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Versicherungsmakler / Versicherungsfragen

Welche Versicherungen sind für Kinder wirklich sinnvoll?

Kurz gesagt

Wirklich sinnvoll sind für Kinder zuerst drei Versicherungen: eine Familienhaftpflicht, die auch Schäden durch Kinder unter sieben Jahren zahlt, etwa 60 bis 180 Euro im Jahr; eine Kinderinvaliditäts- oder Unfallversicherung; und die Risikolebensversicherung der Eltern, ab etwa 8 Euro im Monat. Eine Lebensversicherung auf das Kind selbst ist dagegen überflüssig.

Welche Versicherungen sind für Kinder wirklich sinnvoll?

Was es kostet

Veröffentlichte Beiträge für die wichtigsten Versicherungen rund um Kinder.

BeispielRichtwert
Familienhaftpflicht, Deckung 10 bis 50 Millionen Euroetwa 60 bis 180 Euro im Jahr
Kinderinvaliditätsversicherung, Spanne der geprüften Tarifeetwa 107 bis 421 Euro im Jahr
Kinderunfallversicherung, Grundsumme 100.000 Euro mit Progressionetwa 50 bis 100 Euro im Jahr
Risikoleben Elternteil, 30 Jahre, Nichtraucher, 200.000 Euro, 25 Jahreetwa 8 bis 15 Euro im Monat
BU für Schüler, 12 Jahre, 1.000 Euro Rente, Startphase24,25 Euro im Monat, danach 47,12 Euro

Werte aus veröffentlichten Tarifbeispielen und Tests, Stand Oktober 2026.

Ihr Beitrag hängt von Alter, Umfang und Gesundheit ab; das genaue Angebot holen wir ein.

Rechenbeispiel

Familie mit zwei Kindern, 3 und 6 Jahre, beide Eltern berufstätig

So sieht der Grundschutz aus, wenn Haftpflicht, Invalidität und Risikoleben der Eltern stehen.

Familienhaftpflichtetwa 60 bis 180 Euro
Kinderinvaliditätsversicherung für zwei Kinderetwa 214 bis 842 Euro
Risikoleben je Elternteil 200.000 Euro, zwei Verträgeetwa 192 bis 360 Euro

Zusammen etwa 466 bis 1.382 Euro im Jahr. Mit Kinderunfall statt Invalidität sinkt der Betrag um mehrere Hundert Euro, dann ist Krankheit aber nicht gedeckt.

Die Reihenfolge, die für Kinder zählt

Für Kinder ist nicht jede Versicherung sinnvoll, die für Kinder angeboten wird. Wichtig ist, was eine Familie ruinieren kann: ein großer Haftpflichtschaden, eine dauerhafte Behinderung des Kindes oder der Tod eines verdienenden Elternteils. Erst danach kommen Bausteine für Zähne oder Krankenhaus.

Diese Seite gibt den Überblick. Die Einzelheiten zu jeder Sparte stehen auf den verlinkten Seiten zu Haftpflicht, Invalidität und Risikoleben.

VersicherungFür Kinder sinnvoll?
Familienhaftpflichtja, zuerst
Kinderinvaliditätsversicherungja, deckt auch Krankheit
Kinderunfallversicherungja, wenn Invalidität zu teuer ist
Risikoleben der Elternja, solange Kinder abhängig sind
Zahnzusatz mit Kieferorthopädiekann sinnvoll sein, früh abschließen
Risikoleben auf das Kindnein
Handy- oder Tabletversicherungmeist nein

Haftpflicht: wenn kleine Kinder Schaden anrichten

Kinder unter sieben Jahren haften nach § 828 BGB nicht für Schäden, im Straßenverkehr gilt das bis zum zehnten Geburtstag. Eltern zahlen nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Der Nachbar mit dem zerkratzten Auto bleibt dann auf dem Schaden sitzen, und das belastet oft das Verhältnis.

Gute Familientarife zahlen solche Schäden trotzdem, bis zu einer Teilsumme oder der vollen Deckung. Kinder sind im Familientarif meist bis zum Ende der ersten Ausbildung mitversichert, ein eigener Vertrag ist für Kinder nicht nötig.

Invalidität: der Schutz, den Familien am häufigsten vergessen

In Kita, Schule und auf dem Weg dorthin ist Ihr Kind gesetzlich unfallversichert, in der Freizeit und zu Hause nicht. Wichtiger noch: Rund 90 Prozent der schweren Behinderungen bei Kindern gehen auf Krankheiten zurück, nicht auf Unfälle.

