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Kurz gesagt
Die Typklasse zeigt, wie viele und wie teure Schäden ein Automodell verursacht, die Regionalklasse dasselbe für Ihren Zulassungsbezirk. In der Haftpflicht reichen die Typklassen von 10 bis 25, die Regionalklassen von 1 bis 12. Ein Modell in Typklasse 25 kann in der Haftpflicht ein Vielfaches eines Modells in Typklasse 10 kosten.
Veröffentlichte Werte zu Klassen und Beitragsunterschieden, Stand September 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Haftpflicht, Fahrer 30 Jahre, mittlere Regionalklasse, Typklasse 10 | rund 250 Euro im Jahr |
| Gleicher Fahrer, Typklasse 25 | rund 1.350 Euro im Jahr |
| Gleiche Rechnung, Fahrer 20 Jahre, Typklasse 10 und 25 | rund 710 und 3.860 Euro im Jahr |
| Teuerster Haftpflichtbezirk 2027 im Vergleich zum Schnitt | Schäden knapp 40 Prozent höher |
| Günstigster Haftpflichtbezirk 2027 im Vergleich zum Schnitt | Schäden rund 33 Prozent niedriger |
Die Beitragsbeispiele stammen aus einem veröffentlichten Rechentest und zeigen die Spanne, nicht Ihren Preis. Die Werte im Rechenbeispiel unten sind Richtwerte aus der Angebotspraxis. Wie stark ein Versicherer eine Klasse gewichtet, legt er selbst fest.
Rechenbeispiel
Eine Fahrerin mit langer Schadenfreiheit überlegt zwischen einem Kleinwagen und einem kräftigen SUV. So kann der Unterschied aussehen.
| Kleinwagen, Haftpflicht-Typklasse 14, Vollkasko-Typklasse 17 | etwa 380 bis 480 Euro |
| SUV, Haftpflicht-Typklasse 20, Vollkasko-Typklasse 26 | etwa 650 bis 900 Euro |
| Umzug in einen Bezirk drei Regionalklassen höher | etwa plus 10 bis 25 Prozent |
Allein das Modell macht hier rund 270 bis 420 Euro im Jahr aus. Richtwerte aus der Angebotspraxis, Vollkasko mit 300 Euro Selbstbeteiligung.
Jedes Automodell bekommt eine eigene Typklasse, getrennt für Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko. Grundlage sind die Schäden, die Fahrzeuge dieses Modells in den letzten drei Jahren tatsächlich verursacht haben, also wie oft sie in Unfälle geraten und wie teuer die Reparaturen und Personenschäden waren.
Das erklärt manche Überraschung: Ein sparsamer Kleinwagen kann eine hohe Haftpflicht-Typklasse haben, wenn ihn viele junge Fahrer nutzen. Ein großer Kombi landet dagegen oft niedriger, weil seine Fahrer vorsichtig unterwegs sind. Die PS allein entscheiden nicht.
| Sparte | Klassen | Was zählt |
|---|---|---|
| Haftpflicht | 10 bis 25 | Schäden, die Fahrer dieses Modells anderen zufügen |
| Teilkasko | 10 bis 33 | Diebstahl, Glas, Wild, Sturm, Hagel am Modell |
| Vollkasko | 10 bis 34 | eigene Unfallschäden und Teilkaskoschäden |
Die Regionalklasse richtet sich nach dem Zulassungsbezirk, in dem der Halter wohnt. Gezählt werden die Schäden der dort zugelassenen Autos im Verhältnis zum Bundesschnitt. Großstädte liegen fast immer oben, ländliche Kreise im Osten und Norden unten.
Für 2027 liegt in der Haftpflicht Offenbach vorn, mit Schäden knapp 40 Prozent über dem Schnitt. Am günstigsten ist der Kreis Elbe-Elster mit rund 33 Prozent unter dem Schnitt. In der Teilkasko sieht die Rangfolge ganz anders aus, weil dort Wild, Hagel und Diebstahl zählen.
Die Typklasse wirkt meist stärker als die Regionalklasse. In einem veröffentlichten Rechentest kostete die Haftpflicht für einen 30 Jahre alten Fahrer in Typklasse 25 gut das Fünffache von Typklasse 10. Wer vor dem Autokauf die Typklassen vergleicht, spart also oft mehr als mit jedem Tarifwechsel.
Die Regionalklasse können Sie kaum beeinflussen. Maßgeblich ist der Wohnsitz des Halters, nicht der Ort, an dem Sie am meisten fahren. Wer einen Zweitwohnsitz hat, muss den tatsächlichen Hauptwohnsitz angeben.
Die neuen Klassen erscheinen jeweils im Spätsommer und gelten für bestehende Verträge ab dem nächsten Versicherungsjahr, meist ab 1. Januar. Für 2027 haben sich die Regionalklassen für fast zehn Millionen Autofahrer verändert, für die meisten bleibt alles gleich.
Steigt Ihr Beitrag nur wegen einer neuen Typ- oder Regionalklasse, können Sie in vielen Verträgen außerordentlich kündigen. Die Frist steht in Ihren Bedingungen, meist ein Monat nach Zugang der Mitteilung.
Wenn Sie Ihr Auto behalten und nicht umziehen, lohnt es sich nicht, jedes Jahr die Klassen nachzuschlagen. Ein Sprung um eine Klasse bewegt den Beitrag meist nur um wenige Prozent. Wichtig wird es beim Autokauf, beim Umzug und wenn die Rechnung ungewöhnlich stark steigt.
Fragen und Antworten
Mit Herstellernummer und Typschlüssel aus dem Fahrzeugschein in der Abfrage des Gesamtverbands der Versicherer oder in Ihrem Versicherungsschein.
Eine niedrige. Je niedriger die Zahl, desto weniger Schäden verursacht das Modell und desto günstiger ist meist der Beitrag.
Nein. Die Statistik ist eine unverbindliche Empfehlung. Die meisten Versicherer nutzen sie, manche weichen ab.
Nein, entscheidend ist der Zulassungsbezirk am Wohnsitz des Halters.
Wenn der Beitrag dadurch steigt, meist ja, innerhalb der Frist aus Ihren Bedingungen. Bei gleichem oder sinkendem Beitrag nicht.
Sie werden nach demselben Verfahren eingestuft. Teure Akkus und Sensoren führen bei manchen Modellen zu hohen Kaskoklassen.
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NAMMERT Assekuradeur GmbH, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO, Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37. Bei Boots- und Yachtversicherungen sind wir Assekuradeur und nicht Makler. Erstinformation lesen · Stand
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