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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Ist meine Kameraausrüstung unterwegs versichert?

Kurz gesagt

Ist Ihre Kameraausrüstung unterwegs versichert? Nur zum Teil. Die Hausratversicherung zahlt außer Haus meist nur bei Raub oder Einbruch, etwa ins Hotelzimmer, und oft nur bis 10 Prozent der Versicherungssumme. Sturz, Nässe und einfacher Diebstahl aus der Tasche sind nicht versichert. Dafür gibt es eine Kamera- oder Elektronikversicherung, deren Beitrag sich nach dem Wert der Ausrüstung richtet.

Ist meine Kameraausrüstung unterwegs versichert?

Was es kostet

Öffentlich genannte Preise und Grenzen für Kamera, Hausrat und Reisegepäck in Deutschland, Stand 2026.

BeispielRichtwert
Hausrat unterwegs (Außenversicherung)10 bis 20 Prozent der Versicherungssumme, höchstens bis etwa 10.000 Euro
Reisegepäck Jahresvertrag, eine Person, Summe 3.000 Euroetwa 55 Euro im Jahr
Elektronikversicherung für Betriebe, Faustregeletwa 0,5 bis 1,5 Prozent vom Neuwert im Jahr
Private Kameraversicherung, Ausrüstung 4.000 Euro mit Diebstahletwa 120 bis 250 Euro im Jahr

Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifangaben.

Der Beitrag für eine Ausrüstung von 4.000 Euro und die Beträge im Rechenbeispiel sind Richtwert

aus der Angebotspraxis.

Ihr Beitrag hängt vom Wert, vom Diebstahlbaustein und von der Selbstbeteiligung ab;

das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Systemkamera mit zwei Objektiven auf Städtereise

So sieht der Schutz aus, wenn die Kameraausrüstung 4.000 Euro wert ist und die Hausrat eine Versicherungssumme von 60.000 Euro hat.

Kamera und zwei Objektive4.000 Euro Neuwert
Hausrat unterwegs bei 10 Prozentbis 6.000 Euro, aber nur bei Raub oder Einbruch
Kamera fällt vom Stativ, Reparaturetwa 900 Euro, Hausrat zahlt nichts
Kameraversicherung mit Diebstahl, 100 Euro Selbstbeteiligungetwa 120 bis 250 Euro im Jahr

Ohne eigene Kameraversicherung tragen Sie den Sturzschaden von etwa 900 Euro selbst. Mit Vertrag bleiben 100 Euro Selbstbeteiligung.

Was die Hausrat für die Kamera unterwegs zahlt

Die Hausratversicherung schützt Ihre Kamera vor allem in der Wohnung: bei Einbruch, Feuer oder Leitungswasser. Unterwegs gilt nur die Außenversicherung, und die ist eng. Bezahlt wird meist bei Raub, also wenn Ihnen jemand die Kameratasche mit Gewalt entreißt, oder bei Einbruch in ein verschlossenes Hotelzimmer.

Lassen Sie die Kamera im Café auf dem Stuhl liegen und sie ist weg, ist das einfacher Diebstahl. Den deckt die Hausrat in aller Regel nicht. Auch der Sturz vom Stativ oder Salzwasser am Strand sind kein Fall für die Hausrat, weil sie keine Schäden durch eigenes Missgeschick am Gerät kennt.

Was passiert mit der KameraHausrat zu HauseHausrat unterwegsKameraversicherung
Einbruch in die Wohnungjaentfälltmeist ja
Einbruch ins Hotelzimmerentfälltmeist ja, begrenztmeist ja
Raub auf der Straßeentfälltmeist ja, begrenztmeist ja
Einfacher Diebstahl im Caféneinneinnur mit Diebstahlbaustein
Sturz, Bruch, Sand, Nässeneinneinja

Wann sich eine Kameraversicherung lohnt

Eine eigene Kameraversicherung lohnt sich, wenn Ihre Ausrüstung mehr wert ist, als Sie ohne Weiteres selbst ersetzen könnten, und wenn Sie viel draußen fotografieren: auf Reisen, bei Sport, am Wasser oder in der Stadt. Dort passieren die typischen Schäden, die keine andere Police zahlt.

Achten Sie darauf, dass Kamera, Objektive und Zubehör gemeinsam versichert sind. Der Beitrag richtet sich nach dem Wert der ganzen Ausrüstung. Diebstahl ist in vielen Kameratarifen nur ein Zusatzbaustein, ohne ihn zahlt die Police nur bei Schäden am Gerät.

Wann Sie keine Kameraversicherung brauchen

Für eine Kompaktkamera um 300 Euro oder ein Handy, mit dem Sie hauptsächlich fotografieren, rechnet sich ein eigener Vertrag selten. Ein Jahresbeitrag von 60 Euro ist nach fünf Jahren der halbe Neupreis der Kamera, die dann ohnehin wenig wert ist.