Eine Kinderinvaliditätsversicherung zahlt auch bei Krankheit, meist als lebenslange Rente, und kostet etwa 107 bis 421 Euro im Jahr. Ist das Budget knapp, ist eine Kinderunfallversicherung für etwa 50 bis 100 Euro besser als nichts, sie zahlt aber nur nach Unfällen.

Die Eltern absichern statt das Kind

Von einem Kind hängt niemand finanziell ab, eine Risikolebensversicherung auf das Kind schützt deshalb niemanden. Umgekehrt braucht das Kind Schutz, wenn ein Elternteil stirbt: eine Risikolebensversicherung auf jeden verdienenden Elternteil, etwa das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens.

Für eine 30-jährige Nichtraucherin kosten 200.000 Euro über 25 Jahre etwa 8 bis 15 Euro im Monat. Auch die eigene Berufsunfähigkeitsversicherung der Eltern gehört zum Schutz der Kinder, weil sie das Familieneinkommen sichert.

Was für Kinder meist überflüssig ist

Sparverträge mit Versicherungsmantel für Kinder sind Geldanlage, kein Schutz. Vergleichen Sie Kosten und Laufzeit mit einem einfachen Sparplan, bevor Sie sich 18 Jahre binden. Eine Handyversicherung für das Kind kostet über die Jahre oft mehr als ein Ersatzgerät.

Eine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung für Kinder ist meist ab zehn Jahren möglich. Sie schreibt die heutige Gesundheit fest, ist aber erst ab dem Schulalter ein Thema und kein Ersatz für die Invaliditätsabsicherung kleiner Kinder.

Wie ein Makler Familien mit Kindern hilft

Norman Nammert vermittelt als Versicherungsmakler und prüft mit Ihnen, welche Versicherungen für Ihre Kinder wirklich fehlen und welche doppelt laufen. Die Courtage zahlt der Versicherer, für Ihre Familie ist die Vermittlung kostenlos.

Schritt für Schritt

  1. Haftpflicht auf Familientarif umstellen und die Teilsumme für deliktunfähige Kinder prüfen.
  2. Entscheiden: Kinderinvalidität oder, bei knappem Budget, Kinderunfall.
  3. Risikoleben für jeden verdienenden Elternteil abschließen, Laufzeit bis das jüngste Kind etwa 25 ist.
  4. Eigene Berufsunfähigkeitsversicherung der Eltern prüfen.
  5. Zahnzusatz mit Kieferorthopädie vor der ersten Untersuchung beim Kieferorthopäden überlegen.
  6. Sparverträge und Kleingeräteversicherungen kritisch durchsehen.

Checkliste

  • Familienhaftpflicht mit Deckung für Kinder unter sieben Jahren
  • Invalidität oder Unfall für jedes Kind
  • Risikoleben für jeden verdienenden Elternteil
  • Berufsunfähigkeit der Eltern geprüft
  • Keine Risikoleben auf das Kind
  • Sparverträge mit hohen Kosten gemieden

Häufige Fehler

  • Eine Kinderunfallversicherung für vollständigen Schutz halten, obwohl Krankheit die häufigere Ursache ist
  • Das Kind absichern und die Eltern vergessen
  • Im Singletarif bleiben, nachdem das Baby da ist
  • Teure Sparverträge mit Versicherungsmantel als Vorsorge für Kinder abschließen

Fragen und Antworten

Häufig gefragt

Braucht mein Kind eine eigene Haftpflichtversicherung?

Nein.

Kinder sind in der Familienhaftpflicht der Eltern mitversichert,

meist bis zum Ende der ersten Ausbildung.

Ist mein Kind in der Schule versichert?

Ja, über die gesetzliche Unfallversicherung, auch auf dem Schulweg.

In der Freizeit und zu Hause gilt dieser Schutz nicht.

Kinderinvalidität oder Kinderunfall?

Die Kinderinvaliditätsversicherung deckt auch Krankheiten und ist deshalb der umfassendere Schutz.

Sie ist teurer und an Gesundheitsfragen gebunden.

Ab wann sollte ich Versicherungen für Kinder abschließen?

Haftpflicht und Risikoleben der Eltern schon vor der Geburt,

die Invaliditätsabsicherung kurz nach der Geburt, solange das Kind gesund ist.

Lohnt sich eine Krankenhauszusatzversicherung für Kinder?

Sie ist ein Komfortbaustein, kein Existenzschutz.

Erst wenn Haftpflicht, Invalidität und Risikoleben stehen, lohnt sich der Blick darauf.

Quellen

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