Zahlt die Rechtsschutzversicherung bei einem Strafverfahren?
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Journalisten brauchen: angestellte Redakteure in tarifgebundenen Verlagen haben oft schon eine Presseversorgung mit Leistung bei Berufsunfähigkeit, wenn sie vor 57 eingestiegen sind. Zuerst prüfen Sie also, ob diese reicht, sonst kommt eine eigene BU ab etwa 30 bis 50 Euro im Monat dazu. Danach ein Rechtsschutz mit Strafrecht, weil Berichte zu Anzeigen führen können.
Veröffentlichte Beitragsspannen, Stand Oktober 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Berufsunfähigkeit, junge Menschen mit Bürotätigkeit | ab unter 30 bis etwa 50 Euro im Monat |
| Berufsunfähigkeit, je nach Alter, Beruf und Gesundheit | auch 100 bis 150 Euro und mehr im Monat |
| Privat- und Berufsrechtsschutz, Single | etwa 250 Euro im Jahr |
| Privathaftpflicht für Singles | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr |
Stand Oktober 2026, aus den genannten Quellen.
Die Werte im Rechenbeispiel sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheit und Reisetätigkeit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
Die Presseversorgung zahlt bei Berufsunfähigkeit eine kleine Rente, die Lücke zum Netto bleibt groß.
| Eigene BU, 1.500 Euro Rente bis 67 | Richtwert etwa 50 bis 80 Euro im Monat |
| Rechtsschutz Privat und Beruf | etwa 21 Euro im Monat |
| Privathaftpflicht | etwa 4 bis 10 Euro im Monat |
Zusammen etwa 75 bis 111 Euro im Monat.
In tarifgebundenen Verlagen werden Redakteure über das Versorgungswerk der Presse versichert. Der Tarifvertrag für Redakteure an Online-Medien sieht bei Eintritt bis 57 Jahre eine Rentenversicherung mit Leistung bei Berufsunfähigkeit vor, bei späterem Eintritt ohne. Wechseln Sie zu einem anderen verpflichteten Verlag, läuft der Vertrag weiter.
Lesen Sie in Ihrer Police nach, wie hoch die BU-Rente ist. Oft ist sie an die Altersvorsorge gekoppelt und deckt nur einen Teil Ihres Nettos. Die Differenz schließen Sie mit einer eigenen BU. Journalisten mit Schreibtischarbeit werden meist günstig eingestuft, Reporter mit Reisen in Krisengebiete deutlich teurer.
Für Fehler im Job haften Angestellte nach den Regeln der Arbeitnehmerhaftung: bei leichter Fahrlässigkeit in der Regel gar nicht, bei mittlerer anteilig, bei grober oft voll. Eine Strafanzeige wegen übler Nachrede trifft dagegen Sie persönlich, nicht den Verlag.
Ein Rechtsschutz mit Straf- und Arbeitsrecht hilft Journalisten bei einem Ermittlungsverfahren und bei Streit mit dem Verlag. Achten Sie aufs Kleingedruckte: Die Musterbedingungen ARB 2012 schließen Streit um Urheber- und Markenrechte aus. Für freie Arbeit auf eigene Rechnung brauchen Sie eine Vermögensschadenhaftpflicht; dafür gibt es die Seiten zu den Betriebsarten.
Was Journalisten zuerst absichern, hängt von der Presseversorgung und vom Einsatzgebiet ab.
| Rang | Versicherung | Beitrag | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1 | BU als Ergänzung zur Presseversorgung | ab unter 30 bis etwa 50 Euro im Monat, junge Büroberufe | Lücke zum Netto schließen |
| 2 | Rechtsschutz Privat und Beruf mit Strafrecht | etwa 250 Euro im Jahr | Wartezeit im Arbeitsrecht beachten |
| 3 | Privathaftpflicht | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr | Schäden in der Freizeit |
| 4 | Auslands- und Krisenschutz | nach Anfrage | nur für Reporter mit Auslandseinsätzen |
Eine normale Unfallversicherung schließt in den Musterbedingungen Unfälle durch Kriegs- und Bürgerkriegsereignisse aus. Wer als Journalist in Krisengebiete reist, braucht einen ausdrücklichen Einschluss oder eine Spezialpolice; das organisiert oft der Arbeitgeber. Lassen Sie sich den Schutz für jeden Einsatz schriftlich geben.
Eine eigene Berufshaftpflicht oder Vermögensschadenhaftpflicht brauchen angestellte Journalisten für ihre Arbeit im Verlag in der Regel nicht. Eine Kameraversicherung lohnt nur, wenn Sie eigene Technik dienstlich nutzen und der Arbeitgeber sie nicht versichert.
Fragen und Antworten
Redakteure in tarifgebundenen Verlagen sind über die Presseversorgung versichert,
bei Eintritt bis 57 Jahre mit Leistung bei Berufsunfähigkeit.
Die Höhe reicht oft nicht.
Gegenüber dem Arbeitgeber gelten die Regeln der Arbeitnehmerhaftung.
Strafrechtlich können Sie persönlich belangt werden, etwa wegen übler Nachrede.
In den Musterbedingungen ARB 2012 ist Streit um Urheberrechte ausgeschlossen,
ein Baustein für Vorwürfe im Internet ist optional.
Für junge Menschen mit Bürotätigkeit ab unter 30 bis etwa 50 Euro im Monat,
je nach Alter und Reisetätigkeit auch mehr.
Ja, wer auf eigene Rechnung arbeitet, braucht eine Vermögensschadenhaftpflicht.
Dafür gibt es unsere Seiten zu den Betriebsarten.
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