Was ist eine Youngtimer-Versicherung?
Eine Youngtimer-Versicherung ist ein Kfz-Tarif für gepflegte Autos ab etwa 20 Jahren, die noc …
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Kurz gesagt
Ein Oldtimer-Motorrad braucht wie jedes zugelassene Krad eine Kfz-Haftpflicht. Spezielle Oldtimertarife kosten dafür etwa 50 bis 120 Euro im Jahr, mit Teilkasko kommen rund 30 bis 90 Euro dazu. Ab 30 Jahren nach der Erstzulassung ist das H-Kennzeichen möglich. In der Kasko zählt der Wert laut Gutachten, nicht der niedrige Zeitwert eines alten Motorrads.
Richtwerte aus veröffentlichten Preisspannen und Kostenangaben für Oldtimer-Motorräder in Deutschland.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Oldtimer-Motorrad, nur Haftpflicht im Oldtimertarif | etwa 50 bis 120 Euro im Jahr |
| Teilkasko zusätzlich zur Haftpflicht | etwa 30 bis 90 Euro im Jahr |
| Komplettpaket mit Vollkasko | etwa 150 bis 250 Euro im Jahr |
| Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen für ein Krad | 46,02 Euro im Jahr |
| Kurzgutachten oder großes Wertgutachten | etwa 90 bis 180 Euro, Wertgutachten etwa 300 bis 600 Euro |
Stand Oktober 2026.
Die Spannen hängen von Wert, Leistung, Fahrerprofil und Region ab.
Ein konkretes Angebot holt Norman Nammert als Versicherungsmakler ein;
die Courtage zahlt der Versicherer, für Sie ist das kostenlos.
Rechenbeispiel
So setzt sich der Jahresaufwand für ein typisches Oldtimer-Motorrad mit H-Kennzeichen zusammen.
| Haftpflicht im Oldtimertarif | etwa 50 bis 120 Euro |
| Teilkasko auf Basis des Gutachtenwerts | etwa 30 bis 90 Euro |
| Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen | 46,02 Euro |
| Kurzgutachten, einmalig | etwa 90 bis 180 Euro |
Laufend etwa 126 bis 256 Euro im Jahr, dazu einmalig das Gutachten. Bei Diebstahl zählt der festgestellte Wert von 9.000 Euro statt eines niedrigen Zeitwerts.
Für ein Oldtimer-Motorrad gilt dasselbe Pflichtversicherungsgesetz wie für eine neue Maschine. Die Mindestsummen liegen bei 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,3 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für reine Vermögensschäden.
Spezielle Oldtimertarife bieten oft deutlich höhere Summen. Für ein Motorrad, das nur am Wochenende fährt, ist der Unterschied im Preis klein, im Ernstfall aber groß.
Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung nennt ein Fahrzeug Oldtimer, wenn es vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr kam, weitgehend original und gut erhalten ist und der Pflege des Kulturguts dient. Das prüft ein Sachverständiger im Oldtimergutachten nach § 23 StVZO.
Mit H-Kennzeichen zahlen Sie für ein Krad pauschal 46,02 Euro Kfz-Steuer im Jahr. Bei kleinen Maschinen bis 125 ccm lohnt sich das kaum, weil die normale Steuer ohnehin niedrig ist. Für den Oldtimertarif der Versicherung ist das H-Kennzeichen bei vielen Anbietern keine Bedingung, das Alter und der Zustand des Motorrads aber schon.
Ein normaler Motorradtarif ersetzt bei Diebstahl oder Totalschaden den Wiederbeschaffungswert zum Schadenzeitpunkt. Bei einer 45 Jahre alten Maschine schätzt der Versicherer den oft niedriger ein, als Sie bei einem Kauf heute zahlen würden.
Oldtimertarife legen den Wert vorab fest, meist anhand eines Gutachtens. Manche Tarife verlangen ein Wertgutachten erst ab einem Marktwert von 20.000 Euro und rechnen 20 Prozent Vorsorge für Wertsteigerung ein. Fragen Sie nach, ob Markt- oder Wiederbeschaffungswert gilt.
| Baustein | Was er beim Oldtimer-Motorrad leistet |
|---|---|
| Haftpflicht | Schäden anderer, Pflicht für jede Zulassung |
| Teilkasko | Diebstahl, Brand, Sturm, Hagel, Wildunfall; bei vielen Oldtimertarifen auch Vandalismus |
| Vollkasko | zusätzlich selbst verschuldeter Unfall, meist mit höherem Selbstbehalt |
| Ruheversicherung oder Garagenbaustein | Schutz für das abgemeldete Motorrad in Garage oder Restaurierung |
Der günstige Preis hat einen Grund: Oldtimertarife rechnen mit wenig Kilometern und guter Pflege. Häufige Bedingungen sind ein Mindestalter des Motorrads, ein Mindestalter des Fahrers, eine Kilometergrenze im Jahr und ein weiteres Fahrzeug für den Alltag.
Wer das Motorrad täglich zur Arbeit fährt, passt nicht in den Oldtimertarif. Dann ist ein normaler Motorradtarif ehrlicher, auch wenn er teurer ist.
Die meisten Classic-Bikes stehen im Winter. Viele Oldtimertarife berechnen den Beitrag nur für den Zeitraum, in dem das Motorrad zugelassen ist.
In der Pause bleibt das Motorrad in vielen Verträgen über eine Ruheversicherung gegen Brand und Diebstahl geschützt, solange es in einer Garage oder auf einem umfriedeten Platz steht. Prüfen Sie diese Bedingung für Ihren Stellplatz.
Ein günstiges Motorrad mit geringem Wert, das Sie im Alltag fahren, ist im normalen Tarif mit Haftpflicht und eventuell Teilkasko oft ausreichend versichert. Ein Wertgutachten für ein paar hundert Euro rechnet sich dann nicht.
Teuer wird es umgekehrt, wenn ein seltenes Oldtimer-Motorrad im Wert von 15.000 Euro nur im Standardtarif steht. Nach einem Diebstahl entscheidet dann der Zeitwert, und der Liebhaberwert bleibt außen vor.
Fragen und Antworten
Viele Oldtimertarife verlangen kein H-Kennzeichen,
sondern ein Mindestalter und einen guten Zustand.
Ob Sie das H-Kennzeichen nehmen, entscheidet vor allem die Steuer.
Für das H-Kennzeichen muss es vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sein.
Manche Versicherer nehmen Motorräder schon jünger in Klassikertarife auf.
Für die Kasko ist es die sichere Grundlage.
Manche Tarife verlangen es erst ab einem Marktwert von 20.000 Euro,
darunter reichen Fotos und Angaben.
Nur den vereinbarten Wert.
Was Sie emotional an der Maschine hängt, ersetzt keine Versicherung,
der belegte Marktwert dagegen schon.
Oldtimertarife rechnen oft mit festen Beiträgen ohne Schadenfreiheitsklasse.
Das ist für Einsteiger günstig, ein Rabatt aus dem Alltagsfahrzeug wird dann aber nicht übertragen.
Für ein Motorrad, das im Winter steht, ja.
Sie zahlen die Versicherung nur in der Saison, die Ruheversicherung schützt in der Pause.
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Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
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