Alles zur Versicherung: Transportversicherung
Brauche ich eine Transportversicherung, wenn der Spediteur doch haftet?
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Kurz gesagt
Was eine Warentransportversicherung kostet, hängt am Warenwert: Für Standardware im Inland sind etwa 0,3 bis 0,5 Prozent des versicherten Werts üblich, für diebstahlgefährdete Ware oder schwierige Routen 1 Prozent und mehr. Ein Händler mit 100.000 Euro Versandumsatz zahlt so oft rund 300 bis 500 Euro im Jahr. Dazu kommt die Versicherungsteuer, und viele Versicherer verlangen eine Mindestprämie.
Richtwerte aus veröffentlichten Angaben, Satz auf den versicherten Wert, ohne Versicherungsteuer.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Standardware, Inland | etwa 0,3 bis 0,5 Prozent des Werts |
| Ware mit hohem Risiko oder schwierige Route | 1 Prozent und mehr |
| Internationale Sendungen | oft ab etwa 1,5 Prozent |
| Jahrespolice, 100.000 Euro Versandumsatz, 250 Euro Selbstbehalt | etwa 500 Euro im Jahr |
Richtwert aus der Angebotspraxis, Stand Oktober 2026.
Deutsche Versicherer veröffentlichen keine festen Sätze, Ihr Satz hängt an Ware und Route.
Das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So kommt die Jahresprämie für eine Umsatzpolice zustande.
| Versandumsatz im Jahr | 100.000 Euro |
| Versicherungswert mit 10 Prozent Aufschlag | 110.000 Euro |
| Satz 0,3 bis 0,5 Prozent | 330 bis 550 Euro |
| Versicherungsteuer 19 Prozent | rund 63 bis 105 Euro |
Zusammen etwa 390 bis 650 Euro im Jahr, rund 33 bis 54 Euro im Monat. Mit höherem Selbstbehalt kann es weniger werden.
Die Warentransportversicherung kostet keinen festen Betrag, sondern einen Satz auf den Wert der Ware. Den Satz bestimmen vor allem die Warenart, das Transportmittel und die Route. Elektronik, Werkzeugmaschinen oder Spirituosen locken Diebe, Glas und Keramik gehen leicht zu Bruch, Lebensmittel brauchen Kühlung.
Dazu kommen der Deckungsumfang, die Selbstbeteiligung und der bisherige Schadenverlauf. Eine Allgefahrendeckung kostet mehr als eine Deckung nur gegen benannte Unfälle, zahlt aber auch bei Diebstahl und unklarer Schadenursache.
| Faktor | Wirkung auf den Satz |
|---|---|
| Warenart | stark: Diebstahlreiz und Bruchgefahr zählen am meisten |
| Route und Zielländer | Inland günstig, Hochrisikoländer teuer |
| Transportmittel | Lkw, Paket, Luft- oder Seefracht unterschiedlich |
| Allgefahren statt benannter Gefahren | spürbar teurer, deutlich breiter |
| Selbstbeteiligung | senkt den Satz, kleine Schäden zahlen Sie selbst |
| Verpackung und Ladungssicherung | gute Verpackung senkt Schäden und Satz |
Wer selten versendet, versichert einzelne Sendungen. Dann schlägt oft die Mindestprämie zu, sodass eine Sendung mit 2.000 Euro Warenwert nicht 6 bis 10 Euro kostet, sondern deutlich mehr.
Wer regelmäßig versendet, nimmt eine Jahres- oder Umsatzpolice. Sie versichert alle Sendungen automatisch bis zu einer Höchstsumme je Transportmittel. Abgerechnet wird nach dem gemeldeten Versandumsatz, meist mit einer Vorausprämie und einer Abrechnung am Jahresende.
Eine zu niedrige Höchstsumme je Lkw oder Container spart ein paar Euro, rächt sich aber, wenn eine ganze Ladung gestohlen wird. Dann zahlt der Versicherer nur bis zu dieser Summe.
Auch der Versicherungswert zählt. Wer nur den Einkaufspreis versichert, bekommt im Schaden weder die bezahlte Fracht noch die Marge ersetzt. Und wer schlecht verpackt, scheitert an einem Ausschluss, den jede Warentransportversicherung kennt.
Wenn Sie ab Werk verkaufen und der Käufer ab Übergabe das Risiko trägt, ist die Versicherung seine Sache. Und wenn Ihre Ware schwer und günstig ist, etwa Schüttgut oder Baustoffe, deckt die Haftung des Frachtführers von rund 10 Euro je Kilogramm den Wert oft schon ab.
Norman Nammert vermittelt Warentransportversicherungen als Versicherungsmakler. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist das kostenlos.
Fragen und Antworten
Rechnerisch 0,3 bis 0,5 Prozent des Werts, praktisch oft die Mindestprämie.
Für gelegentliche, wertvolle Sendungen lohnt sich die Einzelpolice trotzdem.
Ja, für Betriebe ist sie eine Betriebsausgabe.
Die Versicherungsteuer ist nicht als Vorsteuer abziehbar.
Meist wegen höherem Versandumsatz, Schäden im Vorjahr oder neuen Zielländern.
Bei der Jahrespolice wird nach gemeldetem Umsatz abgerechnet.
Bei einer Umsatzpolice nicht.
Sie melden den Umsatz am Jahresende.
Bei Generalpolicen mit Einzelanmeldung schon.
Wenn Sie viele kleine Sendungen haben und Bruch selten ist, oft ja.
Bei wenigen, wertvollen Sendungen eher nicht.
NAMMERT Versicherungsmakler
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Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
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