Auch wer die Kamera fast nur zu Hause nutzt, ist über die Hausrat gegen Einbruch und Feuer meist ausreichend geschützt. Prüfen Sie dann nur, ob die Versicherungssumme der Hausrat Ihre Fotoausrüstung mit abdeckt.

Beruflich fotografieren: andere Regeln

Verdienen Sie mit der Kamera Geld, als Fotograf, Videograf oder Content Creator, gilt die Ausrüstung als Betriebsausstattung. Private Kameratarife schließen gewerbliche Nutzung häufig aus. Dann brauchen Sie eine Elektronikversicherung für Betriebe, die Kameras, Objektive, Licht und Ton weltweit und auch beim Kunden schützt.

Für gewerbliche Technik rechnen Versicherer oft mit einem kleinen Prozentsatz vom Neuwert im Jahr. Mobile Fototechnik liegt dabei höher als ein fest stehender Bürorechner, weil sie öfter fällt und öfter gestohlen wird.

Reisegepäck und Kreditkarte als Ersatz?

Eine Reisegepäckversicherung zahlt auch für die Kamera im Koffer, setzt für Foto und Technik aber oft eigene Grenzen und verlangt, dass die Kamera beaufsichtigt oder im verschlossenen Raum war. Für eine teure Kameraausrüstung reicht das selten.

Manche Kreditkarten bringen einen Gepäck- oder Einkaufsschutz mit. Ob er für Ihre Kamera unterwegs gilt, steht in den Bedingungen der Karte. Lesen Sie dort die Höchstsummen und die Fristen nach, bevor Sie sich darauf verlassen.

Darauf achten im Kameratarif

Wichtig sind vier Punkte: Ersatz zum Neuwert statt zum Zeitwert, weltweiter Schutz, Diebstahl mit eingeschlossen und die Frage, ob gebrauchte Kameras versicherbar sind. Viele Tarife verlangen beim Abschluss eine unbeschädigte Kamera und den Kaufbeleg.

Üblich sind eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten und eine Selbstbeteiligung, die den Beitrag senkt. Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Vergütung zahlt der Versicherer, für Sie ist der Vergleich kostenlos.

Schritt für Schritt

  1. Wert der ganzen Ausrüstung zusammenrechnen: Kamera, Objektive, Blitz, Drohne, Zubehör.
  2. In der Hausrat nachlesen, wie hoch die Außenversicherung ist und was sie unterwegs abdeckt.
  3. Entscheiden, ob Sie Sturz und einfachen Diebstahl selbst tragen können.
  4. Klären, ob Sie die Kamera beruflich nutzen, auch nur gelegentlich.
  5. Kameratarife mit Neuwert, Diebstahl und weltweitem Schutz vergleichen.

Checkliste

  • Kaufbelege für Kamera und Objektive digital gespeichert
  • Außenversicherung der Hausrat geprüft
  • Diebstahl im Kameratarif eingeschlossen
  • Weltweiter Schutz, wenn Sie außerhalb Europas fotografieren
  • Gewerbliche Nutzung eingeschlossen, wenn Sie mit Fotos Geld verdienen
  • Seriennummern notiert für die Anzeige bei der Polizei

Häufige Fehler

  • Glauben, die Hausrat zahle jeden Diebstahl unterwegs
  • Nur den Kamerabody versichern und die teuren Objektive vergessen
  • Privaten Tarif abschließen, obwohl Sie Aufträge fotografieren
  • Kamera im Auto liegen lassen, das zahlt kaum ein Tarif

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ist meine Kamera im Hotelzimmer versichert?

Über die Hausrat meist ja, wenn jemand in das verschlossene Zimmer einbricht.

Verschwindet sie aus dem offenen Zimmer, ist das einfacher Diebstahl und meist nicht gedeckt.

Zahlt die Hausrat, wenn mir die Kamera herunterfällt?

Nein.

Schäden durch Sturz oder Bedienfehler deckt nur eine Kamera- oder Elektronikversicherung.

Kann ich eine gebrauchte Kamera versichern?

Bei manchen Tarifen ja, wenn sie beim Abschluss unbeschädigt ist.

Andere nehmen nur Geräte bis zu einem bestimmten Alter ab Kauf.

Ist die Kamera im Auto versichert?

Meist nicht oder nur, wenn das Auto verschlossen war und die Kamera nicht sichtbar lag.

Die Bedingungen nennen dafür oft enge Grenzen.

Brauche ich als Hobbyfotograf eine gewerbliche Police?

Nein, solange Sie mit den Fotos kein Geld verdienen.

Sobald Sie Bilder verkaufen oder Aufträge annehmen, prüfen Sie den Tarif.

Ist auch meine Drohne über die Kameraversicherung geschützt?

Meist nicht.

Für Drohnen gibt es eigene Kasko- und Haftpflichttarife,

weil sie zusätzlich Schäden bei anderen anrichten können.

Quellen

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