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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Gibt es eine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische?

Kurz gesagt

Nein. In Deutschland gibt es keine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische, kein Versicherer bietet sie an. Im Ausland gab es Scherzpolicen, vor allem in den USA und Großbritannien, ein echter Leistungsfall ist nicht bekannt. Was im Alltag zählt: eine Unfallversicherung für etwa 60 bis 180 Euro im Jahr und Auslandskrankenschutz ab etwa 10 Euro.

Gibt es eine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische?

Was es kostet

Für eine Alien-Police gibt es keinen Preis. Hier stehen die Beiträge für den Schutz, der im Alltag tatsächlich hilft.

BeispielRichtwert
Private Unfallversicherung, Erwachsene im Büroberuf, 100.000 Euro Grundsumme, 350 Prozent Progressionetwa 60 bis 180 Euro im Jahr
Gleicher Schutz für Erwachsene im Handwerketwa 120 bis 260 Euro im Jahr
Auslandskrankenversicherung, Jahresvertrag, eine Personetwa 10 bis 20 Euro im Jahr
Auslandskrankenversicherung, Jahresvertrag, Familieetwa 20 bis 35 Euro im Jahr

Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen.

Eine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische bietet in Deutschland niemand an;

das genaue Angebot für Unfall und Auslandsschutz holen wir ein.

Rechenbeispiel

Hobby-Astronomin, Büroberuf, zwei Fernreisen im Jahr

Statt einer Scherzpolice deckt sie die Risiken ab, die bei ihrem Hobby tatsächlich vorkommen.

Unfallversicherung, 100.000 Euro Grundsummeetwa 60 bis 180 Euro
Auslandskrankenversicherung, Jahresvertragetwa 10 bis 20 Euro
Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische0 Euro, gibt es nicht

Zusammen etwa 70 bis 200 Euro im Jahr für Schutz, der bei Sturz und Krankheit auf Reisen wirklich zahlt.

Warum kein Versicherer Ufo-Entführungen versichert

Ein Versicherer braucht zwei Dinge: ein Risiko, das sich aus Erfahrungswerten berechnen lässt, und einen Schaden, den man nachweisen kann. Bei einer Entführung durch Außerirdische fehlt beides. Es gibt keine Statistik, aus der sich ein Beitrag ableiten ließe, und keinen Beleg, den ein Sachbearbeiter prüfen könnte.

Ohne Nachweis gibt es keinen Leistungsfall. Eine Police, die nie zahlen muss, ist kein Schutz, sondern ein Geschenkartikel. Deshalb finden Sie in Deutschland keinen Tarif für Alien-Entführungen, auch nicht als Baustein.

Was es im Ausland als Spaßpolice gab

Solche Policen wurden vor allem in den USA und in Großbritannien verkauft, oft als Mitbringsel oder Partygag.

Belegt ist bei diesen Policen nur der Verkauf, keine Auszahlung nach einer echten Entführung. Wer so ein Papier kauft, bezahlt für einen Witz an der Wand, nicht für Schutz.

Wenn es um eine echte Entführung geht

Entführungen durch Menschen sind leider real. Dafür gibt es die Lösegeldversicherung, im Fachjargon Kidnap and Ransom. Sie zahlt etwa Krisenberater und Lösegeld und richtet sich vor allem an Unternehmen, deren Leute in unsichere Länder reisen.

Für Privatleute im Urlaub in Europa ist sie in aller Regel nicht nötig. Wichtiger ist, vor Fernreisen die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zu lesen.

Was bei einer nächtlichen Ufo-Suche wirklich hilft

Der Ernst hinter dem Spaß: Wer nachts im Feld nach Lichtern am Himmel sucht, stolpert eher über einen Graben als über ein Raumschiff. Für solche Stürze greift die private Unfallversicherung. Ein Unfall ist dort ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis, das unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung verursacht.

Ein Haken zum Schmunzeln mit ernstem Kern: Nach den Musterbedingungen zahlt die Unfallversicherung nicht für krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen. Der Schreck nach einer vermeintlichen Begegnung der dritten Art wäre also ohnehin kein Fall für sie.

EreignisWas wirklich greift
Sturz bei der nächtlichen Himmelsbeobachtungprivate Unfallversicherung, Behandlung über die Krankenkasse
Verletzung auf einer Reise außerhalb der EUAuslandskrankenversicherung
Teleskop bei einem Einbruch gestohlenHausratversicherung
Ihre Drohne beschädigt beim Ufo-Filmen ein fremdes AutoHaftpflicht, die Drohnen einschließt
Entführung durch Außerirdischekein Versicherer, kein Tarif

Wann Sie so eine Police auf keinen Fall brauchen

Wenn Ihnen jemand eine Alien-Police mit echtem Schutzversprechen verkaufen will, ist Vorsicht geboten. Seriöse Versicherer brauchen in Deutschland eine Erlaubnis der BaFin, und in deren Unternehmensdatenbank können Sie jeden Anbieter nachschlagen.

Als Scherzgeschenk ist so ein Papier harmlos, solange klar ist, dass es nichts leistet. Ihr Geld für echten Schutz geben Sie besser für Unfall, Haftpflicht und Auslandsreisen aus.

Schritt für Schritt

  1. Klären, welche echten Risiken Ihr Hobby hat: nachts unterwegs, Technik im Gepäck, Reisen.
  2. Unfallversicherung mit ausreichender Grundsumme und Progression wählen.
  3. Für Reisen einen Jahresvertrag Auslandskrankenschutz abschließen.
  4. Prüfen, ob Ihre Haftpflicht eine Drohne oder anderes Gerät einschließt.
  5. Scherzpolicen nur als Geschenk sehen, nie als Schutz.

Checkliste

  • Unfallversicherung mit mindestens 100.000 Euro Grundsumme
  • Auslandskrankenschutz mit Rücktransport für Reisen
  • Hausrat deckt Teleskop und Kamera bei Einbruch
  • Haftpflicht schließt Drohnen ein, falls Sie filmen
  • Anbieter mit Schutzversprechen in der BaFin-Datenbank prüfen

Häufige Fehler

  • Eine Scherzpolice für echten Schutz halten
  • Bei nächtlichen Ausflügen ohne Unfallversicherung unterwegs sein
  • Für Fernreisen auf Auslandskrankenschutz verzichten

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Gibt es eine Versicherung gegen Entführung durch Außerirdische?

In Deutschland nicht.

Im Ausland wurden solche Policen als Scherz verkauft,

eine Auszahlung nach einer echten Entführung ist nicht belegt.

Hat eine Alien-Versicherung je gezahlt?

Ein nachgewiesener Leistungsfall ist nicht bekannt.

Ohne Beleg für die Entführung kann ohnehin kein Versicherer prüfen und zahlen.

Zahlt die Unfallversicherung bei Ufo-Begegnungen?

Nur wenn Sie sich dabei verletzen, etwa durch einen Sturz.

Psychische Folgen wie ein Schock sind nach den Musterbedingungen ausgeschlossen.

Gibt es eine Versicherung gegen Entführung durch Menschen?

Ja, die Lösegeldversicherung.

Sie richtet sich vor allem an Unternehmen mit Mitarbeitern in unsicheren Ländern,

Privatleute brauchen sie selten.

Darf ich eine Alien-Police verschenken?

Als Scherzartikel ja.

Achten Sie darauf, dass der Beschenkte weiß, dass sie nichts leistet,

und kaufen Sie keine mit ernstem Schutzversprechen.

Quellen

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