Alles zur Versicherung: Elektronikversicherung
Brauche ich eine Elektronikversicherung, wenn ich schon eine Inhaltsversicherung habe?
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Kurz gesagt
Eine Elektronikversicherung für Betriebe kostet meist 0,5 bis 1,5 Prozent vom Neuwert der versicherten Geräte im Jahr. Ein Büro mit 20.000 bis 50.000 Euro Technik zahlt etwa 150 bis 500 Euro, eine Hausarztpraxis mit 40.000 Euro rund 200 bis 400 Euro. Laptops und Tablets, Daten und Software sowie ein niedriger Selbstbehalt machen den Vertrag teurer.
Veröffentlichte Tarifbeispiele und Spannen für gewerbliche Elektronikversicherungen in Deutschland. Ob die 19 Prozent Versicherungsteuer enthalten sind, nennen die meisten Quellen nicht; die Sätze im Rechenbeispiel sind ausdrücklich Nettowerte.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| GmbH im Softwarehandel, Versicherungssumme 50.000 Euro, Selbstbehalt 100 Euro | etwa 150 Euro im Jahr |
| Büro, Handel oder Gewerbe, Versicherungssumme 100.000 Euro | ab etwa 370 Euro im Jahr |
| Hausarztpraxis, Versicherungssumme 40.000 Euro | etwa 200 bis 400 Euro im Jahr |
| Praxis mit Röntgen oder DVT, Versicherungssumme 400.000 Euro | etwa 1.500 bis 3.000 Euro im Jahr |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen.
Ihr Beitrag hängt von Gerätewert, Anteil mobiler Technik, Bausteinen und Selbstbehalt ab;
das genaue Angebot holen wir ein.
Die Beträge für Daten und Software im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Rechenbeispiel
Das Büro bleibt im Betrieb, Laptops, Tablets und Messgeräte fahren täglich mit. Gerechnet mit den Sätzen eines veröffentlichten Tarifs, Geltung in der EU.
| Büro-IT, Server, Telefonanlage, 25.000 Euro × 0,6 Prozent | 150 Euro |
| Mobile Geräte, 15.000 Euro × 1,2 Prozent | 180 Euro |
| Baustein Daten und Software | etwa 50 bis 100 Euro |
| Versicherungsteuer 19 Prozent | etwa 70 bis 80 Euro |
Zusammen etwa 450 bis 510 Euro im Jahr, rund 38 bis 43 Euro im Monat. Den Selbstbehalt je Schaden tragen Sie selbst.
Der Versicherer nimmt einen Prozentsatz der Versicherungssumme. Die Versicherungssumme ist der Neuwert aller Geräte, also der aktuelle Listenpreis plus Fracht, Montage und Einrichtung. Was Sie für einen Rechner vor vier Jahren bezahlt haben, spielt keine Rolle.
Für Bürotechnik, die im Betrieb steht, liegt der Satz am unteren Ende. Medizintechnik, Messgeräte auf Baustellen und alles, was im Auto mitfährt, kosten mehr, weil dort häufiger etwas fällt, nass wird oder verschwindet.
| Faktor | Wirkung auf den Beitrag |
|---|---|
| Neuwert aller Geräte | direkt, jeder Euro Versicherungssumme zählt |
| Anteil mobiler Geräte | stark, oft doppelter Satz |
| Geltungsbereich Europa oder weltweit | Zuschlag auf den Beitrag für mobile Technik |
| Selbstbehalt | höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar |
| Daten, Software, Mehrkosten | jeder Baustein kostet extra |
| Alter und Wartung der Geräte | ohne Wartungsvertrag eher höherer Satz |
Ein kleines Büro mit Rechnern, Drucker, Telefonanlage und Server kommt mit einer Pauschaldeckung aus: eine Summe für alle Geräte, ohne Einzelliste. Bei 20.000 bis 50.000 Euro Neuwert liegt der Beitrag für Betriebe dieser Größe nach veröffentlichten Tarifbeispielen meist zwischen 150 und 500 Euro im Jahr.
