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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Bin ich auf einer Expedition oder beim Höhenbergsteigen versichert?

Kurz gesagt

Bin ich auf einer Expedition versichert? Nur, wenn Ihr Tarif das ausdrücklich einschließt. Der Mitgliederschutz des Deutschen Alpenvereins zahlt Bergung bis 50.000 Euro, schließt aber Expeditionen mit Zielen über 7.000 Metern aus. Beim Höhenbergsteigen darüber brauchen Sie eine Expeditionsversicherung, dort ab 47 Euro für 17 Tage oder 83 Euro für 34 Tage.

Bin ich auf einer Expedition oder beim Höhenbergsteigen versichert?

Was es kostet

Beiträge der Expeditionsversicherung des Deutschen Alpenvereins, je Person.

BeispielRichtwert
Bis 17 Tage, bis 64 Jahre47 Euro
Bis 34 Tage, bis 64 Jahre83 Euro
Bis 56 Tage, bis 64 Jahre167 Euro
Bis 98 Tage, bis 64 Jahre359 Euro
Bis 34 Tage, über 64 Jahre414 Euro

Beiträge laut Alpenverein, Stand Oktober 2026;

Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einer Sektion.

Andere Expeditionstarife können abweichen.

Norman Nammert kann als Versicherungsmakler weitere Angebote einholen.

Rechenbeispiel

Bergsteigerin, 42 Jahre, Expedition auf einen Siebentausender

Sieben Wochen in Zentralasien, Alpenvereinsmitglied, dazu eine Jahres-Auslandskrankenversicherung mit Ausschluss für Expeditionen.

Mitgliederschutzgreift nicht, Ziel über 7.000 Meter
Jahres-Auslandskrankenversicherunggreift nicht, Expedition ausgeschlossen
Expeditionsversicherung bis 56 Tage167 Euro
Bergung je Ereignisbis 50.000 Euro

Für 167 Euro ist die Lücke über 7.000 Metern geschlossen; die Unfallversicherung prüft sie separat auf einen Ausschluss für Höhenbergsteigen.

Wo der normale Schutz auf einer Expedition endet

Auslandskranken- und Reiseversicherungen sind für Urlaub gebaut. Viele Tarife setzen beim Bergsport eine Höhengrenze oder schließen Expeditionen aus. Lesen Sie in den Bedingungen nach, ob Expedition, Höhenbergsteigen oder eine bestimmte Meterzahl genannt sind.

Der Mitgliederschutz des Deutschen Alpenvereins gilt weltweit für alpinistische Aktivitäten. Er schließt aber Expeditionen mit Reisezielen über 7.000 Metern aus, ebenso Reisen in Länder mit Reisewarnung des Auswärtigen Amts und Alpinsport bei Pauschalreisen außerhalb Europas.

VorhabenMitgliederschutz AlpenvereinExpeditionsversicherung
Hochtour in den Alpenjanicht nötig
Trekking in Nepal bis 6.000 Meterja, sofern keine Pauschalreisezur Aufstockung möglich
Expedition auf einen Siebentausendernein, Ziel über 7.000 Meterja
Achttausenderneinja
Land mit ReisewarnungneinBedingungen prüfen

Was eine Expeditionsversicherung leistet

Die Expeditionsversicherung des Alpenvereins gilt für private Auslandsreisen ohne Höhenobergrenze, also ausdrücklich auch über 7.000 Meter. Sie zahlt Such-, Rettungs- und Bergungseinsätze bis 50.000 Euro je Ereignis, Heilbehandlung im Ausland und den Krankenrücktransport, den der Versicherer organisiert.

Voraussetzung sind die Mitgliedschaft in einer Sektion und ein ständiger Wohnsitz in Deutschland. Wählbar sind 17, 34, 56 oder 98 Tage; für längere Vorhaben gibt es Einzelanfragen.

Bergung und Rücktransport beim Höhenbergsteigen

Am Berg entstehen zwei getrennte Kosten: die Bergung vom Berg bis zum nächsten Krankenhaus und später der Rücktransport nach Hause. Beides muss Ihr Schutz enthalten.

