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Reichweite und Reserve für Hausboot berechnen
Hausboote fahren langsam und verbrauchen wenig, haben aber große Tanks und lange Etappen zwischen Tankstellen. Auf Kanälen und Flüssen lohnt der Blick auf die nächste Bunkermöglichkeit vor dem Ablegen.
Vorbelegt für das Hausboot
Der Verbrauch auf dem Wasser ist keine Konstante. Gegenwind, Strom, Bewuchs und Beladung verschieben ihn um zweistellige Prozentsätze. Deshalb rechnet man mit einem Drittel Reserve statt mit dem letzten Liter. Wer diese Regel ernst nimmt, hat noch Sprit, wenn eine Passage länger dauert als geplant.
Bleibt das Boot mit leerem Tank liegen, ist das kein Kaskoschaden. Ein Motorschaden ist ein Schadenereignis, Spritmangel eine Panne, dafür leistet die Kaskoversicherung nicht. Die Bergung eines havarierten Bootes ist versichert, die Schleppkosten für ein fahrunfähiges nicht automatisch.
Das gehört zu den Punkten, an denen Angebote auseinandergehen und die man vor der Langfahrt klären sollte. Unsere Bedingungen unterscheiden zwischen Bergung nach einem versicherten Ereignis und reiner Schlepphilfe; für längere Törns lohnt der Blick auf die Bergungskostengrenze im Vertrag.
Häufige Fragen
Zahlt die Versicherung, wenn ich mit leerem Tank liegen bleibe?
Nein. Spritmangel ist kein versichertes Ereignis, sondern eine Panne. Versichert ist die Bergung nach einem Schaden.
Wie viel Reserve ist sinnvoll?
Ein Drittel des Tankinhalts. Bei Törns mit Gegenstrom oder ohne Tankstelle im Revier auch mehr.
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