Alles zur Versicherung: Kfz-Versicherung
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Kurz gesagt
Mit Haftpflicht und Vollkasko zahlen Sie für ein Elektroauto meist etwa 500 bis 900 Euro im Jahr, für günstige Kleinwagen eher 400 bis 700 Euro, für Oberklassemodelle bis 1.500 Euro. Das liegt nah an vergleichbaren Verbrennern. Wichtiger als ein paar Euro Unterschied ist, dass der Akku gegen Unfall, Brand, Kurzschluss und Tierbiss mitversichert ist.
Veröffentlichte Richtwerte für Deutschland, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Mittelklasse-E-Auto, Haftpflicht und Vollkasko | etwa 500 bis 900 Euro im Jahr |
| Günstiger Kleinwagen, zum Beispiel Stadtauto mit kleinem Akku | etwa 400 bis 700 Euro im Jahr |
| Oberklasse-Limousine mit großem Akku | etwa 1.000 bis 1.500 Euro im Jahr |
| Nur Haftpflicht und Teilkasko | etwa 250 bis 400 Euro im Jahr |
| Akkutausch nach Unfall, je nach Modell | etwa 8.000 bis 35.000 Euro |
Richtwerte, Stand September 2026, aus öffentlich genannten Beispielen und einer Auswertung der Versicherungswirtschaft vom August 2025. Das Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis. Ihr Beitrag hängt von Modell, Wohnort und Schadenfreiheitsklasse ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So setzt sich ein typischer Jahresbeitrag zusammen, mittlere Regionalklasse, 12.000 Kilometer im Jahr.
| Haftpflicht | etwa 250 bis 350 Euro |
| Vollkasko mit 300 Euro Selbstbeteiligung und Akkuschutz | etwa 250 bis 450 Euro |
| Neupreisentschädigung 24 Monate | oft enthalten oder wenige Euro |
| Kfz-Steuer | 0 Euro |
Zusammen etwa 500 bis 800 Euro im Jahr, rund 42 bis 67 Euro im Monat.
Es gelten dieselben Merkmale wie beim Verbrenner: Schadenfreiheitsklasse, Typklasse des Modells, Regionalklasse, Fahrleistung und wer fährt. Die Typklasse spiegelt, wie oft und wie teuer ein Modell in Schäden verwickelt war, und genau hier schlägt der Akku durch.
Manche Versicherer geben einen Nachlass für Elektroautos, andere nicht. Das gleicht sich mit höheren Kaskoprämien für teure Modelle oft aus. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtbeitrag, nicht den Rabatt.
| Merkmal | Wirkung beim E-Auto |
|---|---|
| Schadenfreiheitsklasse | sehr stark, wie bei jedem Auto |
| Typklasse in der Kasko | oft höher wegen teurer Akkus und Karosserieteile |
| Neupreis und Akkugröße | treiben die Vollkasko |
| Nachlass für Elektroautos | bei manchen Versicherern, nicht bei allen |
| Selbstbeteiligung | senkt die Kaskoprämie spürbar |
Nach Auswertungen der Versicherungswirtschaft melden Elektroautos in der Vollkasko weniger Schäden, jeder Schaden kostet aber mehr. Gründe sind der Akku, der nach einem Unfall oft vorsorglich getauscht wird, lange Standzeiten und Werkstätten, die für Hochvolttechnik geschult sein müssen.
Der Abstand ist in den letzten Jahren kleiner geworden, weil Werkstätten, Abschleppdienste und Gutachter mehr Erfahrung haben. Ein Akkutausch bleibt trotzdem der größte Einzelposten, je nach Modell von etwa 8.000 bis über 30.000 Euro.
Achten Sie auf einen Akkuschutz, der Unfall, Brand, Kurzschluss, Überspannung und Tierbiss an Hochvoltleitungen samt Folgeschäden umfasst. Kurzschluss und Tierbiss stecken oft in der Teilkasko, aber nicht in jedem Tarif mit denselben Grenzen.
Sinnvoll sind außerdem eine Neupreisentschädigung auch für den Akku, Schutz für mitgeführte Ladekabel und ein Schutzbrief, der zur nächsten Ladesäule schleppt, wenn der Akku leer ist. Die Wallbox am Haus ist meist Sache der Wohngebäude- oder Hausratversicherung, fragen Sie dort nach.
Die natürliche Alterung des Akkus zahlt keine Kfz-Versicherung. Dafür gilt allein die Garantie des Herstellers. Auch Bedienfehler beim Laden sind je nach Bedingungen nicht gedeckt.
Die Steuerbefreiung gilt nur für reine Elektroautos, nicht für Plug-in-Hybride, und endet spätestens am 31. Dezember 2035.
Für ein älteres, gebraucht gekauftes Elektroauto mit niedrigem Restwert kann eine Teilkasko genügen, sofern sie Brand, Kurzschluss und Tierbiss am Akku abdeckt. Einen selbst verschuldeten Unfall mit Akkuschaden zahlt sie aber nicht.
Bei einem neuen, geleasten oder finanzierten Elektroauto ist die Vollkasko dagegen kaum verzichtbar, weil schon ein Akkuschaden den Zeitwert fast erreichen kann.
Fragen und Antworten
Nicht grundsätzlich. Schäden sind seltener, aber teurer. Je nach Modell und Versicherer kann das E-Auto günstiger oder teurer sein.
Nein, jede Kfz-Versicherung gilt auch für Elektroautos. Achten Sie aber darauf, dass der Tarif den Akku ausdrücklich einschließt.
Nein. Verschleiß und Alterung deckt keine Kfz-Versicherung, dafür gilt die Herstellergarantie.
Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind bis zu zehn Jahre befreit, längstens bis 31. Dezember 2035.
Meist nicht. Eine fest installierte Wallbox gehört in der Regel zum Gebäude oder Hausrat, fragen Sie Ihren Versicherer.
Mit Vollkasko meist etwa 40 bis 75 Euro, bei großen Modellen oder wenigen schadenfreien Jahren mehr.
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Wann lohnt sich eine Vollkaskoversicherung?
Eine Vollkasko lohnt sich meist für neue, finanzierte, geleaste und teure Autos, grob in den ersten drei bis fünf Jahr …
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