Arztpraxen zahlen mehr, weil Ultraschall, EKG oder Röntgen teuer sind. Handwerksbetriebe liegen dazwischen, sobald Tablets, Laptops und Messgeräte mit auf die Baustelle gehen.
| Betrieb | Neuwert der Technik | Beitrag im Jahr |
|---|---|---|
| Kleines Büro, nur stationär | 20.000 bis 50.000 Euro | etwa 150 bis 500 Euro |
| Büro, Handel oder Gewerbe | 100.000 Euro | ab etwa 370 Euro |
| Hausarztpraxis | 40.000 Euro | etwa 200 bis 400 Euro |
| Hausarztpraxis mit erweiterter Diagnostik | 100.000 Euro | etwa 400 bis 700 Euro |
| Praxis mit Röntgen oder DVT | 400.000 Euro | etwa 1.500 bis 3.000 Euro |
Ein veröffentlichter Tarif rechnet 0,6 Prozent für stationäre Technik und 1,2 Prozent für mobile Technik innerhalb der EU. Gilt der Schutz für ganz Europa oder weltweit, kommen 25 oder 75 Prozent Zuschlag auf den Beitrag für diese Geräte.
Für Handwerksbetriebe lohnt sich deshalb eine saubere Trennung: Das Büro wird als stationäre Technik versichert, nur die Geräte, die wirklich mitfahren, als mobile Technik.
Die Grunddeckung zahlt nur das Gerät. Wer nach einem Serverschaden Daten zurückspielen, Programme neu aufsetzen und Lizenzen kaufen muss, braucht den Baustein Daten und Software. Für Praxen und Betriebe mit Warenwirtschaft ist er oft wichtiger als der Gerätewert.
Mehrkosten zahlen Leihgeräte, Eilzuschläge und Überstunden, bis die Technik ersetzt ist. Dieser Baustein lohnt sich, wenn ein Tag ohne Kasse, Praxissoftware oder Steuerung mehr kostet als der Jahresbeitrag.
Ist die Versicherungssumme erheblich niedriger als der Neuwert, zahlt der Versicherer nach § 75 VVG nur im Verhältnis. Bei halb so hoher Summe gibt es also auch nur die Hälfte des Schadens zurück, selbst bei einem kleinen Schaden.
Pauschalverträge verzichten oft bis zu einer Grenze auf diesen Abzug und versichern neue Geräte als Vorsorge mit. Wer neue Technik kauft, sollte die Summe trotzdem einmal im Jahr prüfen.
Haben Sie nur zwei Laptops und einen Drucker und könnten Sie beides morgen aus eigener Tasche ersetzen, ist der Beitrag einer Elektronikversicherung oft höher als der zu erwartende Schaden.
Prüfen Sie auch, was schon besteht: Manche Leasingverträge enthalten eine Geräteversicherung, und einige Inhaltsversicherungen bieten eine kleine Elektronikklausel. Doppelt versichern bringt nichts.
Fragen und Antworten
Für ein kleines Büro meist 12 bis 40 Euro im Monat.
Viele Versicherer verlangen bei monatlicher Zahlung einen Zuschlag,
jährlich zahlen ist oft günstiger.
Ja, die Elektronikversicherung für betrieblich genutzte Geräte ist eine Betriebsausgabe.
Klären Sie Einzelheiten mit Ihrer Steuerberatung.
Bei einer Einzelliste ja, jedes Gerät erhöht die Summe.
Bei einer Pauschaldeckung sind neue Geräte bis zur Vorsorgegrenze dabei,
erst danach steigt der Beitrag.
Oft ja, wenn Sie kleine Schäden wie ein kaputtes Tablet selbst tragen können.
Der Vertrag ist dann für die teuren Fälle da, etwa Server, Ultraschall oder Telefonanlage.
Manchmal, weil Rabatte über mehrere Sparten greifen.
Prüfen Sie aber, ob das Paket mobile Geräte,
Daten und Neuwertersatz in gleicher Qualität enthält wie ein eigener Vertrag.
Medizintechnik hat einen hohen Neuwert, und Reparaturen an Sonden oder Röntgen sind teuer.
Mit Wartungsvertrag und neuer Technik fällt der Satz meist niedriger aus.
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