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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen / Betriebsunterbrechung

Was kostet eine Betriebsunterbrechungsversicherung?

Kurz gesagt

Was eine Betriebsunterbrechungsversicherung kostet, hängt an Summe und Branche. Als Baustein im Inhaltsvertrag zahlen kleine Betriebe oft nur etwa 110 bis 240 Euro im Jahr. Bei einer Million Euro Inhaltssumme lagen veröffentlichte Aufschläge zwischen 150 Euro für einen Lebensmittelladen und 820 Euro für eine Tischlerei. Ein eigener Vertrag für größere Betriebe kostet mehr.

Was kostet eine Betriebsunterbrechungsversicherung?

Was es kostet

Veröffentlichte Rechenbeispiele aus Tarifvergleichen, jeweils als Baustein zur Geschäftsinhaltsversicherung.

BeispielRichtwert
Restaurant, 30 Quadratmeter, Summe 100.000 Euro, Selbstbehalt 250 Euro, Haftzeit 12 Monateetwa 109 Euro im Jahr
Supermarkt, 70 Quadratmeter, 7 Mitarbeiter, Summe 500.000 Euro, Haftzeit 12 Monateetwa 237 Euro im Jahr
Lebensmittelgeschäft, Inhalt 1 Mio. Euro, Selbstbeteiligung 1.000 Euroetwa 150 Euro BU-Aufschlag im Jahr
Möbeltischlerei, Inhalt 1 Mio. Euro, Selbstbeteiligung 1.000 Euroetwa 820 Euro BU-Aufschlag im Jahr

Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Rechenbeispielen.

Für eigenständige BU-Verträge größerer Betriebe gibt es keine belastbaren veröffentlichten Spannen;

der Beitrag steht erst im Angebot fest, das wir für Sie einholen.

Rechenbeispiel

Restaurant mit Klein-BU, 100.000 Euro Summe

So lässt sich der veröffentlichte Beitrag einordnen, wenn nach einem Küchenbrand drei Monate geschlossen ist.

Versicherungssumme für 12 Monate100.000 Euro
Jahresbeitrag laut Beispieletwa 109 Euro
Ausfall drei Monate, anteiligrund 25.000 Euro
Selbstbehalt250 Euro

Für etwa 9 Euro im Monat sind drei Monate Stillstand mit rund 24.750 Euro abgedeckt, wenn die Summe zum tatsächlichen Ertrag passt.

Wovon der Beitrag zur Betriebsunterbrechung abhängt

Die Betriebsunterbrechungsversicherung, kurz BU, ersetzt nach einem Sachschaden wie Brand, Leitungswasser oder Einbruch den Gewinn, der fehlt, und die Kosten, die weiterlaufen. Ihr Beitrag folgt deshalb dem Risiko der Sachversicherung: Eine Tischlerei mit Holzstaub und Maschinen zahlt für dieselbe Summe ein Vielfaches eines Lebensmittelladens.

Dazu kommen die Versicherungssumme, die Haftzeit, also wie lange nach dem Schaden gezahlt wird, die mitversicherten Gefahren und der zeitliche Selbstbehalt. Wer die ersten zwei oder drei Tage selbst trägt, zahlt weniger.

FaktorWirkung auf den Beitrag
Branche und Brandrisikostark, Werkstatt teurer als Laden oder Büro
Versicherungssummedirekt, Gewinn plus fortlaufende Kosten
Haftzeit 18 oder 24 statt 12 Monatespürbar höher
Zusätzliche Gefahren wie Sturm, Wasser, Elementarhöher, aber oft entscheidend
Zeitlicher Selbstbehaltsenkt den Beitrag, trifft kurze Ausfälle
Rückwirkungsschäden bei ZulieferernZuschlag, für abhängige Betriebe wichtig

Klein-BU oder eigener Vertrag

Die Klein-BU steckt im Inhaltsvertrag, ihre Summe ist an die Inhaltssumme gekoppelt, die Haftzeit beträgt meist zwölf Monate. Das ist günstig und für Läden, Praxen und kleine Werkstätten oft ausreichend, solange der Jahresertrag ungefähr dem Wert der Einrichtung entspricht.

Liegt Ihr Ertrag deutlich über dem Inhaltswert, etwa bei einem Dienstleister mit wenig Ausstattung und hohen Personalkosten, reicht die Klein-BU nicht. Dann braucht es eine eigenständige BU mit Summe aus der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Versicherungssumme ist nicht der Umsatz

Versichert wird, was nach einem Stillstand fehlt: Betriebsgewinn und fortlaufende Kosten wie Löhne, Miete, Leasing und Zinsen. Wareneinsatz und andere Kosten, die bei Stillstand entfallen, gehören nicht hinein. Wer den Umsatz versichert, zahlt Beitrag für eine Summe, die nie fällig wird.

