Welche Versicherungen brauchen angestellte Handwerker?
Welche Versicherungen angestellte Handwerker brauchen: zuerst Schutz für die Arbeitskraft. Ei …
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Kurz gesagt
Welche Versicherungen selbstständige Handwerker brauchen: Pflicht sind Krankenversicherung und, mit Eintrag in die Handwerksrolle, die gesetzliche Rentenversicherung. Zuerst kommt danach die Betriebshaftpflicht, im Ausbauhandwerk etwa 200 bis 450 Euro im Jahr. Dann Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit, weil ohne Arbeitgeber jeder Krankheitstag Umsatz kostet.
Richtwerte für einen kleinen Handwerksbetrieb, einzeln versichert.
| Beispiel | Richtwert |
|---|---|
| Betriebshaftpflicht, Ausbauhandwerk, Standardgewerk | etwa 200 bis 450 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht, Elektrobetrieb mit 4 Mitarbeitern, 280.000 Euro Umsatz | etwa 400 bis 620 Euro im Jahr |
| Betriebshaftpflicht, Bau, Dachdecker, Gerüstbau | ab etwa 600 Euro, häufig über 1.000 Euro im Jahr |
| Krankentagegeld, 35 Jahre, 150 Euro am Tag ab dem 29. Tag | etwa 76 bis 150 Euro im Monat |
| Berufsunfähigkeit, Fliesenleger, 35 Jahre, 1.500 Euro Rente | etwa 191 Euro im Monat |
| Gesetzliche Krankenversicherung, Mindestbeitrag mit Pflege | etwa 270 bis 290 Euro im Monat |
Richtwerte, Stand Oktober 2026, aus öffentlich genannten Tarifbeispielen; Gesetzesstellen geprüft.
Die Spanne von 90 bis 190 Euro für eine BU im Handwerk und die Einordnung von Inhalts- und
Werkzeugversicherung sind Richtwerte aus der Angebotspraxis.
Ihr Beitrag hängt von Gewerk, Umsatz, Alter und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.
Rechenbeispiel
So sieht ein schlanker Schutz im ersten Jahr der Selbstständigkeit aus, ohne Rentenversicherung und Krankenversicherung, die ohnehin Pflicht sind.
| Betriebshaftpflicht, Ausbauhandwerk | etwa 300 Euro im Jahr |
| Krankentagegeld 120 Euro ab dem 29. Tag | etwa 60 bis 120 Euro im Monat |
| Grundfähigkeitsversicherung statt BU, 1.500 Euro Rente | etwa 70 bis 90 Euro im Monat |
| Berufsgenossenschaft für den Gesellen | nach Lohnsumme und Gefahrklasse |
Rund 1.900 bis 2.800 Euro im Jahr für die drei freiwilligen Bausteine, dazu der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Das schützt vor den Risiken, die einen kleinen Betrieb beenden können.
Jeder mit Wohnsitz in Deutschland muss krankenversichert sein, gesetzlich oder privat (§ 193 VVG). Dazu kommt eine Besonderheit im Handwerk: Wer mit seinem Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen ist und die Voraussetzungen dafür in seiner Person erfüllt, ist rentenversicherungspflichtig (§ 2 SGB VI).
Nach 18 Jahren mit Pflichtbeiträgen können Sie sich befreien lassen (§ 6 SGB VI). Ob das klug ist, hängt davon ab, wie Sie stattdessen vorsorgen; mit der Befreiung entfällt auch der gesetzliche Schutz bei Erwerbsminderung.
Ein umgestoßener Farbeimer auf dem Parkett, ein Wasserschaden nach der Montage, ein Kunde, der über Ihr Kabel stolpert: Für solche Schäden haften Sie als Inhaber mit Ihrem Privatvermögen. Die Privathaftpflicht schließt berufliche Tätigkeiten in aller Regel aus.
Gesetzlich vorgeschrieben ist die Betriebshaftpflicht für die meisten Gewerke nicht. Viele Auftraggeber, Generalunternehmer und öffentliche Ausschreibungen verlangen aber einen Nachweis. Achten Sie auf Tätigkeitsschäden, Schlüsselverlust und Schäden durch Leitungswasser bei Montagearbeiten. Für einzelne Gewerke gibt es auf unserer Website eigene Betriebsarten-Seiten mit den Besonderheiten.
Als Selbstständiger gibt es keine Lohnfortzahlung. In der gesetzlichen Krankenkasse bekommen Sie Krankengeld nur mit einer Wahlerklärung, und dann erst ab der siebten Woche. Ein privates Krankentagegeld schließt die Lücke, ab dem 29. Tag kostet es für 150 Euro am Tag etwa 76 bis 150 Euro im Monat.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für körperlich arbeitende Handwerker teuer, weil Rücken, Knie und Schultern früh verschleißen. Ist sie nicht bezahlbar, sind Grundfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung günstigere Alternativen. Wann Sie sie nicht brauchen: wenn Ihr Vermögen oder Ihr Betrieb Sie auch ohne eigene Arbeitskraft bis zur Rente trägt.
