Alles zur Versicherung: Inhaltsversicherung
Brauche ich als kleiner Betrieb eine Inhaltsversicherung?
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Kurz gesagt
Was kostet eine Inhaltsversicherung für Gewerbe? Ein kleines Büro zahlt oft ab etwa 125 Euro im Jahr, Einzelhändler je nach Anbieter etwa 57 bis 1.551 Euro, Bäckereien im Schnitt rund 1.765 Euro. Gerechnet wird ein Promillesatz auf die Versicherungssumme, bei Büros zum Beispiel 2,2 Promille. Branche, Lage und Bausteine bestimmen den Rest.
Veröffentlichte Tarif- und Referenzwerte für die Inhaltsversicherung von Betrieben in Deutschland.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Bürobetrieb, Grundgefahren ohne Klein-BU | 2,2 Promille, mindestens 125 Euro netto im Jahr |
| Bürobetrieb mit Klein-BU | 2,85 Promille, mindestens 150 Euro netto im Jahr |
| Technikverleih, Summe 77.000 Euro | etwa 254 bis 331 Euro netto im Jahr |
| Einzelhändler, verschiedene Anbieter | etwa 57 bis 1.551 Euro im Jahr |
| Bäckerei im Durchschnitt | rund 1.765 Euro im Jahr |
| Reisebüro, Summe 300.000 Euro, mit Elektronik und BU | etwa 1.200 bis 1.900 Euro im Jahr |
Richtwerte aus einem veröffentlichten Tarif von 2021,
einer Referenzberechnung von 2024 und einem Ratgeberbeispiel.
Für einen Laden mit 70.000 Euro Summe sind 3 bis 5 Promille ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag steht erst im Angebot fest.
Rechenbeispiel
Ein Geschenkeladen in einer mittelgroßen Stadt mit Einrichtung für 40.000 Euro und Waren für 30.000 Euro in der Weihnachtszeit.
| Versicherungssumme | 70.000 Euro |
| Grundgefahren zu 3 bis 5 Promille | etwa 210 bis 350 Euro |
| Elementarschäden zu 0,2 bis 0,72 Promille | etwa 14 bis 50 Euro |
| Versicherungsteuer | etwa 40 bis 75 Euro |
Zusammen etwa 265 bis 475 Euro im Jahr, rund 22 bis 40 Euro im Monat.
Der Beitrag einer Inhaltsversicherung für Gewerbe ist ein Promillesatz auf die Versicherungssumme. Bei 80.000 Euro Summe und 3 Promille sind das 240 Euro netto im Jahr. Dazu kommt die Versicherungsteuer, für den Feueranteil etwas weniger als für den Rest.
Die meisten Tarife haben eine Mindestprämie. Ein sehr kleiner Betrieb zahlt deshalb nicht unbedingt weniger als 125 bis 175 Euro, auch wenn die Rechnung nach Promille darunter läge.
| Faktor | Wirkung auf die Kosten |
|---|---|
| Branche | sehr stark: Bäckerei und Zimmerei kosten ein Vielfaches vom Büro |
| Versicherungssumme | direkt, jeder Euro Neuwert zählt |
| Lage und Einbruchstatistik | deutlich, vor allem bei Waren mit hohem Wert |
| Sicherungen wie Alarmanlage | senken den Satz für Einbruchdiebstahl |
| Klein-BU eingeschlossen | im Tarifbeispiel von 2,2 auf 2,85 Promille |
| Elementarschäden | etwa 0,2 bis 0,72 Promille zusätzlich im Tarifbeispiel |
Eine Zimmerei mit Holzlager und Maschinen ist ein ganz anderes Brandrisiko als eine Praxis für Physiotherapie. Deshalb zahlen Künstler und Therapeuten im Schnitt um 60 Euro im Jahr, Zimmereien knapp 3.700 Euro.
Auch zwischen den Anbietern schwankt der Preis für Gewerbe stark. Für denselben Einzelhändler lagen die Angebote in einer Referenzberechnung zwischen 57 und 1.551 Euro. Ein Vergleich mit gleichem Umfang lohnt sich also.
Eine zu niedrige Versicherungssumme senkt den Beitrag, kürzt aber nach § 75 VVG jeden Schaden anteilig. Wer 100.000 Euro statt 150.000 Euro versichert, spart vielleicht 100 Euro im Jahr und verliert bei einem Wasserschaden ein Drittel der Leistung.
Auch das Weglassen von Elementarschäden oder Überspannung spart bei der Inhaltsversicherung meist nur wenige Euro. Ein Rückstau ins Lager oder ein Blitz, der die Kassen zerstört, kostet dagegen schnell vier- bis fünfstellig.
Ein Allgefahrenvertrag oder hohe Kostenpositionen lohnen sich für kleine Büros mit überschaubaren Werten selten. Hier reicht meist eine erweiterte Deckung der Grundgefahren mit Unterversicherungsverzicht, die preislich nahe an der Mindestprämie liegt.
Fragen und Antworten
Für ein kleines Büro rund 10 bis 15 Euro, für einen kleinen Laden etwa 20 bis 40 Euro.
Bei jährlicher Zahlung ist es meist etwas günstiger.
Ja, als betriebliche Versicherung ist der Beitrag eine Betriebsausgabe.
Die Einzelheiten klärt Ihre Steuerberatung.
Ja, oft spürbar.
Sinnvoll ist sie,
wenn Sie kleine Schäden selbst tragen können und den Vertrag nicht damit belasten wollen.
Oft ja, weil Inhalt, Glas, Elektronik und Haftpflicht gebündelt sind.
Prüfen Sie aber jede Position auf ihre eigene Grenze.
Viele Verträge passen Summe und Beitrag jährlich an die Preise an.
Auch Schäden in der Branche oder eine neue Einstufung der Lage wirken sich aus.
Nein.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler, die Courtage zahlt der Versicherer.
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