Zahlt die Versicherung, wenn Einbrecher mein Smart Home hacken?
Die Hausratversicherung zahlt bei Einbruchdiebstahl. Öffnen Einbrecher Ihr smartes Türschloss …
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Kurz gesagt
Was bedeutet das Quantencomputer-Risiko für die Verschlüsselung im Betrieb? Das BSI hält es für realistisch, dass Verfahren wie RSA in den 2030er-Jahren gebrochen werden. Daten, die heute abgegriffen werden, wären dann lesbar. Sensible Anwendungen sollen bis Ende 2030 umgestellt sein. Eine eigene Versicherung dafür gibt es nicht, eine Cyberversicherung kostet ab etwa 400 Euro im Jahr.
Ein eigenes Produkt für das Quantenrisiko gibt es nicht, die passende Deckung ist die Cyberversicherung. Richtwerte aus veröffentlichten Beitragsbeispielen.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Handwerk oder Gastronomie, bis 500.000 Euro Umsatz | ab etwa 400 Euro im Jahr |
| Verein, 150.000 bis 250.000 Euro Umsatz, Summe 250.000 Euro | ab etwa 534 Euro im Jahr |
| Softwareentwicklung, bis 1 Mio. Euro Umsatz, Summe 250.000 Euro | ab etwa 646 Euro im Jahr |
| Softwareentwicklung, bis 1 Mio. Euro Umsatz, Summe 1 Mio. Euro | ab etwa 1.061 Euro im Jahr |
| Faustregel nach Umsatz | etwa 0,1 bis 0,5 Prozent des Jahresumsatzes |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Beitragsbeispielen.
Ihr Beitrag hängt von Branche, Umsatz, Summe und IT-Sicherheit ab.
Die Zahlen im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Courtage zahlt der Versicherer.
Rechenbeispiel
Eine Kanzlei mit 800.000 Euro Umsatz tauscht Mandantendaten verschlüsselt mit Kunden und Behörden aus. Die Daten müssen über zehn Jahre vertraulich bleiben.
| Schutzdauer der Daten | über 2035 hinaus, also betroffen |
| Cyberversicherung, Faustregel 0,1 bis 0,5 Prozent | etwa 800 bis 4.000 Euro im Jahr |
| Bestandsaufnahme der Verschlüsselung | VPN, Mailverschlüsselung, Portale, Archiv |
| Frage an die Softwareanbieter | Zeitplan für hybride oder quantensichere Verfahren |
Die Kanzlei sollte die Umstellung jetzt planen, weil ihre Daten länger geschützt bleiben müssen, als heutige Verfahren als sicher gelten. Die Cyberversicherung deckt Folgen eines Datenabflusses, ersetzt aber nicht die Umstellung.
Viele Verbindungen im Betrieb, vom Onlinebanking über VPN bis zur E-Mail, nutzen Public-Key-Verfahren wie RSA und ECC. Das BSI und Partner aus 17 weiteren EU-Staaten halten es für realistisch, dass diese Verfahren in den 2030er-Jahren durch Quantencomputer gebrochen werden können.
Das Risiko beginnt schon heute: Angreifer können verschlüsselte Daten jetzt speichern und später entschlüsseln. Fachleute nennen das "Store now, decrypt later". Betroffen sind vor allem Daten, die lange vertraulich bleiben müssen, etwa Gesundheitsdaten, Konstruktionspläne oder Verträge.
Der EU-Fahrplan von Juni 2025 sieht vor, dass alle Mitgliedstaaten bis Ende 2026 mit der Umstellung auf quantensichere Verfahren beginnen. Anwendungen mit hohem Risiko sollen spätestens Ende 2030 umgestellt sein.
Das BSI hat im Februar 2026 empfohlen, klassische asymmetrische Verschlüsselung ab Ende 2031 nicht mehr allein einzusetzen, für höchstsensible Anwendungen schon ab Ende 2030. Sie soll dann mit Post-Quanten-Verfahren kombiniert werden. Am 12. Oktober 2026 hat das BSI eine Leitlinie zur nationalen Umsetzung veröffentlicht, die sich auch an Unternehmen richtet.
| Termin | Was dann gelten soll | Quelle |
|---|---|---|
| Ende 2026 | Beginn der Umstellung in allen EU-Staaten | EU-Fahrplan |
| Ende 2030 | Anwendungen mit hohem Risiko umgestellt | EU-Fahrplan, BSI |
| Ende 2031 | klassische asymmetrische Verschlüsselung nicht mehr allein | BSI-Empfehlung |
| 2035 | Umstellung weitgehend abgeschlossen | BSI-Leitlinie |
Das BSI rät, das Quantenrisiko im Risikomanagement zu verankern, Verantwortliche und Fristen festzulegen und Hersteller sowie Lieferketten früh einzubinden. Wichtig ist Kryptoagilität: Systeme so bauen, dass sich Verfahren und Schlüssellängen ohne großen Umbau austauschen lassen.
Praktisch heißt das für einen kleinen Betrieb mit Verschlüsselung: Fragen Sie Ihre Anbieter von Firewall, VPN, Cloud und Branchensoftware, wann sie quantensichere oder hybride Verfahren anbieten, und schreiben Sie das in neue Verträge.
Eine Versicherung nur gegen das Quantencomputer-Risiko gibt es nicht. Werden Daten gestohlen oder entschlüsselt, ist das ein Fall für die Cyberversicherung, wenn deren Bedingungen ihn erfassen.
Cyberverträge setzen IT-Sicherheit voraus. Die Musterbedingungen des GDV, Stand Februar 2024, verlangen in Ziffer A1-16 unter anderem ein Patch-Management mit zeitnahen Sicherheitsupdates und verbieten Systeme mit bekannten Lücken ohne zusätzliche Absicherung. Wer Updates seiner Anbieter auf quantensichere Verfahren liegen lässt, riskiert hier Streit.
Ein Sonderfall sind heute abgegriffene Daten, die erst Jahre später entschlüsselt werden. Ob der Schaden dann unter den laufenden Vertrag fällt, hängt davon ab, wie die Bedingungen den Versicherungsfall bestimmen. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben.
Das BSI stellt auf zwei Punkte ab: wie sensibel die Daten sind und wie lange sie geschützt bleiben müssen. Ein Betrieb, dessen verschlüsselte Daten nach wenigen Jahren wertlos sind, muss wegen des Quantenrisikos heute nichts Eigenes kaufen. Für ihn reicht es, die Updates seiner Anbieter einzuspielen und bei neuen Systemen nach Post-Quanten-Verfahren zu fragen.
Fragen und Antworten
Das BSI hält es für realistisch, dass RSA und ECC in den 2030er-Jahren gebrochen werden können.
Weil Angreifer Daten schon heute speichern können, zählt das Risiko trotzdem bereits jetzt.
Das hängt davon ab, wie sensibel Ihre Daten sind und wie lange sie geschützt bleiben müssen.
Bei kurzlebigen Daten reicht es meist, Updates der Anbieter einzuspielen.
Das regeln die Bedingungen.
Entscheidend ist, wie der Versicherungsfall bestimmt ist und ob der Vertrag dann noch läuft.
Klären Sie das vor dem Abschluss.
Ein klassisches und ein quantensicheres Verfahren werden kombiniert.
So bleibt die Verbindung geschützt, solange eines der beiden hält.
Das BSI empfiehlt diese Kombination.
Es gibt Fristen im EU-Fahrplan und Empfehlungen des BSI.
Eine allgemeine gesetzliche Pflicht für jeden Betrieb mit festem Datum enthalten diese Dokumente
nicht.
NAMMERT Versicherungsmakler
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