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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Wie versichere ich ein Trike?

Kurz gesagt

Ein Trike ist ein zulassungspflichtiges Kraftfahrzeug der Klasse L5e und braucht deshalb eine Kfz-Haftpflicht, ohne sie gibt es kein Kennzeichen. Teilkasko und Vollkasko sind freiwillig. In einem veröffentlichten Beispiel kostet ein Trike mit 103 kW und Saisonkennzeichen im Jahr 76 Euro Haftpflicht, 149 Euro mit Teilkasko und 308 Euro mit Vollkasko, bei sehr guter Schadenfreiheitsklasse.

Wie versichere ich ein Trike?

Was es kostet

Veröffentlichtes Beitragsbeispiel für ein Trike mit 103 kW, 1.500 Kubik, 36.000 Euro Kaufpreis, Schadenfreiheitsklasse 20, Saison April bis Oktober, 3.000 Kilometer im Jahr.

BeispielRichtwert
Kfz-Haftpflicht76 Euro im Jahr
Haftpflicht mit Teilkasko149 Euro im Jahr
Haftpflicht mit Teil- und Vollkasko308 Euro im Jahr
Neueinsteiger ohne Schadenfreiheitsrabatt, gleiches Trikeetwa 300 bis 900 Euro im Jahr

Die ersten drei Werte stammen aus einem veröffentlichten Rechenbeispiel, Angebot vom April 2024,

gerundet.

Der Wert für Neueinsteiger ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.

Norman Nammert holt als Versicherungsmakler Angebote ein, die Courtage zahlt der Versicherer.

Rechenbeispiel

Trike mit 103 kW, Fahrer mit langer schadenfreier Zeit, Saisonkennzeichen

So wirkt sich die Wahl der Bausteine auf den Jahresbeitrag aus.

Nur Haftpflicht76 Euro
Plus Teilkasko73 Euro mehr, zusammen 149 Euro
Plus Vollkasko159 Euro mehr, zusammen 308 Euro

Für 232 Euro mehr im Jahr ist ein Trike für 36.000 Euro gegen Diebstahl und eigene Unfälle geschützt. Die Kfz-Steuer kommt in jedem Fall hinzu.

Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko für das Trike

Die Kfz-Haftpflicht zahlt Schäden, die Sie mit dem Trike anderen zufügen, und ist Voraussetzung für das Kennzeichen. Teilkasko und Vollkasko schützen das eigene Fahrzeug.

Ein Trike ist oft ein teures Liebhaberstück mit Umbauten. Für ein neues oder aufwendig umgebautes Trike lohnt sich die Vollkasko eher als für ein älteres Serienmodell.

BausteinWas er beim Trike zahltFür wen
Kfz-HaftpflichtSchäden an anderen Personen, Fahrzeugen und SachenPflicht für jedes zugelassene Trike
TeilkaskoDiebstahl, Brand, Sturm, Hagel, WildunfallTrikes mit spürbarem Restwert
Vollkaskozusätzlich selbst verschuldete Unfälle und Vandalismusneue und umgebaute Trikes
SaisonkennzeichenSchutz nur in den gewählten Monaten, außerhalb eingeschränktFahrer, die nur im Sommer fahren

Was ein Trike im Jahr kostet

Das Beispiel mit 76 Euro Haftpflicht gilt für einen Fahrer mit Schadenfreiheitsklasse 20, Saisonkennzeichen von April bis Oktober und 3.000 Kilometern im Jahr. Wer mit dem Trike neu einsteigt, zahlt ein Vielfaches.

Den Trike-Beitrag treiben vor allem die Leistung, die Typklasse und der Wert, bei der Kasko auch die Selbstbeteiligung. Ein Saisonkennzeichen senkt den Beitrag, weil das Trike nur einen Teil des Jahres auf der Straße ist.

Welchen Führerschein Sie für ein Trike brauchen

Nach § 6 Abs. 3a FeV berechtigt die Klasse B auch zu dreirädrigen Kraftfahrzeugen im Inland, bei mehr als 15 kW aber erst ab 21 Jahren. Diese Berechtigung gilt nur in Deutschland und steht als Schlüsselzahl 194 im Führerschein.

Klasse A1 deckt Trikes bis 15 kW ab, Klasse A auch stärkere. Wer seinen Pkw-Führerschein vor dem 19. Januar 2013 gemacht hat, darf Trikes ohne Leistungsgrenze fahren, auch mit Anhänger.

Umbauten und Zubehör beim Trike

Viele Trikes sind umgebaute Motorräder oder tragen teure Teile wie Sonderlack, Chrom oder Soundanlage. Was nicht im Vertrag steht, ersetzt die Kasko im Schaden oft nicht vollständig.

Lassen Sie Umbauten deshalb mit Rechnungen oder einem Wertgutachten belegen und beim Abschluss angeben. Bei einem selbst gebauten Trike fragen Versicherer meist genauer nach.

Wann eine Kasko für das Trike nicht nötig ist

Ist das Trike älter, steht es in einer abgeschlossenen Garage und könnten Sie einen Totalschaden selbst verkraften, reicht oft die Haftpflicht.

Eine Vollkasko mit hoher Selbstbeteiligung von 1.000 Euro kann ein Mittelweg sein: Sie schützt vor dem großen Schaden, ohne für jeden Kratzer zu zahlen.

Schritt für Schritt

  1. Zulassungsbescheinigung bereitlegen: Leistung, Hubraum, Erstzulassung.
  2. Prüfen, ob Ihr Führerschein für die Leistung des Trikes reicht.
  3. Umbauten und Zubehör mit Rechnungen oder Gutachten belegen.
  4. Saison festlegen, etwa April bis Oktober.
  5. Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko mit gleicher Selbstbeteiligung vergleichen.

Checkliste

  • Schadenfreiheitsklasse aus einem anderen Vertrag übertragbar?
  • Umbauten im Vertrag genannt
  • Saisonkennzeichen passend zu Ihren Fahrmonaten
  • Selbstbeteiligung, die Sie im Schaden tragen können
  • Warndreieck und Verbandkasten an Bord

Häufige Fehler

  • Umbauten verschweigen und im Totalschaden nur den Serienwert bekommen
  • Mit Klasse B unter 21 Jahren ein Trike über 15 kW fahren
  • Ohne Kasko ein neues Trike im Freien parken
  • Mit der Schlüsselzahl 194 ins Ausland fahren, obwohl sie nur in Deutschland gilt

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Wie versichere ich ein Trike mit Saisonkennzeichen?

Sie wählen die Monate, in denen das Trike fahren darf, zum Beispiel April bis Oktober.

Außerhalb ruht der Vertrag, das Trike muss dann auf privatem Grund stehen.

Ist ein Trike teurer zu versichern als ein Motorrad?

Das hängt vom Modell ab.

Das Trike hat eine eigene Typklasse,

daher lässt sich das nur mit einem Angebot für Ihr Fahrzeug sagen.

Brauche ich auf dem Trike einen Helm?

Bei offenem, motorradähnlichem Aufbau ja.

Bei Trikes mit pkw-ähnlichem Aufbau gilt Gurtpflicht statt Helmpflicht.

Kann ich mit dem Trike einen Anhänger ziehen?

Mit dem Motorradführerschein nicht.

Mit einem Pkw-Führerschein von vor dem 19.

Januar 2013 ist das erlaubt.

Lohnt sich eine Vollkasko für ein gebrauchtes Trike?

Ab einem Wert, den Sie nicht aus eigener Tasche ersetzen könnten, meist ja.

Für ein altes Trike mit geringem Wert reicht oft die Teilkasko gegen Diebstahl.

Quellen

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