache Stellen.
E-Foils sind leise, Schwimmer und Paddler hören Sie oft nicht kommen. Halten Sie großen Abstand zu Badestellen, Schilfgürteln und Schutzgebieten, und meiden Sie die Nähe von Anglern und Tauchern.
Wind und Wellen machen die ersten Versuche schwer. Für den Einstieg eignen sich geschützte Buchten und Seen mit glattem Wasser am besten, am frühen Morgen oder am Abend ist oft am wenigsten los.
Checkliste zum Abhaken
- Revier auf Zulässigkeit für E-Foils geprüft
- Wassertiefe deutlich größer als die Mastlänge
- Helm und Prallschutzweste angelegt
- Notaus an Fernbedienung oder Leine getestet
- Akku geladen, Gehäuse und Dichtungen geprüft
- Kennzeichen am Board angebracht (ab 3 PS)
- Kaufbelege für Board und Akku aufbewahrt
- Abstand zu Badestellen und Schilf eingeplant
Fragen und Antworten
Häufige Fragen
Wo darf ich mit dem E-Foil fahren?
Nicht in Bayern und am Bodensee; sonst je Revier unterschiedlich, vorab prüfen.
Ist der Akku mitversichert?
Ja, Akku und Antrieb sowie Transportschäden und Winterlager sind in der Kasko enthalten.
Kann ich mein Board verleihen?
Ja, mit der „Rent-me"-Police besteht Kaskoschutz auch während der Vercharterung.
Wie tief muss das Wasser zum E-Foilen sein?
Das Wasser sollte deutlich tiefer sein als der Mast lang ist. So berührt der Flügel auch beim Abheben oder bei einem Sturz nicht den Grund. Starten Sie erst, wenn Sie sicher im tiefen Wasser sind.
Darf ich den E-Foil-Akku mit ins Flugzeug nehmen?
In der Regel nicht, denn große Lithium-Akkus überschreiten die Grenzen für Passagierflüge. Klären Sie den Transport vorab mit der Fluggesellschaft oder einer Spedition. Oft ist es einfacher, vor Ort ein Board mit Akku zu mieten.
Brauche ich zum E-Foilen einen Helm?
Ob ein Helm vorgeschrieben ist, regelt das jeweilige Revier. Empfehlenswert ist er immer, denn beim Sturz kann der Kopf auf Board oder Mast treffen. Zusammen mit einer Prallschutzweste senkt er dieses Risiko.
NAMMERT Assekuradeur GmbH, Karl-Marx-Straße 4, 15711 Königs Wusterhausen, 03375 / 29 12 77
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