Welche Alternativen zur BU-Versicherung gibt es?
Es gibt fünf ernsthafte Alternativen: Erwerbsunfähigkeits-, Grundfähigkeits-, Multi-Risk-, Sc …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen Köche und Servicekräfte brauchen: zuerst Schutz der Arbeitskraft, als Richtwert 70 bis 150 Euro im Monat für 1.200 Euro BU-Rente mit 30 Jahren, oder günstiger eine Grundfähigkeitsversicherung. Dazu Privathaftpflicht und Unfallversicherung. Wichtig: Trinkgeld zählt nicht für das Krankengeld, der Ausfall ist also größer, als die Abrechnung zeigt.
Richtwerte aus veröffentlichten Ratgebern und Tarifbeispielen, Stand 2026.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Berufsunfähigkeit, junge Menschen im Büro, zum Vergleich | ab unter 30 bis etwa 50 Euro im Monat |
| Faustregel körperlicher Beruf, Grundfähigkeit statt BU | etwa 33 bis 50 Prozent des BU-Beitrags |
| Privathaftpflicht für Singles | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr |
| Private Unfallversicherung, körperliche Berufe, 100.000 Euro Grundsumme | etwa 120 bis 260 Euro im Jahr |
| Privat- und Berufsrechtsschutz, Single | etwa 250 Euro im Jahr |
| Koch, 30 Jahre, 1.200 Euro BU-Rente | etwa 70 bis 150 Euro im Monat |
Der letzte Wert ist ein Richtwert aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Tätigkeit, Alter, Gesundheit und Rentenhöhe ab.
Rechenbeispiel
Nach Jahren mit Feuchtarbeit und Reinigungsmitteln heilt das Ekzem nicht mehr ab. Er darf nicht mehr in der Küche arbeiten.
| Berufsgenossenschaft | Verfahren zur Berufskrankheit, Ausgang offen |
| Krankengeld nach sechs Wochen | bis zu 78 Wochen |
| Erwerbsminderungsrente | keine, weil er in anderen Berufen arbeiten kann |
| Private BU mit 1.200 Euro Rente | zahlt bei mindestens 50 Prozent Berufsunfähigkeit als Koch |
Ohne private Absicherung hängt er vom Ausgang des Verfahrens bei der Berufsgenossenschaft ab. Mit Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt er 1.200 Euro im Monat, unabhängig davon.
Köche und Servicekräfte arbeiten unter Zeitdruck, mit Messern, heißen Pfannen und auf rutschigen Böden. Dazu kommen Stehen, Tragen und Nässe an den Händen. Versicherer stufen Köche und Servicekräfte bei Berufsunfähigkeit und Unfall deshalb in teurere Gruppen ein.
Das größte finanzielle Risiko ist nicht der einzelne Schnitt, sondern ein Leiden, das den Beruf beendet: kaputte Knie oder Rücken, ein Handekzem oder eine Allergie. Dann zahlt die gesetzliche Rente nur, wenn Sie in keinem Beruf mehr sechs Stunden täglich arbeiten können.
Unfälle in der Küche, im Gastraum und auf dem direkten Weg zur Arbeit sind Arbeitsunfälle (§ 8 SGB VII). Die Berufsgenossenschaft des Betriebs zahlt Behandlung, Reha und bei bleibendem Schaden eine Verletztenrente.
Krankheiten zahlt sie nur, wenn sie als Berufskrankheit anerkannt sind. Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen stehen in der Liste, ebenso bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule durch langjähriges schweres Heben. Die Anerkennung ist aber eine hohe Hürde, verlassen Sie sich nicht darauf.
| Ereignis | Wer zahlt | Was bleibt |
|---|---|---|
| Tiefer Schnitt in die Hand bei der Arbeit | Berufsgenossenschaft | private Unfallversicherung zusätzlich |
| Handekzem durch Feuchtarbeit | Berufsgenossenschaft nur bei Anerkennung | meist Krankengeld, dann privat |
| Sturz beim Skifahren am freien Tag | Krankenkasse für die Behandlung | private Unfallversicherung |
| Dauerhaft nicht mehr in der Küche | Rentenversicherung nur bei Erwerbsminderung | Berufsunfähigkeitsrente nur privat |
Trinkgeld von Gästen ist steuerfrei (§ 3 Nummer 51 EStG) und gehört deshalb auch nicht zum beitragspflichtigen Entgelt. Für Servicekräfte heißt das: Krankengeld, Arbeitslosengeld und Rente werden nur aus dem Lohn ohne Trinkgeld berechnet.
Wer im Service 300 Euro Trinkgeld im Monat bekommt, verliert bei Krankheit also deutlich mehr, als das Krankengeld auffängt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich allerdings auch nur auf das nachweisbare Einkommen abschließen. Planen Sie deshalb einen Notgroschen ein.
Für Köche und Servicekräfte ergibt sich diese Reihenfolge. Ist die Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer oder lehnt der Versicherer ab, ist eine Grundfähigkeitsversicherung die naheliegende Alternative.
| Priorität | Versicherung | Typischer Beitrag |
|---|---|---|
| 1 | Berufsunfähigkeit oder Grundfähigkeit | Richtwert 70 bis 150 Euro im Monat für die BU |
| 2 | Privathaftpflicht | etwa 40 bis 120 Euro im Jahr |
| 3 | Private Unfallversicherung | etwa 120 bis 260 Euro im Jahr bei körperlicher Arbeit |
| 4 | Arbeitsrechtsschutz oder Gewerkschaft | etwa 250 Euro im Jahr privat |
| meist unnötig | eigene Betriebshaftpflicht | Sache des Restaurants |
Fällt ein Tablett herunter oder geht Geschirr zu Bruch, ist das in der Regel leichte Fahrlässigkeit, für die Sie dem Arbeitgeber nichts schulden. Schüttet eine Servicekraft Rotwein über das Kleid eines Gastes, hält sich der Gast an das Restaurant, das für seine Mitarbeiter einsteht (§ 278 BGB).
Führen Sie ein eigenes Portemonnaie als Kellnerbörse, gelten für Fehlbeträge dieselben Regeln wie bei einer Kasse: Haftung nur bei Verschulden oder mit wirksamer Mankoabrede. Wer sich mit einem eigenen Lokal oder Catering selbstständig macht, braucht eine Betriebshaftpflicht; dafür gibt es eigene Seiten zu den Betriebsarten. Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler; die Courtage zahlt der Versicherer.
Fragen und Antworten
Nein.
Trinkgeld ist steuerfrei und gehört nicht zum beitragspflichtigen Lohn,
deshalb fließt es nicht in Krankengeld und Rente ein.
Ja, Verletzungen bei der Arbeit sind über die Berufsgenossenschaft des Betriebs versichert.
In der Regel nicht.
Das ist meist leichte Fahrlässigkeit, für die Arbeitnehmer nicht haften.
Körperliche Berufe werden häufiger vor der Rente aufgegeben.
Eine Grundfähigkeitsversicherung kostet meist deutlich weniger.
Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen stehen in der Liste der Berufskrankheiten.
Ob Ihr Fall anerkannt wird, prüft die Berufsgenossenschaft.
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Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
Die NAMMERT Assekuradeur GmbH ist ein eigenes Unternehmen.
Sie vermittelt Ihren Vertrag nicht.
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