Zu niedrig ist genauso teuer. Liegt die Summe unter dem tatsächlichen Wert, kürzt der Versicherer die Entschädigung anteilig. Wachsende Betriebe sollten deshalb mit der erwarteten Entwicklung rechnen und auf einen Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung achten.

Wann sich der Aufpreis für längere Haftzeit lohnt

Zwölf Monate reichen für ein Büro, das in Ausweichräume ziehen kann. Für einen Betrieb mit eigener Halle oder Spezialmaschinen dauern Gutachten, Genehmigung, Wiederaufbau und Lieferzeiten oft länger. Die Betriebsunterbrechungsversicherung zahlt aber nur bis zum Ende der Haftzeit.

Wer 18 oder 24 Monate wählt, zahlt mehr Beitrag, deckt aber genau die Monate, in denen Betriebe nach einem Großschaden am häufigsten aufgeben.

Wann Sie keine BU brauchen

Soloselbständige ohne eigene Räume und Maschinen, die überall mit dem Laptop arbeiten können, haben ein anderes Risiko: den eigenen Ausfall durch Krankheit. Dafür ist eine Betriebsunterbrechungsversicherung das falsche Produkt.

Auch wer genug Rücklagen hat, um zwölf Monate Fixkosten ohne Umsatz zu tragen, kann auf die BU verzichten. Das trifft in der Praxis auf wenige kleine Betriebe zu.

Schritt für Schritt

  1. Aus der Gewinn- und Verlustrechnung Betriebsgewinn und fortlaufende Kosten eines Jahres ermitteln, Ihr Steuerberater kennt die Zahl.
  2. Prüfen, ob Ihr Inhaltsvertrag schon eine Klein-BU enthält und ob deren Summe dazu passt.
  3. Haftzeit nach der realistischen Dauer bis zum alten Umsatz wählen, nicht nach dem Preis.
  4. Dieselben Gefahren wie im Sachvertrag einschließen, auch Elementarschäden.
  5. Angebote mit gleicher Summe, Haftzeit und gleichem Selbstbehalt vergleichen.

Checkliste

  • Summe aus Gewinn plus fortlaufenden Kosten, nicht aus dem Umsatz
  • Haftzeit mindestens so lang wie Wiederaufbau und Anlauf
  • Verzicht auf den Einwand der Unterversicherung
  • Gefahren im Gleichlauf mit Inhalt und Gebäude
  • Rückwirkungsschäden, wenn Sie von einem Zulieferer abhängen
  • Zeitlicher Selbstbehalt höchstens ein bis zwei Tage

Häufige Fehler

  • Den Jahresumsatz als Versicherungssumme angeben und zu viel Beitrag zahlen
  • Die Summe nach Jahren des Wachstums nicht anpassen
  • Glauben, die Betriebsunterbrechungsversicherung zahle auch bei Krankheit des Inhabers
  • Elementarschäden im Sachvertrag haben, aber nicht in der BU

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Was kostet eine Betriebsunterbrechungsversicherung im Monat?

Als Baustein im Inhaltsvertrag für kleine Betriebe oft 9 bis 20 Euro im Monat.

Werkstätten und Betriebe mit hohem Brandrisiko zahlen deutlich mehr.

Ist die Klein-BU billiger als ein eigener Vertrag?

Ja, meist deutlich.

Sie ist aber an die Inhaltssumme gekoppelt.

Liegt Ihr Ertrag weit darüber, sind Sie mit der Klein-BU unterversichert.

Kann ich die Beiträge von der Steuer absetzen?

Ja, Beiträge zur Betriebsunterbrechungsversicherung nach Sachschäden sind Betriebsausgaben.

Im Gegenzug ist eine Entschädigung als Betriebseinnahme zu versteuern.

Warum ist meine Branche so teuer?

Weil der Beitrag am Brand- und Schadenrisiko hängt.

Betriebe mit Holz, Lacken, Fett oder vielen Maschinen haben mehr und größere Schäden.

Was passiert, wenn die Summe zu niedrig ist?

Der Versicherer kürzt die Entschädigung im Verhältnis von versicherter zu tatsächlicher Summe.

Ein vereinbarter Unterversicherungsverzicht verhindert das bis zu einer Grenze.

Lohnt sich ein zeitlicher Selbstbehalt?

Er senkt den Beitrag.

Bei einem Laden, dem schon zwei Tage Schließung wehtun, sollten Sie ihn aber kurz halten.

Quellen

NAMMERT Versicherungsmakler

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3Angaben zu Ihren Wünschen

Betriebsunterbrechungsversicherung

Zum Beispiel Metallbau mit acht Mitarbeitern, Restaurant, Zahnarztpraxis

Umsatz abzüglich Wareneinsatz, Ihr Steuerberater kennt die Zahl

Zum Beispiel Engpassmaschine, Elementarschutz, lange Lieferzeiten

4Ihr bisheriger Vertrag
5Wie erreichen wir Sie?

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Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.

Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.

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