Eine Bergung bis 50.000 Euro reicht in den meisten Regionen. Fliegt ein Hubschrauber mehrfach oder wird lange gesucht, kann es mehr werden. Fragen Sie nach, was bei Überschreiten der Summe passiert.

Unfallversicherung und Haftpflicht nicht vergessen

Eine Expeditionsversicherung zahlt Kosten, aber keine Kapitalleistung bei bleibenden Schäden. Prüfen Sie, ob Ihre private Unfallversicherung Höhenbergsteigen und Expeditionen ausschließt oder nur gegen Zuschlag einschließt.

Für Schäden, die Sie anderen zufügen, etwa durch Steinschlag, hilft eine Haftpflicht mit Auslandsdeckung. Der Mitgliederschutz enthält eine Sporthaftpflicht bis 6 Mio. Euro.

Wann Sie keine eigene Expeditionsversicherung brauchen

Für Hochtouren in den Alpen, Klettersteige und Trekking unter 7.000 Metern reicht oft der Mitgliederschutz zusammen mit einer guten Auslandskrankenversicherung, wenn deren Bedingungen den Bergsport nicht ausschließen.

Bei einer organisierten Expedition hat der Veranstalter manchmal einen Gruppenschutz. Lassen Sie sich die Bedingungen zeigen, bevor Sie auf eigenen Schutz verzichten. Norman Nammert prüft als Versicherungsmakler Ihre vorhandenen Verträge auf Lücken.

Schritt für Schritt

  1. Zielhöhe, Dauer und Reiseland notieren.
  2. Bedingungen von Auslandskranken-, Unfall- und Mitgliederschutz auf Höhengrenzen lesen.
  3. Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für das Zielland prüfen.
  4. Expeditionsversicherung passend zur Dauer abschließen.
  5. Notrufnummer und Policennummer in die Ausrüstung legen.

Checkliste

  • Höhengrenze aller Verträge bekannt
  • Bergung und Rücktransport beide versichert
  • Dauer der Police deckt die ganze Reise mit Puffer
  • Unfallversicherung schließt Höhenbergsteigen nicht aus
  • Haftpflicht mit Auslandsdeckung vorhanden

Häufige Fehler

  • Sich auf die Kreditkarten-Reiseversicherung verlassen
  • Die Reisedauer zu knapp wählen und dann verlängern müssen
  • Länder mit Reisewarnung übersehen
  • Annehmen, die gesetzliche Krankenkasse zahle die Bergung im Ausland

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Ab welcher Höhe gilt eine Tour als Expedition?

Das legt jeder Vertrag selbst fest.

Beim Mitgliederschutz des Alpenvereins sind Expeditionen mit Zielen über 7.000 Metern

ausgeschlossen, andere Tarife ziehen die Grenze tiefer.

Zahlt die gesetzliche Krankenkasse die Bergung?

Darauf sollten Sie nicht bauen.

Außerhalb der EU und der Abkommensstaaten zahlt die Kasse nicht einmal die Behandlung.

Für Bergung und Rücktransport brauchen Sie privaten Schutz.

Bin ich beim Trekking zum Everest-Basislager versichert?

Mit dem Mitgliederschutz des Alpenvereins meist ja, weil das Ziel unter 7.000 Metern liegt.

Prüfen Sie zusätzlich Ihre Auslandskrankenversicherung auf eine Höhengrenze.

Gibt es Expeditionsschutz auch ohne Vereinsmitgliedschaft?

Ja, einige Reiseversicherer bieten Tarife für Expeditionen und Höhenbergsteigen an.

Die Bedingungen unterscheiden sich stark, vor allem bei Höhe und Bergungssumme.

Was ist mit Expeditionen über 98 Tage?

Dafür sind beim Alpenverein Einzelanfragen möglich.

Planen Sie dafür Vorlauf ein.

Brauche ich als Teilnehmer einer geführten Expedition eigenen Schutz?

Meist ja.

Veranstalter verlangen oft einen Nachweis über Bergung und Rücktransport,

bevor Sie mitfahren dürfen.

Quellen

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