Alles zur Versicherung: Warenkreditversicherung
Lohnt sich eine Warenkreditversicherung für einen Mittelständler?
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Kurz gesagt
Was besser ist, hängt davon ab, ob Ihnen Schutz oder Geld fehlt. Die Warenkreditversicherung kostet etwa 1 bis 3 Promille vom Umsatz und zahlt nur, wenn ein Kunde ausfällt. Factoring bringt sofort 80 bis 90 Prozent der Rechnung aufs Konto, kostet aber etwa 0,5 bis 5 Prozent Gebühr plus Zinsen. Wer nur Ausfälle fürchtet, ist mit der Versicherung meist günstiger dran.
Veröffentlichte Spannen aus Ratgebern und Anbietervergleichen. Feste Tarife gibt es weder für die Warenkreditversicherung noch für Factoring.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Warenkreditversicherung, Prämiensatz | etwa 1 bis 3 Promille vom Umsatz |
| Warenkreditversicherung, Mindestprämie | etwa 500 bis 6.000 Euro im Jahr |
| Factoringgebühr allgemein | etwa 0,5 bis 5 Prozent der Rechnung |
| Factoring laut Kostenübersicht 2026 | 0,3 bis 2,5 Prozent Gebühr, 3,5 bis 6 Prozent Zins im Jahr |
| Bonitätsprüfung im Factoring | etwa 25 Euro je Kunde |
Recherche Oktober 2026.
Die Quellen stammen aus 2024 und 2026.
Das Rechenbeispiel ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis mit angenommenen Sätzen aus diesen
Spannen.
Rechenbeispiel
Im Schnitt sind rund 148.000 Euro offen. Verglichen wird die Warenkreditversicherung mit echtem Factoring zu 1 Prozent Gebühr und 4 Prozent Zins.
| Warenkreditversicherung, 1 bis 3 Promille plus Prüfgebühren | etwa 1.800 bis 4.200 Euro im Jahr |
| Factoringgebühr, 1 Prozent von 1,2 Mio. Euro | 12.000 Euro |
| Zins, 4 Prozent auf 90 Prozent von 148.000 Euro | etwa 5.300 Euro |
| Factoring zusammen | etwa 17.300 Euro im Jahr |
Factoring kostet hier vier bis zehnmal so viel, bringt aber dauerhaft rund 133.000 Euro Liquidität. Fehlt Ihnen dieses Geld nicht, ist die Versicherung die günstigere Wahl.
Die Warenkreditversicherung schützt vor dem Verlust, wenn ein Kunde nicht zahlt. Geld fließt erst im Schadenfall, bis dahin warten Sie wie gewohnt auf Ihre Rechnungen. Factoring dagegen verkauft Ihre Rechnungen an ein Factoringinstitut, das sofort den größten Teil auszahlt.
Beim echten Factoring übernimmt der Käufer der Forderungen auch das Ausfallrisiko. Beim unechten Factoring bleibt es bei Ihnen. Nur das echte Factoring ersetzt also überhaupt den Schutz einer Warenkreditversicherung.
| Merkmal | Warenkreditversicherung | Factoring |
|---|---|---|
| Hauptnutzen | Schutz vor Ausfall | sofortige Liquidität |
| Kosten | etwa 1 bis 3 Promille vom Umsatz | etwa 0,5 bis 5 Prozent plus Zinsen |
| Ausfallschutz | ja, bis zum Limit | nur beim echten Factoring |
| Kunde merkt es | meist nicht | beim offenen Factoring ja |
| Forderungsmanagement | bleibt bei Ihnen | übernimmt oft der Factor |
Factoring lohnt sich, wenn Ihr Wachstum an der Liquidität hängt: Sie müssen Material vorfinanzieren, Ihre Kunden zahlen nach 60 oder 90 Tagen, und die Bank gibt keinen weiteren Kontokorrent. Dann ist der höhere Preis des Factorings der Preis für Geld, das sonst fehlt.
Richtiger Vergleichsmaßstab für Factoring ist deshalb ein Kontokorrentkredit plus Warenkreditversicherung, nicht die Versicherung allein.
Haben Sie genug Liquidität und fürchten vor allem den Ausfall eines großen Kunden, ist die Warenkreditversicherung der günstigere Weg. Sie behalten Ihre Kundenbeziehung, Ihr Mahnwesen und Ihre Konditionen in der eigenen Hand.
Dazu kommt die Bonitätsprüfung: Der Kreditversicherer sieht oft früh, wenn ein Kunde wankt, und kürzt das Limit. Diese Warnung bekommen Sie beim unechten Factoring nicht.
Factoring und Warenkreditversicherung schließen sich nicht aus. Viele Factoringgesellschaften verlangen eine Kreditversicherung oder bieten bessere Konditionen, wenn die Ansprüche aus der Versicherung an sie abgetreten werden.
Wer bereits eine Warenkreditversicherung hat, sollte vor dem Wechsel zum Factoring prüfen, ob sich der Vertrag einbinden lässt. Das spart oft die doppelte Bonitätsprüfung und doppelte Kosten.
Vereinbaren Ihre Kunden ein Abtretungsverbot, ist die Abtretung einer Geldforderung unter Kaufleuten trotzdem wirksam (§ 354a HGB). Für das Factoring zählt aber auch, ob Ihre Kunden einen Wechsel der Zahlungsstelle akzeptieren.
Für die Warenkreditversicherung gilt die Anfechtung nach §§ 129 ff. InsO: Zahlungen eines Kunden kurz vor seiner Insolvenz können zurückgefordert werden. Auch beim Factoring regelt der Vertrag, wer dieses Risiko trägt.
Fragen und Antworten
Nein.
Factoring ist ein Verkauf von Forderungen.
Nur beim echten Factoring übernimmt der Käufer auch das Ausfallrisiko.
Beim offenen Factoring ja, weil sie an den Factor zahlen.
Beim stillen Factoring merken sie meist nichts.
Bei der Warenkreditversicherung erfahren Kunden in der Regel nichts.
Meist nicht selbst, weil der Factor das Risiko trägt und sich oft seinerseits versichert.
Für Kunden, die der Factor nicht ankauft, kann sie sinnvoll bleiben.
Echtes Factoring kann die Bilanz verkürzen, weil Forderungen abgehen.
Die Warenkreditversicherung verbessert die Bilanz nicht,
macht Forderungen aber für Banken als Sicherheit wertvoller.
Klassische Anbieter verlangen oft einige hunderttausend Euro Jahresumsatz,
Onlineanbieter kaufen auch einzelne Rechnungen an,
dann meist zu höheren Sätzen.
Factoring ist keine Versicherung und wird mit der Bank oder einem Factoringinstitut vereinbart.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler die Warenkreditversicherung;
die Courtage zahlt der Versicherer.
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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.
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