Was existenzbedrohend ist, kommt zuerst. Was nur ärgerlich ist, können Sie selbst tragen oder später ergänzen.
| Priorität | Versicherung | Kosten etwa |
|---|---|---|
| Pflicht | Krankenversicherung mit Pflege | ab etwa 270 Euro im Monat gesetzlich |
| Pflicht bei Handwerksrolle | Gesetzliche Rentenversicherung | einkommensabhängig |
| 1 | Betriebshaftpflicht | Ausbauhandwerk etwa 200 bis 450 Euro, Bau ab etwa 600 Euro im Jahr |
| 2 | Krankentagegeld | etwa 76 bis 150 Euro im Monat für 150 Euro am Tag ab dem 29. Tag |
| 3 | Berufsunfähigkeit oder Alternative | etwa 90 bis 190 Euro im Monat im Handwerk |
| 4 | Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft für Sie selbst | je nach Gefahrklasse und Versicherungssumme |
| später | Inhalts- und Werkzeugversicherung, Betriebsunterbrechung | nach Wert von Werkstatt und Fahrzeug |
Ihre Beschäftigten sind über die Berufsgenossenschaft gegen Arbeits- und Wegeunfälle versichert, den Beitrag zahlen Sie. Für Sie als Unternehmer gilt das nur, wenn die Satzung Ihrer Berufsgenossenschaft eine Pflichtversicherung für Unternehmer vorsieht (§ 3 SGB VII). Sonst können Sie sich auf Antrag freiwillig versichern (§ 6 SGB VII).
Die Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft zahlt nur bei Arbeits- und Wegeunfällen. Eine private Unfallversicherung deckt auch die Freizeit, ersetzt aber keine BU, weil die meisten Berufsunfähigkeiten durch Krankheit entstehen.
Eine Elektronikversicherung für ein einzelnes Messgerät oder eine Glasversicherung für eine Werkstatt ohne Schaufenster: Solche Schäden können Sie meist aus Rücklagen bezahlen, das sind Posten für später.
Prüfen Sie stattdessen, ob Ihr Fahrzeug und Ihr Werkzeug versichert sind, wenn sie über Nacht auf der Baustelle oder im Transporter bleiben. Ob Diebstahl aus dem Fahrzeug gedeckt ist und bis zu welcher Summe, hängt vom Bedingungswerk ab; fragen Sie gezielt danach.
Fragen und Antworten
Für die meisten Gewerke nicht gesetzlich.
Auftraggeber und Ausschreibungen verlangen sie aber oft,
und ohne sie haften Sie mit dem Privatvermögen.
Ja,
wenn Sie in der Handwerksrolle eingetragen sind und die Voraussetzungen in Ihrer Person erfüllen.
Nach 18 Jahren Pflichtbeiträgen ist eine Befreiung möglich.
Nur, wenn die Satzung Ihrer Berufsgenossenschaft das vorsieht.
Sonst können Sie sich freiwillig versichern.
Körperliche Berufe werden häufiger berufsunfähig.
Ein Fliesenleger zahlt mit 35 etwa 191 Euro im Monat für 1.500 Euro Rente,
ein Informatiker etwa 37 Euro.
Angestellte haben Lohnfortzahlung, Berufsgenossenschaft und den Betrieb als Haftungsschild.
Als Selbstständiger tragen Sie all das selbst.
Wenn Maschinen, Material und Werkzeug zusammen mehr wert sind,
als Sie aus Rücklagen ersetzen könnten, ja.
Für eine kleine Werkstatt ist das oft der vierte oder fünfte Schritt.
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Wir melden uns innerhalb eines Werktags. Wenn etwas eilt: 03375 / 29 12 77.
Welche Versicherungen brauchen angestellte Handwerker?
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Welche Versicherungen brauche ich, wenn ich mich selbstständig mache?
Wenn Sie sich selbstständig machen, ist nur die Krankenversicherung für alle Pflicht, gesetzl …
Was kostet eine Betriebshaftpflichtversicherung?
Ein Büro- oder Beratungsbetrieb zahlt oft nur 60 bis 200 Euro im Jahr. Handwerksbetriebe lieg …
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Für 1.500 Euro Monatsrente bis 67 zahlen Sie mit 30 Jahren im Büro oft rund 70 Euro im Monat. …
Ihr Makler: Norman Nammert, unter der Marke NAMMERT.
Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO.
Vermittlerregister D-C08Q-TOSD4-37.
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